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Der Israelit · 1871-02-01 · Heft 5 (1.2.1871) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
12 (1871)
Issue
Heft 5 (1.2.1871)
Date
1871-02-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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lichen gewußt, den Armen reichlich zu spenden. Nach ihrem Tode fand ich in ihrem Challa-Büchschen 8 FrS.; ein Zettelchen lag dabei, das anzeigte, daß dieses Geld für die Armen des heiligen Landes bestimmt se>- Stets war die edle Frau bemüht, für das echte, wahre Judenthum zu wirken; da sie in unserer heiligen Religion sehr erfahren war, so wußte sie in allen Fällen Rath zu crtheilen, der denn auch eifrig eingeholt wurde; sie war eine große Verehrerin des „Israelit"; nicht allein, daß sie auf diese Zeitschrift stets abonnirt war und sie allein bezahlte - sie machte auch stets alle Welt darauf aufmerksam und lieh die Blätter öfter aus, um den Inhalt derselben zu verbreiten. Die Gemeinde Jhringen hat viel an der Seligen verloren; doch ahmen ihre Kinder ihr nach und suchen den Verlust zu ersetzen. Morgens stand sie stets zwei Stunden früher auf, ehe man in die Synagoge ging, um täglich das Biötf D’Vnn zu beten. In der Synagoge war sie stets, Morgens und Abends, am Sabbat wie an Wochentagen die erste, so zwar, daß sie im Wortsinne die Synagoge aufschloß, zu der sie sich tagtäglich den Schlüssel holte. — Nach kurzer Krankheit entschlief sie np’ttfja und ihre reine Seele entfloh der irdischen Hülle *a^niD ttn\ra ^’ntfrDa. Nach langer Trennung ist sie nun wieder mit ihrem früh Heimgegangenen Gatten n"j? pnsp ntpo 'n im bessern Jenseits vereint, um dort den Lohn für ihr frommes Streben und Wirken auf Erden zu erhalten. Mögen reckt viele Frauen in Israel der Heimgegangenen nachahmen und wie sie auf Erden wandeln; dann wird gewiß ein Geschlecht erblühen, reich an Tugend und Gottesfurcht. Wenn dazu die vorstehenden Zeilen beitragen, so ist ihr Zweck erreicht. n"a"Sf"j"n. Jaques Meyer aus Sultz, Elsaß, Schwiegersohn der Frau Babette Meyer n"y. [Nekrolog.! lrfrff niDDnn nj’Niam nujipo^ i*npi ujiann vu meni nnnam nawaw. Eine Edle, eine Perle unter Euch, Ihr Töchter Israels, ist dahin geschieden, darum rufet die Klagefrauen und stimmet Klagelieder an, ob des herben Verlustes, der uns betroffen. Am 10. d. M. entschlief sanft zu einem besseren Leben die Ehegattin des Herrn I. P. Goldberg in SO Felsberg und wurde bin maaa am 13. d. M. puwy rnoip rt5w nivb zur Ruhe bestattet. Für die Hochachtung, welche die Verklärte überall genoß, zeugt die allgemeine , ungetheilte Theilnahme an dem so jähen Schick, alsschlage, der den tiefbetrübten Gatten, die trauernden Kinder betroffen. Die Gerichtsbehörden hatten auf einige Stunden ihre Sitzungen geschloffen, um es nicht zu versäumen , der von ihnen im Leben Hochgeschätzten die letzte Ehre zu erweisen. Eine unabsehbare Menge Leidtragender aller Stände folgte dem Zuge. Der ehrwürdige Herr Kreisrabbiner Wetzlar'"z zu Gudensberg hob in beredten, die Herzen tief ergreifenden Worten die hohen Tugenden dieser np"is , dieser gottesfürchtigen und biederen Frau hervor, welche die Verblichene in so reichem Maße zierten. Der hochwürdige Redner, selbst tief ergriffen, nannte sie tj ^>a cn mn, deren Mitgefühl für das Leiden Anderer unbegränzt, deren Hand dem Dürftigen immer geöffnet, deren Haus eine wahre Zufluchtsstätte aller Bedrängten war. Er sagte von ihr: n^a by rvby n*n voy nun man. Den Kranz ihrer seltenen Tugenden schmückte ganz besonders ihre so ungekünstelte und wohlthuende Gastfreundschaft, die sie Jedem, ohne Unterschied, angedeihcn ließ, der unter ihrem gastlichen Dache weilte. Wie war doch ihr Wohlthun so ganz anders, als das, was sich mit geschäftiger Eile an die Oeffentlichkeit drängt, um nur ja nicht übersehen zu werden! Ihrer Freuden größte war: die ungekannte Quelle der Freuden Anderer zu sein. Ihr ganzes Sein löste sich im Wohlthun und in der strengsten Pflichterfüllung einer echt jüdischen Ehefrau auf. Eine so ungeheuchelte Frömmigkeit und Gotter- Lebenheit finden wir nur wieder bei jenen Geistesheldinnen unseres Volkes, deren Namen uns die Geschichte aufbewahrte, und mit denen sie nun für immer vereinigt ist. Ihr großer roai stehe uns Allen bei. n"n"y"j"n. B. N. f&in junger Mann, 18 Jahre alt, der eine sehr schöne Handschrift schreibt, demnächst seine Lehrzeit in einem Kurz- und Strumpfwaarengeschäft beendet, sucht eine Stelle als Commis. Franco-Offerten sud N. 137 besorgt die Exp. d. Bl. Ma^e - Maschine mit allem Zubehör für Rthlr. 40 zu verkaufen und sofort lieferbar bei Moritx Weit /tin., Maschinengeschäft in Frankfurt a. M.

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