Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 11 (1870)
- Issue
- Heft 50 (14.12.1870)
- Date
- 1870-12-14
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XI. Jahrgang. j\§ so. mm Der Israelit. Ein Gentrat - Grgan für das orthodore Iudenthum. Herausgegeben von »17. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 14. December 5631 (187 0). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. ober fl. 5. 15 kr. rh.. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Be« stellungm an. Inserate IV2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Francozusendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. E. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt: Leitende Artikel: Zum 12. Jahrgang. — Gott in der Geschichte. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Bruchsal. Berlin. Stettin. — Holland: Amsterdam. — Oest.-Ung. Monarchie: Wien. — Italien: Rom. — § rankreich: Paris. Verdun. — England: London, eeds. — Rußland: Polotzk. — Feuilleton: Säen und Ernten, s Inhalt der erste« Notlager Leitender Artkel: Die Israel. Lehrer-Bildungs anstatt in Wurzburg. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Fürth. Rodenberg. — Oest.-Ung. Monarchre: Wien. — Frankreich: VitryleFrancois. — Amerika: New-Aork. — Feuilleton: Säen und Ernten. — Kriegsbilder. — Inhalt der zweiten Meilage: Zeitungsnachrichten und Cvrrespondenzen: Deuts chland: «Berlin. Hamburg. Hamburg. Feuilleton: Ludwig Pietsch. bettende Artikel. A«m 12. Jahrgang. Es ist ein heißinniges Dankgefühl gegen Gott, den Allgütigen, das uns jedesmal beseelt, wenn wir, unS zum neuen Jahrgänge vorbereitend, an unsere geehrten Leser das Wort richten. Bis hieher hat uns Gott geholfen; möge Sein heiliger Beistand auch ferner uns fördern und schützen. Der große gewaltige Dleg, der zwei mächtige Völker zum erbitterten Kampfe gegeneinander führte, bedrohte uns und unsere Zeitschrift zunächst. Hier an den Ufern des Rheins, wohin Deutschland seine waffenfähigen Söhne sandte, um „treu und fest die Wacht" zu halten, hier in der mächtigsten Feste des Vaterlands wären wir zuerst allen Schrecken des Krieges ausgesetzt gewesen, wenn nicht der allbarmherzige Gott schirmend Seine Hand über uns gehalten. Er verlieh dem geliebten Vaterlande den Sieg, und das Land des übermüthigen Nachbars ward der Schauplatz der Gräuel des Krieges. So kortn(W wir unbehindert von hier ans unsere Zeitschrift HD. wie vor redigiren und versenden, und wenn auch die allgemeine Hemmung des Verkehrs, die Einstellung der Eisenbahnfahrten, die heute noch theilweise anhält, der Pünktlichkeit des Erscheinens Eintrag that und thut, so durften und dürfen wir andrerseits doch auf die gütige Nachsicht unserer Leser zählen.*) Mit großer Befriedigung haben wir die Beobachtung gemacht, daß der „Israelit" durch den Krieg keine Einbuße erlitten; eS hat sich vielmehr die Zahl unserer Abonnenten, wie bisher noch immer, auch in der jüngstverflossenen Zeit stetig vermehrt. Dagegen scheuen wir auch kein Opfer, um unserer Zeitschrift die Vollendung zu geben, die sie mit Recht zu der verbreitesten und beliebtesten unter allen jüdischen Blättern macht. Wenn die Erhaltung und Förderung des echtjüdischen, religiösen Gefühls uns auch im Vordergründe steht, so suchen wir dock auch jedes andere, berech- *) Mittheilungen bon verschiedenen Seiten lassen uns vermuthen, daß das für den Postbezirk Nürnberg bestimmte, die Nr. 47 enthaltende Paquet, aus der Post ist verloren worden. Wir bitten daher die geehrten Abonnenten die etwa fehlenden Nummern 47 bei der Post zu reclamiren.?!