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Der Israelit · 1870-08-24 · Heft 34 (24.8.1870) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 34 (24.8.1870)
Date
1870-08-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit. XX Jahrgang. Ein Kentrat - Grgan für das orlhodore Iudenthum. Herausgegebm von Dr. Lehman» in Mainz. Mittwoch, den 24. August 5630 (1870). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs S Thlr. pr. C. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate l'/s Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Francozusendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Spedition franco einzusenden. Inhalt: Leitende Artikel: Die jüdisch-religiösen Zustände in der bayrischen Pfalz. — Ueber die Vornahme der Befchneidung. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Hürden. Wiesbaden. — Oesterr.-Ung. Monarchie: Lemberg. — Amerika: New-Bork. - Feuilleton: Säen und Ernten. Inhalt der Freilager Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Aus oem Odenwalde. München. Aus Schwaben. Berlin. Hannover. Posen. Aus Weftphalen. Wiesbaden. — Oest.- Ungar. Monarchie: Tarnow. — Frankreich: Paris — Holland: Amsterdam. — England: London. Birmingham. — Amerika: New -Aork. Cleveland. — Inhalt der Wissenschaftliche« Freilager Literarisches. — Kritik einer Kntik. — Das zweiversige heilige Buch. — Leitende -.M-t t i k el. Are jüdisch-religiösen Anstände in der Hayrischm Malz. Mainz, 18. August. Während auf den Schlachtfeldern Lothringens das Blut in Strömen fließt, während durch die ernsten Ereignisse der Gegenwart der Blick nach Innen gerichtet werden und ein innigeres Anschließen an die heilige Religion der Väter, die unser Stab und unsere Stütze seit Jahrtausenden, hervorgebracht werden sollte, erhalten wir aus dem so hartgeprüften Rheinbayern Berichte über eine religiöse Verkommenheit, die leider alle Grenzen überschreitet. Es scheint in jenen Gegenden ein Gemisch von Leichtsinn und Unwissenheit zu herrschen, das zu dem ernstesten Mahnrufe herausfordert. Doch lasten wir zunächst die Thatsachm reden. Aus ihrem Durchzuge nach Frankreich überfluteten die deutschen Heere Rheinbayern. Natürlich gab es da starke Einquartierungen und in Folge besten einen bedeutend gesteigerten Fleischbedarf. In Folge dessen haben mehrere jüdische Metzger, um einige Gulden zu verdienen, am heiligen Sabbat geschlachtet, ausgehackt und verkauft. Aber noch mehr, es haben sich Schochtim gefunden, welche den Metzgern oder den Gemeindegliedern zu Liebe, damit diese iV2-Fleisch für's Militär in ihren Geschirren kochen konnten, am xnip nur geschlachtet haben!!! Ja, noch mehr, als der zuständige Rabbiner, Herr vr. Salvendi zu Dürkheim, nachdem er den Thatbestand erfahren, die betreffenden Metzger und Schächter Tayö sein wollte, leistete man ihm kein Gehör. Wie uns unser Berichterstatter mrttheilt, hat Herr Dr. S. die Vorsteher jener Gemeinden davon in Kenntniß gesetzt, daß Metzger und Schochtim „gepaßelt" seien. Kein Mensch nimmt Notiz davon. Die Vorsteher haben ihren Gemeinden nicht einmal Mittheilung davon gemacht. Zu was auch? Sind doch in vielen Gemeinden ganz junge, eben aus dem Sem'nar entlassene Lehrer als D'rnw angestellt, die sich allerdings zur Prüfung beim Rabbiner eingefunden, die Prüfung aber nicht bestanden haben und x

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