Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 11 (1870)
- Issue
- Heft 52 (28.12.1870)
- Date
- 1870-12-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Ein er Israelit Gentral-Hrgan für das orthodore Kudenthum. Herausgegebm von Dr. Lehrrrann in Mainz. Mittwoch, den 2 8. December 5631 (187 0). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens % Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. E. oder st. 5. 1b kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Be« stellungen an. Inserate l*/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozu« sendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Da mit dem 1.Janaar1871 ei« «eueS Quartal beginnt, so rrlanbe« wir n«S, die geehrte« Abonnenten darauf anstnerrsam z« machen, daß namentlich bei der Post daS Abonnemeat frühzeitig ernenert werden «nß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. Inhalt: Leitende Artikel: Noch einmal über den Mangel an jüdischen Feldgeistlichen. — Literarischer Bericht. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. München. Berlin. — Oest.-Ung. Monarchie: Wien. Wien. Wien. Prag. Prag. Pesth. Ofen. — Holland: Amsterdam. — Rußland: Plunsk. — Feuilleton: Säen und Ernten. Lei tage r bdndenzen: Deutschland: /— Oest.-U ng. fDlonavs Horf. 9T KnhMM Zeitungsnachrichten und Eon Berlm. Posen. Frankfurt aA chie: Wien. Brody. — Amerika: New-Yort New-York. Cincinnati — Feuilleton : Säen und Ernten. Inhalt der Hrtra-Neilage r Mainz. Leitende Artikel. Hloch einmal üöer dM Mangel an jüdischm IelHiMche«. ^Mainz, 20. December. Es geschieht fast wider unfern Willen, daß wir in Bezug auf obiges The«t noch einmal das Wort ergreifen müssen; wir saWr: müssen, denn wir werden dazu durch zahlreichtzLrschriften vieler unserer Brüder im Felde gedrängt, 'fnfje diese tapferen Soldaten, die noch außerdem stets im Namen der mit ihnen in derselben Division dienenden Glaubensbrüder schreiben. führen die bitterste Klage über den in der Ueberschrift erwähnten Mangel. Wir wollen hier eine Stelle aus einem uns zu gekommen en, derartigen Briese folgen lassen. „Warum," schreibt unL ein jüdischer Unteroffizier aus La Celle St. Cloud unterm 11. December, „warum sollen nicht auch wir unsere Seelsorger und unseren regelmäßigen MliiWiLst habW DMu'MisE christlichen Waffengesährten? - Wenn religiös genug ist um zu beten, dieohne öffentliches Gottesdienst thut, so ist es uns doch nicht aleichgiltig, wenn wir Woche für Wöche unsere Aaweraden zur Kirche wandeln sehen, während wir zur Bewachung des Cantonnements Zurückbleiben müsten. Warum geschieht Nichts in dieser Beziehung? Wir sind fest überzeugt , daß wenn hierin irgend welche Abhilfe diese- Zustandes „durchgreifend" bei der Regierung beantragt wäre, unsere Wünsche auch schon längst erfüllt sein würden. Wenn ich sage: „durchgreifend", so meine ich damit nicht diejenige Lauheit, mit der dies neulich geschehen. Schon vor über 2 Monaten ist von Sr. Majestät dem Könige den Herren vvr. Lewin und Guttmann die Genehmigung zur Ausübung der Functionen als israel. Feldprediger ertheitt worden und noch immer hören wir Nichs von ihnen. In welcher Weise können ättäj nur zwei Herren für die in allen Corps der deutschen Armeen zerstreuten Brüderwirken? Es verdient diese Nachlässigkeit eine Rüge, die in der That von uns Allen und selbst von evangel. Feldpredigern oftmals lebhaft ausgesprochen wird^ So sagte mir neulich ein evangel. Feldprediger, daß er nicht begreifen könne, wie unsere Rabbineu