Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 12 (1871)
- Issue
- Heft 11 (15.3.1871)
- Date
- 1871-03-15
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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213 Wohlthätigkeit als Mildthätigkeit, Gerechtigkeit (npni?) und Vergeltung der uns gezeigten Gnade (Son roso:i) erläuternd; zu diesem fügte sich ein Bericht über die bisherige Wirksamkeit der Gesellschaft und als Schluß ein inniges Gebet für die Zukunft, Der zweite Theil der Cantate beendigte daö Fest, oas auf die sehr zahlreich versammelten Mitglieder (5 bis 600) einen sichtbaren Eindruck gemacht; es verdient noch bemerkt zu werden, daß von den ursprünglichen 30 Mitgliedern der Gesellschaft noch 5 am Leben sind, die die Ehrenplätze bei dieser Feierlichkeit einnahmen. Gestern Abend fand die jährliche Generalversammlung statt, die überaus zahlreich besucht war; hier wurde u. a. ein neues Legat von der Wittwe des verewigten Direktors M. M. Rüben im Betrage von 500 Thlr. angemeldet. Nach beendigter Versammlung sammelte sich eine bedeutende Anzahl Mitglieder zum Festessen. zu welchem die obenerwähnten 5 Jubilars als Gäste geladen, und wobei man mehrere Stunden auf die angenehmste und fröhlichste Weise verbrachte. v. England. London. „The Kecoverty of Jerusalem” (die Wiederaufdeckung Jerusalems) ist der Titel eines Berichtes der bekannten Capitäne Wilson undWarren über ihre Reisen und Erfahrungen in Palästina. Nach demselben hat die bibl. Archäologie noch keine bedeutende Fortschritte gemacht und wenn der Bericht auch manches Interessante enthält, so ist nach der Ansicht vieler engl. Blatter die Veröffentlichung desselben doch zu früh geschehen, da bis jetzt keine wesentlichen Resultate erzielt worden. Amerika. Virginia City. Eine Mortara-Geschichte hat sich hier ereignet, die zu einem Proceffe führen wird. Ein jüdisches Ehepaar hatte sich vor einigen Jahren in Sacramento (Californien) getrennt. Die Mutter wohnte seitdem in der hiesigen Stadt. Ihr Töchterchen gab sie in ein hiesiges Kloster zur Erziehung. Als vor einigen Monaten die Frau starb, reclamirte der Vater sein Kind und wollte es aus dem Kloster nehmen. Die Schwestern weigerten sich, dasselbe herauszugeben. Sie verlangten zunächst, daß er seine Identität als Vater beweise. Der Mann brachte durch Zeugnisse des Polizeicommissärs und zweier wohlbekannten jüdischen Bürger von Virginia den Beweis. Da aber das Mädchen vorzieht, bei den Schwestern zu bleiben, so erklärten diese, es nur dann aus dem Kloster zu lassen, wenn sie durch das Gesetz gezwungen werden. (Jew. Mess.) ANZE Wir machen wiederholt darauf aufmerksam, daß wir für alles in den Inseraten Mitgetheilte keinerlei Verantwortlichkeit übernehmen. Die Redaetion. k^ür ein Kurz- und Strumpswaarengeschäft O on gros in Frankfurt a. M. wird ein Lehrling — Israelit — gesucht, welcher mit den nöthigen Vorkenntnissen versehen. Franco- Offerten su5 Cbiffre O. 968 befördert die Annoncen- Expedition von Rudolf Rosse in Frankfurt a. M. in junges Mädchen, das im Kochen, sowie in allen weiblichen Handarbeiten durchaus bewandert ist, sucht bis kommende Ostern Placement in einem stillm religiösen Hause. Auch würde dasselbe eine Stelle als Ladnerin oder Gesellschafterin bei einer einzelnen Dame acceptiren. Geiäü. Offerten beliebe man unter Chiffre H. K. 100 posterestante Mainz zu richten. I G E N. Stelle-Gesuch Ein iSrael Mädchen sucht Stelle in einem Manufactur- oder Kurzwaarengeschäit. Franco - Offerten sub A. B. 12 besorgt Adolph Ba diker, Buchhandlung in Cöln. General - Agentur von Rudolf Rosse (An Commis (Israelit) sucht zum 1. Mai oder Juni xg, in einem Eisen- oder Ledergeschäft Stellung, wo Sabbat und Feiertage geschlossen ist. Adresse J C. 150 poste restante Briefen, West-Preußen. in junger Mann, mit der doppelten Buchführung vertraut, ludst Engagement. Näheres unter 9. L. Nr. 392 in der Expedition d. Bl.