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Der Israelit · 1871-03-22 · Heft 12 (22.3.1871) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
12 (1871)
Issue
Heft 12 (22.3.1871)
Date
1871-03-22
Page
– (sequence 2)
Language
German
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232 Er organisirte ein das sich sehr an Fr. decorirt. Am 2. Dev durch eine Kv wundet, wollte vom diM gen voller Plänkler (eolalreurs), m 21. October wurde n des Kampfgetümmels, HN Granatsplitter ver- ' kämpfen; aber er sank seines in seiner EScadron ^ucian Worms. Jochu und Ducrot, die Muränen, brachten ihn in den WäM, der ihri nach der Ambulance des Riavä-Rötsl führen Hier stab vr. Nelaton einige Hoffnung außst durch tugendhaftes rjnd heiliges Leben, verloren Herr SL verschied am 11. December. „Die Frömmigkeit des Herrn Tebesco war berühmt; sie war in unserer Zeit und in dieser großen Stadt eine wunderbare zu nennen. Einer der Hruptgründer des Talmud-Vereins, legte er sich bedeutende Opfer auf, um die Pflege der heiligen Wissenschaft, Mit der er sich selbst anhaltend beschäftigte, zu fördern. Seine Wohlthätigkeit war nicht weniger groß; er *86te sie unter tausend Formen; bei jedem armen Kinde nahm er das Gevatterschaft, sobalb es ihm angÄboten wurde und unterstützte die Eltern desselben genesung; der Kranke selbst verlangte fortwiH^ Weichlich; er selbst war Mohel. DaS Andenken des i, zu Pferde zu steigen; nach drei Tagen erlag evlkte» Wunden. * Während dieser Zeit strömten die Leute förmlich nach dem Rrancl - Rotel, um sich nach dem Befinden Fr.'s zu erkundigen. Die Herzogin von Elchingen, der General Oliadauä-Datour, Frau Generalin Trochu, der Herzog von Oastrles, der General Apport, Jules Favre, die Rothschilds, der General le Flo, Frau Cavaignac, die Redaction des „Siecle" rc. rc. erschienen jeden Tag im Vorzimmer des Kranken. Franchetti hinterläßt eine junge Frau von 28 und ein Töchterchen von 4 Jahren, denen ihre großen Reichthümer den Verlust des Gatten und Vaters nicht ersetzen können. Das Leichenbegängniß Fr.'s fand unter großer Theilnahme fast der gesammten Bevölkerung statt. Die Regierung war durch den Vicepräsidenten Jules Favre und den General Le Flo vertreten; General Trochu, in V'mcennes zurückgehalten, ließ sich durch den General Michel und zwei andere Offiziere seines Generalftabes vertreten. Die Aufzählung der übrigen bedeutenden Männer, die zugegen waren, nimmt im „Univers" eine ganz enggedruckte Seite ein. Die beiden Oberrabbinen Isidor und Z. Cahn hielten die Leichenreden. Auch diese Nummer enthält viele Beförderungen. Zwei Söhne des ehemaligen Deputirten Java! wurden zu Lieutenants in der Mobilgarde erwählt; ein dritter Sohn desselben wurde zum Stabsarzt befördert; der Stabsarzt zweiter Classe, Herr Halbronn, wurde zum Ritter der Ehrenlegion ernannt; Herr Ernest Valabregue wurde zum Richter am Tribunal zu Aix befördert. Durch die Nachricht von dem Hinscheidm des ehrwürdigen, frommen, biedern Tedesco werden auch viele unserer Lcser auf's Schmerzlichste berührt werden. Der „Univers" sagt von ihm: „Die israel. Gemeinde zu Paris hat in Herrn Tedesco eins ihrer ehrenwertheften Mitglieder, gleich ausgezeichnet durch Frömmigkeit, Mildthätigkeit, rWerechten sei zum Segen." - Wir fügen dem noch bei, daß Leier Tedesco ein Jude war, wie es wellig,Mit der größten Sorgfalt hat er seine 11 Myder V*n erzogen und hat bei der Verheirathung seiner Töchter aui Nichts Rücksicht genommen als auf das, was eines jeden jüdischen Vaters heiligste Pflicht sein sollte darauf, das der Schwiegersohn ein guter Jehuvi sei In Herrn Tedesco hat die israel. Gemeinde zu Paris ihren Stolz, ihre Krone, ihre Zierde verloren Gebe Gott, daß es seinen Söhnen vergönnt sei, die große Lücke würdig auszufüllen, welche der Tod ihres Vaters zurückgelassen bat. n"3"s"j"n. Die Nummer 7 des „Univers" wurde am 15 Januar ausgegeben. Das Bombardement von Paris hat begonnen; jüdische Offiziere zeichnen sich besonders durch Muth undUnerschrockenheit aus; so Herr Unter Intendant Morse und Herr Commandant Fould. Der Neujahrstag wurde in Paris sehr ernst be gangen im Gegensätze zu der Lustigkeit anderer Jahre Haben doch die Nichtjuden auch einmal einen ernster Jahresanfang gefeiert! „Ach," ruft der „Univers" aus, „wie begreife! wir jetzt die melancholische Klage unserer Vater -\W2 , wer wird uns Fleisch zu essen geben Wie verstehen wir jetzt die Sehnsucht nach Fischen Gurken, Melonen, Lauch und Zwiebeln! Unsere Bäte hatten das köstliche Manna und dennoch Wie müssen wir erst seufzen, denen kaum etwas Al deres geblieben als Hunde und Ratten!" Der „Univers" rühmt besonders die Wohlthäti keit der Frau Baronin James von Rothschild, di in Paris geblieben war, um alle Leiden der Belag! rung zu theilen. Unter den Offizieren, die sich besonders ausg zeichnet haben, werden genannt: Cah en, Bataillon chef, L i s b o n n e, Lieutenant, Alfred Cers, Bataillon chef, Cahen-Merville, Capitain, Charles Abr Ham, Capitain; ferner der Sergeant Bloch undr Mobilgardist Leopold Levi. Die Herren Capital Cahen-Merville und Sergeant Bloch sind ihren Wn den erlegen.

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