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Der Israelit · 1870-11-02 · Heft 44 (2.11.1870) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 44 (2.11.1870)
Date
1870-11-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XI. Jahrgang. M 44. \ Israelit. Ein Kenlrat - Grgan für das orthodore Iudentßum. Herausgegeben von I>r. Lehman» in Mainz. Mittwoch, den 2. November 5 6 31 (187 0). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 1b kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Be. stellungen an. Inserate Vfo Sgr. die Petitzeile oder derm Raum. O österreichische Banknoten laut Cours. Direkte Francozusendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. E. oder 6 fl. österr. an die Expedition ftanco einzusenden. Inhalt: Leitender Artikel: Eine Anregung zur Wiedererweckung der Heiligung des Sabbats in Berlin. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen:Deutschland: Aus dem Odenwalde. Nieder-Roden. Vom Neckar. Berlin. Stettin. Wiesbaden. Wiesbaden. Aus der Rheinpro- ' vinz. Posen. — Oesterr.-Ung..Monarchie: Prag. Serbien: Belgrad. — Feuilleton: Säen und Ernten. Inhalt der Meikage r Leitender Artikel: Briefe und Nachrichten vom Kriegsschauplätze. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Hannover. Königsberg. Hamburg. — Oesterr.- Ungar. Monarchie: Wien.Wien. Italien. — England: London. — Palästina: Aus Jerusalem. Jerusalem. — Asien: Tiflis. — Amerika: New-Dork. New- York. Lima Montgomerie. — Leitender Artikel. Eine Anregung zur Wiedererweckung der KeMgung des Saööats in Merlin. Berlin, 26. October. In dem vierten der zehn Gebote ist für den 7. Tag der Woche die vollständigste Unterlassung einer jeglichen Arbeit geboten; es ist dieser nicht ein Tag, der das Zeichen des Müßigganges an seiner Stirne trägt, sondern ein Tag der Ruhe, die nach sechs Arbeitstagen ein Labsal für den angestrengten Körper ist; an ihm können wir für die Bedürfnisse unsere unsterblichen Seele Sorge tragen, wofür in ,den Arbeitstagen weniger Gelegenheit sich darbietet. Die Beteiligung am allgemeinen Gottesdienst, Gebei. undMßhören des Wortes Gottes, sind Heilsrnittel, und Heiligung bewirken und die e^slstFuDM?» der Humanität erzeugen, welche dem Knecht uni der Magd, und sogar dem armen Vieh zu Gute kommen. Unauflöslich ist dieses Gottes - Gebot, denn die heil. Schrift sagt im 2. Buch Mosts, Cap. 31, V. 16 u. 17: „Und es sollen beobachten die Kinder Israel den Sabbat, den Sabbat zu hallen -ei ihren Geschlechtern als ewigen Bund."— ^Zwischenmir und den Kindern Israel sei er ein Zeichen für ewig, daß der Ewige in sechs Tagen gemacht den Himmel und die Erde, und am siebenten Tage aufgehört und gefeiert hat." Wenn wir nur einen christl. Gewährsmann über die Wichtigkeit der Sabbat-Feier ansühren wollen, so ist es der Gründer der evangelischen Kirche, Or. Martin Luther. Derselbe sagt in seinen Werken Theil HI., Seite 643: „Wiewohl der Sabbat bei den Christen aufgehoben ist (d. h. am Sonnabend zu feiern, denn in den ersten Jahrhunderten wurde er gemeinschaftlich gefeiert vid doll. Meyer deTemp. sacr. 2, 9 et 10, §. 11) so ist es doch von Nöthen, daß man einm sonderlichen Tag in der Woche halte; auch fordert eS die Natur, daß man in der Woche einen Tag stille halte, und enthalte von der Arbeit beide, Menschen und Vieh. Wer aber ein nöthig Gebet will aus dem Sabbat machen (d. h ihn seinem göttlichen Ursprünge nach betrachten), der muß dm Sonnabend haltm und

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