Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 11 (1870)
- Issue
- Heft 51 (21.12.1870)
- Date
- 1870-12-21
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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XI Jahrgang. Wissenschaftliche Gelinge;u Ar. 51 des Äsraelit. Zur ssebräifchm Sprachforjchung. Von M. I. Cohn, Stifsrabbiner. (Schluß.) nay zurückhalten, ia scheint mit *io , ">? in Verbindung zu stehen und aussondern, ausschicken zu bedeuten. Daher pro -ps (Spr. Sal.) Bote und 'ia, welches nach unseren Weisen äüun fpitf -rbr« fpprpyyc von Harz, das also der'Baum aussondert, bedeutet. Daher wohl auch mB' wtod nsn (Jes.) der Zweig oder die Pflanzung, wieso diese sich vom Stamm aussondert und ausbreitet, ähnlich dem PMv O-iis (Hohes Lied), deine Pflanzen, dein Geäste, von rY?ff, ausschicken. Daher nsa und -,sp das Weiterbefördern dieser Pflanzen und Aussonderungen. Hingegen "iay zurückhalten, wie dieses von unfern Weisen in 'p!?K 'n1? msy genommen wird, msyn n« u. s. w. (Indessen dürfte auf -uta und isp auch in diesem Sinne heimbringen zu nehmen sein.) “ipy ausreißen, entwurzeln, ip quellen, “i’a (Jerem.) hat den Grundbegriff unerwartet, plötzlich hervortreten, daher "p“D *pp (2. B. M.) der dir unerwartet auf dem Wege entgegentrat, nb'b .iipv (5. B. M. 23.), Deshalb -ip' etwas Unerwartetes, also Seltenes 'ui npin (Spr. Sal.) Halte dich selten u. s. w. Auch pp der hervorbrechende Lichtstrahl (woher wohl auch ->p2 der Morgen) und auch das Horn, ipff lüen, insofern es nicht aus vorhergegangenen Thatsachen ervorgegangen, also sich unerwartet und unberechtigt hervordrängt (vielleicht auch hiervon daS chald. npr springen). *ipn aus die Quelle zurückgehen, erforschen. Hingegen “ipy der Quelle, der Wurzel entziehen, ausreißen. Dipy krümmen. Dip aufrechtstehend, mb« nop dagegen krümmen. Ebenso ffpy verdrehen und entf. krümmen, vp hart, unbiegsam tniy n^p, dagegen ffpy durch Macht beugen. — my1 angenehm, verbürgen, mischen. 21 zanken, streiten. Daher mn a*w NiV fnü, lauter Begriffe des feindseligen Streb'ens und 'Zerstörens. Hingegenany angenehm und lieblich, daher auch mischen, freundlich in einander übergehen und durch Bürgschaft den Streit schlichten oder ihm Vorbeugen, py fürchten, bangen, p streben, laufen, ebenso mn wollen, daher (wiii) pn und ps eindringen, hingegen py zurückschrecken. pwy unterdrücken, vorenthalten, pw (ppff und npttf) schmachten, dürsten, tränken, bewässern, daher pvm Lust und pm küssen und auch versorgen. Hingegen pwy die sehnlichst erwartete Befriedigung unterdrücken, vorenthatten 'w pmyn «P. myy zerfließen, zerrinnen. VV Marmor und Leinen (wegen der weißen Farbe oder etwa des Dauerhaften), iffiPD, VM antasten, ->§y ivu die Erdscholle, scheint die Substanz, die Masse zu bedeuten, wie das talmud. ipdd. Hingegen ißwy die Masse aufiösen, zerfließen. Somit wären die meisten Verba, deren bysn 'd das 'y ist, nach dieser Regel angeführt. Wie bei asy ist auch bei nay nur eine Ausführung des Grundbegriffes na außen oder wie es Weffeli und Pappenheim schon nehmen, hervortreten. nay vorübergehen, hervortreten, und austreten (des Wassers) nayi epo (Jes. 8). Daher auch nay zürnen, aus sich heraustreten, entrüstet werten und auch may Sünde, weil nach jüdischem Begriff eine jede Sünde nur ein unmäßiges und übermäßiges Heraustreten einer Kraft, eines Wollens und Strebend; denn in dem Seelenleben gibt es nichts absolut schlechtes. Run haben wir noch ein Wort uay, vermodern, verfaulen, welches ebenfalls nur ein Ausbauen des Grundbegriffes W2 m:i ist. ES verdient hiebei eine Wahrnehmung erwähnt zu werden, daß nämlich hierbei (wie es fast bei nay und aay der Fall zu sein scheint) in die mit den andern Buchstaben außer dem mit y beginnenden Worte eine solche Umwandlung des Grundbegriffs in dem Gegensatz obzuwalten scheint.*) (Daa) W22 treten, unterdrücken, kann zunächst dem Begriff des Unterdrückend der Fäulniß durch Treten (pm myn pjno) oder durch Netzen und Beitzen (mp-p w2iD) zu Grunde liegen; ebenso wan die Wunde durch Verband und Oel vor Fäulniß zu schützen. ipnb die Schaam durch Kleider bedecken. Ich empfehle diese Wahrnehmungen der maßgebenden Beurteilung. Weder die Wornahrne der Aejchneidung. Von Joseph Stern in München. In Nr. 34 und 35 dieses Blattes wurde die Vornahme der Beschneidung von dem Rabbiner Hrn. Dr. Hildesheimer ausführlich erörtert und namentlich der in manchen Gegenden verbreitete Fehler, die mvy nicht gänzlich bloß zu legen, eingehend besprochen. ,2p 73ä 73t dürfte das Eindringen zu Grunde liegen.