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Der Israelit · 1871-01-04 · Heft 1 (4.1.1871) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
12 (1871)
Issue
Heft 1 (4.1.1871)
Date
1871-01-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XII Jahrgang. M 1 Der Israelit. Ein Hentral - Organ für das orthodore Iudmthum. Herausgegebm von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 4. Januar 5631 (1871). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs S Thlr. pr. E. »der st. 5. IS kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Me Buchhandlungen und Postämter nehmen Be, stellimgen an. Inserate l*/2 Sgr. die Petitzetle oder deren Raum. Oesterreichische Banknotm laut Cours. Direkte Francozusendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. E. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Anhatt: Lettende Artikel: Rückblick. — Einiges über die Juden und die jüdischen Gemeinden der Provinz Hannover. -- AettungSnachrickten und Correspondenzen: Deutschland: Fürth. — Oest.-Ung. Monarchie: Wien. Wien. Pesth. — Holland: Amsterdam. — Palästina: Jerusalem. — Amerika: San Francisco. — Feuilleton: Gabriel. Anhatt der Neikage: ZritrmgSnachrichten «ndCorrestrondeuzen: Deutsch! and: Mainz. Mainz. Kaiserslautern. Berlin. Berlin. Berlin. Cassel. Hamburg. Altona. Leipzig. — Oest.-U ng. Monarchie: Pesth. Pesth. Pesth. Lemberg. Lemberg. Aus Tapio-Selle. — Italien: Florenz. — Frankreich. — Rußland: Warschau. — Asien: Jaffa. Nablus. Safet. — Afrika: Alexandrien. Capstadt. — Amerika: Baltimore. Cincinati. Donaldsville. — Feuilleton: Eine Scene aus der Schlacht bei Gravelotte. Leitende Artikel. Aückbkick. Mainz, 26. December 1870. Wenn wir den vor uns liegenden, nunmehr vollendeten Jahrgang überblicken, sa ist zwischen der ersten HLlste und der zweiten ein gar gewaltiger Unterschied. Die erste HLlste des Jahres verlies so ruhig, so sriedlich, und in der zweiten da tönt das wilde Kriegsgetümwel bis in die Spalten unserer den Politischen Ereignissen sonst sernabliegenden Zeitschrift. Wir müssen daher bei unserm Rückblicke diese beiden Jahreshälften streng von einander scheiden. Auf allgemein - politisch - socialem Gebiete hat sich für uns Juden sehr wenig ereignet. Judenverfolgungen in Rumänien, Hungersnoth in Palästina, Auswanderung der Juden aus den Hungerdistricten Rußlands — bei allen diesen Fährlichkeiten hat sich stets der Gemeinsinn der Israeliten auf's Glänzendste bewährt. Nach Rumänien werden die vereinigten Staaten von Nordamerika einen Juden als Vertreter senden in der ausgesprochenen Absicht, seinen Glaubensgenossen jeden möglichen Schutz angedeihen zu lassen. Das größte Ereigniß auf religiösem Gebiet war die einmüthige Erhebung der orthodoxen Rabbinen gegen die Schandthat in Eisenach und eine Erklärung derselben, welche die Wiederkehr solcher traurigen Ereignisse i"D3 verhindern wird. Die projectirte Synode der Reformrabbiaen Deutschlands hat nicht stattgefunden; da sie der vollständigsten Theilnahmlostgkeit begegnete, so kam der Krieg den Entrepreneuren gerade zur rechten Zeit. Dagegen haben in Amerika derartige Conferenzen und Synoden stattgefunden; sie haben nicht wenig dazu beigetragen, die sogenannte Reform unsterblich lächerlich zu machen. In der zweiten Hälfte des JahreS concentrirte sich alles Jntereffe auf den Krieg, der nunmehr schon seit sechs Monaten in traurigster Weise wüthet. Er hat insofern ein speciell jüdisches Jntereffe, als dadurch so Manches in'S Gedächtniß gerufen wurde, was uns Juden in Deutschland noch fehlt. Im Principe fteilich ist es unsere Pflicht, die volle Gleichstellung zu erringen;in der Praxis können wir, bis auf Weniges, im deutschen Vaterlande unS

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