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Der Israelit · 1871-02-15 · Heft 7 (15.2.1871) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
12 (1871)
Issue
Heft 7 (15.2.1871)
Date
1871-02-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XII. Jahrgang. JW 7. Der Israelit. Ein Henlrat -Grgan für das orthodoxe Kudenthum. ( Herausgegeben von ^Dr. Lehwann in Mainz. Mittwoch, den 15. Februar 5631 (1871). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 8 Thlr. pr. L. oder fl. 5. IS kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Me Buchhandlungen und Postämter nehme« Bestellungen an. Inserate 1»/r Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Lours. Direkte Francop»» sendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Anhalt: Leitender Artikel: Die Reformbeftrebungen in der israel. Gemeinde zu Wien. Zeitungsnachrichtenund Eorrefpondenzen: Deutschland: Aus Ostpreußen. Aus Westphalen. Altona. — O e st.- Ung. Monarchie: Wien. Wien. Wien. — Frankreich: Rouen. — England: London.— Rußland: Plazk. — Palästina. — Egypten: Kairo.— Australien: Sydney. Ballarat. — Feuilleton: Gabriel. Leitung-nachrichte« »nd-Mt*t«^^enzen: D eu tsch l and: Mainz. — Qest^-Una Monarchie: Wien. — Feuilleton: Ein geschichtlicher Rückblick auf die Juden in Elsaß und Lothringen. Anhalt der wissenschaftlichen Beilage: Literarisches. — lieber oie vermeintlich von den Amoraim mißverstandene ton*. — Anhalt der Ertra-Aeilaae r Für die Notblei^ im hl. L. — Für die Armen des hl.L. - Bau jüd. Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. — Für die nothleid. Glaubensgenossen in Straßburg.—Für verwundete und kranke israel. Soldaten kn Mainz. — Für den leidenden Rabb. Ratoneck. — Alliance Jsr. Univ. — Für den unglücklichen Füselier Rothgießer. — Für die Blumenthal'sche Stiftung in Jerusalem. — Kettender Artikel. Ale WeforrrtSestreLrrngen in der israel. Keweinde zu Wien. * n. .Mainz, 6. Februar. Wir haben in voriger 'Nummer über die beabsichtigte Cyltussreform 1« Wien berichtet. Von den 19 Herren l^aiev, welche über die seit Jahrtausenden in Israel recipirten, von den Männern der großen Synode (.-ldni.'i ddjd ’pjn), unter denen sich Propheten Gottes befanden, eingeführten Gebete zu Gericht saßen, konnten Manche nicht Worte genug finden«, um ihrem Abscheu gegen die „blutigen Thieropfer", gegen den „mit Blut bespritzten Altar" Ausdruck zu verleihen. Zur selben Zeih, da auf den Schlachtfeldern Frankreichs Ströipe kostbaren Menschenblutes fließen, da trotz.der hochgepriesenen ©)pu lisation unserer Tage Hunderttausende den Phantomen des Ehrgeizes, der Eroberungssucht, der nationalen Eitelkeit geopfert werden, sind diche Wiener Herrm so nervös, daß der Gedanke an blutige Thieropfer ihnen Nervenzuckungen verursacht! Die Herren wollen nicht mit einerLügt vor Gott treten. Die Praterstadt ist so schön, eS lebt sich dort so ftisch, frei und fröhlich, eS gibt dort so gut zu essen und zu trinken, so prachtvolle Theater, so vorzügliche Schauspieler, so köstliche Orchester — und die Herren in ihren Palästen an der wundervollen Ringstraße, im Besitze schöner Landhäuser in Baden oder Vöslau, in Hietzing oder Mödling sollten im Gebete verlangen, daß Gott sie znrückführe nach Jerusalem, sie persönlich (!), nach Jerusalem, wo es kein Burgtheater und kein Earktheater, kein Prater und kein Schönbrunn gibt, ja, wo jetzt ggßt Hungersnoth herrscht, bittere, bleiche noth, nach Jerusalem, wo nicht einmal eine — Phrsie exiftirt, wo das Steigen oder Fallen der Brvdpreise, nicht aber das Steigen oder Fallen der Credit-Actien für die Leute Jnteresie hat! Mon Dien, wie kann man „persönlich" nach Jerusalem zurückkehren wollen! — nein, die Herren wollen mit keiner Lü g e vor Gott treten.

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