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Der Israelit · 1870-09-21 · Heft 38 (21.9.1870) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 38 (21.9.1870)
Date
1870-09-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XL Jahrgang. M S8. Der ZsraeM Ein Gentrat - Grgan für das orlhodore Iudenthum. Herausgegeben von Vv Lehman« in Mainz. Mittwoch, den 21. September 5630 (1870). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. <5. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nchmm Be. stellungen an. Inserate Vfo Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Francvzusendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Da mit de« 1. Octobrr ein neues Quartal beginnt, fo erlauben vir uns, die geehrten «bounenteu darauf anfmerksam zn mache«, daß namentlich bei der Post das «bonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. Knhatt r Leitende Artikel: Die großen Ereignisse der jüngsten Vergangenheit. — Briefe und Nachrichten vom Kriegsschauplätze. — Zeirungsnachrichten und Cvrrespvndenze»: Deutschland: Mainz- Worms. Berlin. Meckenheim. — Schweiz: Neuenvurg. — England: Birmingham- — Amerika: New-Aork. — Feuilleton: Säen und Ernten. Inhalt der ersten ZSetlage r LMender Artikel: Der Ewige ist König. — Briefe und Nachrichten vom Kriegsschauplätze. —- Zeitungsnachrichten «ad <5 orrespondenzen: D eu tsch l and: Berlin. Aus Westpreußen. Halberstaot. — Frankreich: fSaris. Chalons. — Beigen: Brüssel. — England: ondon. — Amerika: San Franzisko. — Feuilleton: Die Schlacht bei Cassel. Inhalt der zweiten ZSeilage: Leitender Artikel: Die Akedah. Zeitungsnachrichten und Correlpondenze« Deutschland: Hannover. — Frankreich: Paris. — Elsaß:Zabern. Amerika:New-Äork-Baltimore. — Nachschrift: Mainz. Feuilleton: oiici ro*)3 03ic Mt tfn hx>. Leitende Artikel. Die großen Ereignisse der jüngsten Mer gangmheit. Mainz, 11. September. Wahrend die Schofartöne alltäglich zweimal unser Ohr berühren, um uns aus dem Schlummer der Alltäglichkeit zu erwecken, sind es in diesem Jahre gewaltige Ereignisse von großer geschichtlicher Tragweite, die unsere Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen, die uns die Vergänglichkeit irdischer Größe und irdischen Glückes vor Augen führen, um in ergreifendster Weise unsere Blicke aus das Ewige, Unvergängliche zu lenken. Der Mann, dessen Lebenslauf mit der bunten Fülle und Mannigfaltigkeit eines orientalischen Mährchens wetteifert, ist von der Höhe seiner Macht herabgestürzt, seines Thrones entsetzt, in die Gewalt seiner Feinde gefallen. Die groß« Armee, vor der die Welt erzitterte, die in vier Erdtheilen gewaltige Siege errungen, die in der Krim, in Italien, in Indien, in Mexico, in Algerien den altbewährten Ruhm der französischen Waffen zum höchsten Glanze entwickelt hatte, ist in zehn blutigen Schlachten geschlagen, eingesperrt, gefangen, und die Sieger von Magenta und Solferino, von Sebastopol und Puebla müssen in deutschen Festungen Schanzarbeit verrichten! Was ist fürderhin noch menschliche Größe und Macht, menschlicher Ruhm und Stolz? Und das erkennt auch der ruhmreiche Sieger, Preußens mächtiger König an, indem er Gott allein die Ehre und die Macht zuerkennt und in seinen ergreifenden Zuschriften an die Königin sich beugt vor dem Allgewaltigen, Ewigen, Unendlichen. Und wir Israeliten, die Gott ersehen zu Trägern Seines heiligen Namens — wir sollten nicht folgen dem Beispiele eines mit unvergleichlichem Siegesruhme bedeckten Heldenkönigs, sollten, auf unfern geringen Besitz schauend, sprechen: „Meine Kraft und meiner Hände Macht hat mir ein Vermögen geschaffen!" Wahrlich, die bescheidene Anerkennung der Allmacht des Höchsten bringt dem Könige Wilhelm mehr Ruhm als die 10 gewaltigen Schlachten, in welchen seine Armeen sich die blutigen Lorbeeren erworben. Ja, blutige Lorbeeren! So sehr wir als Deutsche uns der Erhebung und der Siege des Vaterlandes

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