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Der Israelit · 1870-11-16 · Heft 46 (16.11.1870) · page 20

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 46 (16.11.1870)
Date
1870-11-16
Page
– (sequence 20)
Language
German
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860 ständigen Textes von nwo bis rrt>se”i zum Schulgebrauch. Die zwei ersten Kapitel, deren Kenntniß von dieser Klasse vorausgesetzt wird, sind hier als Leselehre in aro gesetzt. — Die Übersetzung im Folgenden ist ebenfalls nach der Linien-Methode gegeben. Die Behandlung jener Stellen, jUM“nnD töi j’tnpjn scheint eine richtige zu sein. — Von m» *n 's angesangen werden die Kinder in das Gebiet der ru’JJ successive eingesührt. Endlich ist ein für diese Klasse berechneter grammatischer Anhang beigegeben. Hier findet der Lehrer Gelegenheit und Stoff, um Aufgaben zu ertheilen. Eine kurze Anleitung hiezu ist am Ende des Buches gegeben. Der Auszug aus '"ttn dürfte jenen Schulen, an welchen dieser Commentar unterrichtet wird, sehr willkommen sein; diese dürften auch den spärlich eingegestreueten "naa nicht überflüssig finden. Besonders bietet der -n*a S. 89 wenigstens dem fleißigen und ehrlichen Lehrer Stoff zu einem Stück Religionslehre. — Das n»Br&ra "isd ganz vollständig zu geben, war der hohen Kosten halber nicht möglich. Die Bearbeitung des Textes von r6en bis Ende nn» ist für die nächste Klasse berechnet und wird in einigen Monaten n",Hn die Presse verlassen. — 4. Hebräisch, deutsche Vorlegeblätter. Einrichtung und Ordnung fallen sogleich in die Augen; wenn ich mit dieser Arbeit vielleicht nichts erzielt habe, als daß ich die Schriftzüge unserer Altvordern der Vergessenheit entriffen habe, so rufe ich ganz befriedigend aus D'D'yju »b ftsj ^an d"r>. So weit der Verfasser. Wir haben dem Gesagten noch hinzuzufügen, daß die typische Ausstattung eine vorzügliche ist; eö wäre aber zu wünschen, daß dem Anfänger in der Leselehre nicht sogleich eine Menge Buchstaben, wie eS hier geschieht vorgeführt würden; die Buchstaben hätten einzeln vorgeführt werden sollen, so z. B. zuerst nicht gleich alle Lippenlaute in der Ueberschrift, sondern erst das i allein, dann eine neue Reihe, welche die Üeberschrift 2 hat u. s. w. Trotzdem wird das Buch aber in der Hand eines tüchtigen Lehrers gute Dienste leisten, und wird der beregte Fehler in einer zweiten Ausgabe leicht zu beseitigen sein. Der schöne Druck und der billige Preis werden diesen Lehrmitteln leicht Eingang in die Volksschulen verschaffen. Die einzelnen Werke bis auf die Vorlegeblätter sind im k. k. Schulbücherverlage zu Wien 1869 und?0 erschienen. „Deutsches Lesebuch für Oberklassen israel. Volksschulen. Herausg. von G. Jacob, Lehrer in Sohrau. Erste Abtheilung. 1870. Schulbuchhandlung in Schleswig." 8». 124 S. So lange wir noch kein interkonfessionelles Lesebuch besitzen, so lange sind confessionelle Lesebücher ein nothwendiges Nebel. Es gibt nicht ein einziges Lesebuch , von Christen geschrieben, das man einem jüd. Schüler in die Hände geben könnte, ohne daß man aus rein specifisch christl. Lesestücke stieße, die man natürlicherweise in einer jüd. Schule übergehen muß. Ein solches Censurüben ist für den Lehrer keine angenehme Beschäftigung, und darum begrüßen wir eS mit Freuden, wenn sich jüd. Lehrer die Aufgabe stellen , für ihre Schüler ein Lesebuch zusammenzustellen, das ihnen ohne Weiteres in die Hand gegeben werden kann. Die Zusammenstellung der Lesestücke im vorliegenden Buche ist eine recht gute: unsere deutschen Classiker sind, soweit es dem Bildungsgrade der Schüler entspricht, für welche dasselbe geschrieben ist, gut verwerthet. Am meisten fteuen wir uns darüber, daß Sachs' echtpoetische Bearbeitungen midraschiscker Erzählungen und Gedanken so vielfach ausgenützt sind und durch dieses Buch Eingang in die Schulen und somit in die Herzen der Kinder finden werden. Wir hoffen, daß die zweite Abtheilung dieses Buches, welches nach einer Bemerkung des Herausgebers unter der Presse ist, ein reiches Material aus der jüdischen Geschichte, was wir leider in dieser Abtheilung bis auf einen Aufsatz über „Jüdische Erziehung im Mittelalter" gänzlich vermissen, bringen wird. Als Mangel müssen wir jedoch ansehen, daß die Namen der Verf. der verschiedenen Stücke nur im JnhaltSverzeichniß, nicht bei den betreffenden Lesestücken selbst angegeben sind; es ist nicht zu erwarten, daß der Schüler bei jedem Lesestück das JnhaltSverzeichniß aufschlägt, um den Namen deS Verfassers kennen zu lernen. Zweitens müssen wir noch bemerken, daß der Druck nicht den Anforderungen eines Schulbuches entspricht: kleine Schrift und noch vielweniger Perlschrift ist dem jugendlichen Auge angemessen; wir wollen hoffen, daß die zweite Abtheilung, wie eine etwaige zweite Auflage der ersten Abtheilnng besser gedruckt sein wird. Berichtigung. In dem „Päd. Beil. Nr. 2" Lazar Geiger gewidmeten Nekrolog wird der Vater des Verstorbenen irLthümlick der Verf. des nvbv r6np genannt, es muß statt dessen rfrnp gelesen werden. Zur Notiz. Correfpondenzen und Aufätze für die„Pädag. Beilage" wolle man gef. an die Adresse des Herrn Dr. A. Sulzbach in Frankurt a. M. richten. Briefkasten der Redaction. Herrn R.-C. S. in Frankfurt a. M.: Ist zurückgelegt. Verantwortlicher Redacteur: vr. Lehmann. — Verlag der Le Roux'schen Hofbuchhandlung. — Dampf-Schnellprefsendruck von I. Gottsleben in Mainz.

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