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Der Israelit · 1871-02-01 · Heft 5 (1.2.1871) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
12 (1871)
Issue
Heft 5 (1.2.1871)
Date
1871-02-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XII. Jahrgang. kr s. Der Israelit. Ein Hentrat - Hrgan für das orthodoxe Audenthum. Herausgegeben von »r. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 1. Februar 5631 (187 1). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens S Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. & oder fl. S. 1b kr. rh. Man adonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen BefMhtngm an. Inserate IV2 Sgr. die PetitzeUe oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut CourS. Direkte Francozusendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. E. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. In-att: Telegraphische Depesche. Leitende Artikel: Waffenstillstand. — Eine Blut-Beschuldigung in Jerusalem. — Zeitungsnachrichten und Eorrefponderrzeri:Deutschland: Mainz. München. Aus der bayrischen Pfalz Berlin. Leipzig. Borken. Halberstadi. Hamburg. — Oest.-Ung. Monarchie: Wien. Prag. Prag.. — Feuilleton: Gabriel. Anyatt der Mefkoger Leitender Arikel: Ltterarischer Bericht. Zeitungsnachrichten undCorresponbenzen: Deutschland: Mainz. Stuttgart.Breslau.— Oeft.-Ung Monarchie: Prag. Kaschau. Slatschub. — Holland: Haag. — England: London. — läftttta: Jerusalem. — Türkei: Konstantinopel. — Feuilleton: Der Ghetto zu Venedig. Anhalt der Hrtra-Aeilage: Nekrolog: München. Telegraphische Depesche. Amsterdam, 31. Januar. Herrn Rabbiner vr. Lehmann in Mainz. Soeben erhalten wir Bericht von Jerusalem, daß die Dürre anhält, die Heuschrecken noch nicht verschwunden, die Noth ein: unglaubliche Höhe erreicht hat und baldige und reichliche Hilfe sehr nvth thut; erbitten dieSwöchentliche Ausnahme. Aklba Lehren. Jettende Artikel. Waffenstillstand. Mainz, 31. Januar. In dem furchtbaren Kriege, welcher seit länger als einem halben Jahre die zwei größten und mächi tigsten der civilisirten Nationen zu einem Verzweiflungskampfe führte, der in Bezug auf die aufgebotenen Heeresmassen und die Furchtbarkeit der Waffen in der Geschichte seines Gleichen nicht hat, ist endlich eine Pause, ein Waffenstillstand eingetreten, woraus unter göttlichem Beistände der Friede sich entwickeln wird. Wenigstens brauchen für jetzt all die Angehörigen der i im Felde stehenden Kämpfer nicht für das Leben ihrer! Lieben zu fürchten, i i Das besiegte und bis zum Tode erschöpfte Frankj reich hat, nachdem eS für feine nationale Ehre die I größten Anstrengungen gemacht und den Widerstand ' bis aufs Aeußerfte getrieben, sich endlich in das ttn* i abweisbare gefügt und sich vor dem Sieger gebeugt. Diese Erschöpfung, sie wird, sie muß den Frieden, den hcißersehnten, herbeiführen. Allein dieser Friede, wird er etwas Anderes sein als ein auf wenige Jahre abgeschlossener Waffenstillstand? War noch jemals ein FriedenSschluß etwas Anderes? Steht nicht die bewaffnete Macht der Völker gerüstet da, bereit, in jedem Augenblicke darauf loSzuschlagm? Ist doch fik all die Millionen waffenfähiger Männer Europas die Friedenszeit kaum etwas Anderes als die Vorbereitung, Vorschule und Vorübung für den Krieg! Ist doch durch die allgemeine Wehrpflicht ein bellum omnium contra omnes, ein Krieg Aller gegen Alle, den nur die genseitige Furcht am Ausbruche hindert, als der normale Zustand der Menschheit dargestellt! „Friede!" Schönes, herrliches, beglückendes Wort! Allein die Segnung des wahrhaften Friedens, die wir erhoffen — wann werden sie der danach lechzen-

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