Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 12 (1871)
- Issue
- Heft 10 (8.3.1871)
- Date
- 1871-03-08
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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M IO. \ XIL Jahrgang. Der Israelit. Ein Henlral - Grgan für das orthodore Iudenthum. Herausgegebm von Dr. Lehman« in Mainz. Mittwoch, den 8. M är^ 5631 (1871). Diese Leitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens S Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. S. oder fl. S. 1b k. rtz. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Me Buchhandlungen und Postämter nehmen Be. siellungm an. Inserate l*/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknotm laut CourS. Directe Franeoz». sendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. E. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco euyusenden. Anhalt: Leitender Artikel: Mefsiasglaube und Opfercultus. Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Mainz.Mainz. Schwabach. — Oest.-Ung. Monarchie: Men. Wien. — Feuilleton: Gabriel. Anhalt der Vertage: Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deuts ch land: Mainz. Hochheim. München. Berlin. Frankfurt a. M. — Oesterr.-Ung. Monarchie: Wien. — Rußland: Moskau. — Feuilleton: Ein geschichtlicher Rückblick auf die Juden in Elsaß und Lothringen. Anhalt der Grlra-ZLeikage: Für die Nochleid, im hl. L. — Für die Armen des hl. L. — Für die nochleid. Glaubensgenossen in Straßburg. — Für die Blumenthal'sche Stiftung in Jerusalem. — Für den unglücklichen Füselier Rochgießer. — Leitender Artikel. W«fstasgla«öe »nd Hpfercultus. Mainz, 1. März. Wir haben bereits in einer der vorigen Nummern die Rede kurz erwähnt , welche Herr Rabbiner Spitzer in der Versammlung der orthodoxen Israeliten zu Wien am Abend des 4. Februar über das in der Überschrift enthaltene Thema unter dem rauschenden Beifalle seiner zahlreichen Zuhörer (1260) gehalten. Dieselbe liegt uns nunmehr nach stenographischen Auszeichnungen gedruckt vor. Im Nachstehenden wollen wir unfern Lesern einen größeren Auszug daraus mittheilen, indem wir dasjenige fortlasfen, was sich speciell auf die Wiener Verhältnisse bezieht, 1 über die unsere Leser ja bereits hinreichend orieytirt siyd. Herr Rabbiner Spitzer sagte unter Ander« : „Gerade die zwei Momente, welche den Brennpunkt und das Streitobject unserer Besprechungen bik? den, nämlich: die Streichung jener Gebetstellen, welche von der Rückkehr nach Jerusalem sprechen und, etz waige Einführung jener dem Judenthume ganz freuä den und durch die traurige Leidensgeschichte unser« Nation im Mittelalter uns verhaßten Klänge — sind von so hochwichtiger principieller Bedeutung, daß wir mit größter Vorsicht zu Werke gehen müssen, um nicht mit schuld daran zu sein, daß Hunderte unserer Glaubensgenossen dem Judenthume entfremdet würden. Sie werden vielleicht den Ausdruck „dem Iudenthume entfremdet" zu hart finden; allein wenn Sie mir gestatten, Ihnen die Bedeutung der in Rede stehenden Fragen vom religiösen Standpunkt au« zu beleuchten, sowie dies von politisch - nationaler Seite bereits in der vorigen Volksbesprechung hier geschehen ist, so werden Sie zugeben, daß der gebrauchte Ausdruck ein ganz correcter und nicht übertrieben ist. Ich erlaube mir zunächst, Ihnen ein Eitat vorzulesen, wie eine der größten rabbinischen Autorität« und der größte Philosoph seiner Zeit, — der aber auch heute für keinen Finsterling gehalten wird — wie sich MaimonideS über diese Frage auSspricht: in niD^o -mnntn nivz^i Tny rovon \tu papo: rnpon naoi rawmn rbvüchn V