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Der Israelit · 1871-01-25 · Heft 4 (25.1.1871) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
12 (1871)
Issue
Heft 4 (25.1.1871)
Date
1871-01-25
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit. Ein Kentral - Grgan für das orthodore Iudenthum. Herausgegeben von Dr. Lehrnaun in Mainz. Mittwoch, den 2 5. Januar 5631 (1871). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens - Bogen. Preis deS Jahrgangs 3 Thlk. pr. E. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirl ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate Vfa Sgr. die Petitzeile oder derm Raum. Oesterreichische Bantnotm laut Cours. Directe Franco-u» sendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. <£. oder 6 fl. ofierr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt r Leitende Artikel: Die großen Grundsätze des Judenthums. Zeitungsnachrtckten und Eorrespondenzen rDeutfchland: München. München. Nürnberg. Dinkelsbühl. Hamburg. Hamburg. — Oest.-Ung. Monarchie: Prag. Agram. Italien: Rom. — Frankreich: Paris. — Donaufürstenth.: Bukarest. — Amerika: New-Aork. — Australien: Adelaide. Ballarat. — Feuilleton: Gabriel. Inhalt der Meilage z) Zeitung-nachrlchten und Cvrrespondenzen: Deutschland: Berlin. Berlin. Schwerin. Hamburg. Filehne. — Oest.- Ung. Monarchie: Wien. — Feuilleton: Militärische Briefe von einem jüd. Freiwilligen. Inhalt der Hrtra-Zieilage: Für die Nothleid. im hl. L. — Für die Armen des hl. L. — Bau jüd. Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. — Zur Unterst, der nothleid. Glaubensgenossen in West-Rußl. — Für die nothleid. Glaubensgenossen in Straßburg. — Für verschiedene Wohlthätigkeitszwecke. — Für den unglücklichen Füselier Rothgießer. — Kettender Artikel. Me großen Krrnrdsähe des Irrdenthmns. in.*) Der dritte der großen Grundsätze des JudenthumS ist der, daß die Thora, wie wir ste besitzen, die mündliche wie die schriftliche Lehre, aus der Offenbarung Gottes hervorgegangen, daß ihre Vorschriften, *) Fortsetzung und Schluß. Gesetze und Befehle, Gebote und Verbote göttlichen Ursprungs und nicht Menschensatzung sind. Die Religion Israels unterscheidet sich wesentlich von den andern Religionen dadurch, baß ste eine Religion der That ist, es soll gethan werden. Während die Lehre von dem Dasein Gottes und die von der göttlichen Fürsehung in Bezug auf Belohnung und Bestrafung auch von andern Religionen gelehrt werden, während selbst viele philosophische Systeme mit den beiden erstgenannten Grundsätzen sich in Uebereinstimmung finden, schreibt die von Gott stammende Thora Thaten vor, die vielfach den Bekennern anderer Religionen unbegreiflich sind und die unser Verstand nicht immer zu erklären und zu begründen vermag. Das eigentliche Kriterium des dritten großes Grundsatzes ist demnach die religiöse That und zwar gerade diejenige, deren Begründung und Klarlegung nicht möglich ist. So Jemand in feiner Kleidung die Mischung von Wolle und Leinen (Schaatneö) meidet, wiewohl er keinen stichhaltigen, menschlich-verständigen Grund dafür angeben kann, so Jemand trotz persönlicher Neigung und günstiger Berhältniste die Wittwe seines mit Hinterlassung von Nachkommenschaft verstorbenen Bruders nicht heirathet, wenn Jemand nicht nur den Genuß von Hundm, Katzen und Ratten, sondern auch den von Schweinen, Hasen und Austern unterläßt, wenn er am Sabbat- Tage sich hütet von Reschuth zu Reschuth oder in Reschuth Harabbim einen Brief, einen Ring rc. zu tragen, wenn Jemand die Tephilin in vorgeschriebener Weise anlegt, dafür Sorge trägt, am Neujahrsfeste die Schofartöne zu hören, am Hüttenfeste in der Laubhütte zu wohnen und das Lulab zu nehmen, am

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