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Der Israelit · 1871-02-15 · Heft 7 (15.2.1871) · page 20

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Journal
Der Israelit
Volume
12 (1871)
Issue
Heft 7 (15.2.1871)
Date
1871-02-15
Page
– (sequence 20)
Language
German
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138 «ach der von Gr. selbst in Paranthesi citirten Jerusch. wo es heißt ^ed ul 'n Brunen *p) ~j’37 u»jo mrnnnvii vergl. die Interpreten my pip und dvd n\ Wie nennt man doch gleich solch literarische — Diplomatie? — Auch der Beweis für die „Unmöglichkeit dessen, was 6 theils jeruf., theils babyl. Amoraim ohne irgend, welche bekannt gewordene Meinungsdifferenz annehmen, aus Mechilt. zu ExoduS 21, 14 steht leider auf sebr schwachen Füs en, ja wird zu unserem Bedauern fast wieder das Gegentheil. Gr. Nimmt nämlich 6pin *ionvw nnn des nun’ '3 fragend und verwundernd, und will dies durch daS folgende no# nc&o, das er als Folgerung nimmt, erhärten. Nach dem ausnahmslosen Sprachgebrauchs des letzteren Ausdrucks aber drückt er immer eine relative Gegensätzlichkeit gegen das Berausgegangene aus. Vergl. Mischna Kilasim II, 2, Terumot II. I, Sabbat I, 3, X. 4, Nasir VIII, 3, Baba Mezia IV, 11, Batra II, 3. Maßgebend dafür und ganz im eben bezeichneten Sinne ist die talmudische DiScussion Tractat Sabbat 12b, wo der Talmud nur einen Widerspruch zwischen dem und dem vr^p' *6 des noN nD*o nickt aber den zwischen dem nc» nE«o selbst und dem srüheren pdr monirt, dieses daher und mit Reckt ganz correct findet. ES sind daher die angesührten Worte der Mechilta ganz positiv («rums) zu nehmen (und kann damit die bekannte correspondirende Stelle Chullin 33a 13 pivM upy '3 antt ->"r« "3 pjoio 'dri und Maim. Melachim IX, 13 verglichen werden; es wird aber hinzugefügt, daß das Verbrechen doch ein todeswürdiges, nur kein gerichtlich executives fei) wobei sich wahrlich ein ganz zartes kosmopolitisches Gemüth beruhigen kann.*) Was das Entstrntsein von der „alten zelotischen Strenge" dadurch, daß er seiner Tochter die Erlernung der griechischen Sprache gestattete, betrifft, so thut es uns leid, daß Gr. dem no« 'i noch immer kr ine Treue und keinen Glauben schenkt, trotzdem derselbe nach Jerus. Talmud Sabbat VI, 1, Pea I, 1, und Sota IX, 15 eidlich bekräftigt hat, von pro’ gehört zu haben, daß es (wenigstens ihm als 3np wie dem -nckva '“>) gestattet sei. Freilich spielen in haben, vielmehr die quidam der dort erwähnten a"3. welche das Gebot übertraten. der historisch - theologischen Sym - iund Antipathienschule Gefühle und Tendenzen die Hauptrolle. Es wird nun breiter ausgeführt, daß man wohl von tieferem Haffe gegen diese „Judenchriften, unter welchen sich viele Delatoren, die den röm Behörden die revolutionären Bewegungen hinterbrachten, befanden," erfüllt war; eö sei aber doch keine Parolelle zu finden, daß man sie für vogelfrei erklärt habe. Nun, wir gestehen, uns genügt die stillschweigende Voraussetzung der decken jerusalemitischen und der „3 bis 4" Amoraim vollständig; indeß finden sich in der Thal rücksichtlich dieser Delatoren Stellen, die zugleich zeigen, daß die Amoraim die von ihnen als Recht erkannten, wenn auch eines Kampfes in unS mit der Humanität gewärtigen Gesetze nicht „unstreitig vorkommenden Falls übertreten haben würden." Vergl. Bab. Kam. 17 a (wo es sich sogar nur um Feldangelegevheilen handelt) von NJD3 'n mit vollster Billigung s.ines halb Jerusalem, halb bobylon. Lehrers 3~>; freilich mit einer Begründung, welche wir gegen Er de eitiren werden, und welche diese ganze „inhumane Lehre" in ihrem wahren Lichte erscheinen läßt. Werfen wir jedoch erst einen Blick in den positiven Theil des Aussatzes, seine eigentliche Sie reducirt sich darauf, daß i'byD und jnniD nichts anderes als Anstellung von Ehrenfunctionären und Enthebung derselben bedeuten soll, und schließt die Auseinandersetzung nicht etwa mit dem herkömmlichbescheidenen Refrain: so scheints der Armuth mnnes Geistes, sondern: „das ist der einzige Sinn." avrog i<pce. — Wir haben jedoch bei aller Achtung vor der Originalität des Verfassers folgende bescheidene Bemerkung zu machen: ' 1. Daß Nicht-Juden überhaupt ein städtisches Amt verwalten durften, ist erst noch zu beweisen. Wir können wenigstens, allerdings aus ganz junger Quelle, deren ältere ich gegenwärtig noch nicht eruiren konnte, nämlich aus Choschen Mischpoth 37 Ende, mit Bezugnahme auf idiä. VII, 9,*) das Gegentheil Nachweisen. Keinesfalls kann man bei den „noch nicht gesammclten und noch weniger kritisch benutzbar gemachten" Notizen solche Hypothesen 6 bis 7 Amoraim gegenüber als den „einzigen Sinn" auSgeben. (Fortsetzung folgt.) *) Weil nämlich der Betreffende nicht die 7 noachitischen Gesetze hält, weil er dann, nach der von Maim. und Schul. Ar. recipirten Ansicht Abod. Sar. 616 nicht mehr «äs,, sondern 3kw -m wäre. . *) In Bezug auf Tos. Abod. Sar. 26 b Schlgw tt» wird richtig monirt, daß sich diese Stelle in unseren Ausgaben des Jeruschalmi nicht finde. Ich möchte eine kleine Emendation vorschagen; nämlich statt Jerusch, zu lesen ohdio 'ow, und zwar findet sich die Stelle Cap. 15 Ende; allerdings ohne Herbeiziehung von Exodus IX. 20, welche aber wieder in Mechllt. und Midrasch Tanchuma zuExod. XIV, 7 zu finden cf. Raschj I. und adnotat.om s Berliners. Verantwortliche Redaction: Dr. Lebmann. — Verlag der Le Rourffchen Hosbuchhaudlung. I. Gottsleben's Buchdruckerei in Mainz.

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