Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 11 (1870)
- Issue
- Heft 30 (27.7.1870)
- Date
- 1870-07-27
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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578 rusalem leiten würde. In beiden Fällen würde der jährlich wiederkehrenden Wassernoth Jerusalems abgeholfen werden. Abb« Richard gibt dem zweiten Projekte vor dem ersten den Vorzug und dies wegen der größeren Quantität und besseren Qualität deS Wassers. (G i n g e f a n - t.) In Nr. 15 und 16 dieser geschätzten Blätter befindet sich „zur Beherzigung für o’orw und oua*i" ein Eingesandt, dessen Tragweite von unverkennbarer Größe. Dank jenem geehrten Einsender, der eS unternommen in einer so hochwichtigen, aber leider so vielfach vernachlässigten, zu den loro D’TDiyn onan öViy gehörenden Sache, seine Stimme zu erheben; und Anerkennung dem „Israelit", derseine Spalten so gerne öffnet, wo es gilt eniD'KD ’tcn-i£fc6. — Allein, die in unserer Zeit in Bezug auf npnai nü’ntp an vielen Orten herrschenden Mißstände, sind außer dem fraglichen, mirfra paDn npna, so zahlreich, daß Einsender dieses an die verehrliche Redaction die Bitte wagt, dem Artikel npnai nB'nff eine stehende Rubrik im „Israelit" zur freien und öffentlichen DiScussion zu eröffnen, um den sich dazu berufen und befähigt Fühlenden Gelegenheit zu geben, sich vernehmen zu lassen. Und bitte ich zunächst für heute um Aufnahme der folgenden Zeilen: So wichtig es ist, die B'Bnw auf die Art und Weise des paD.T npna aufmerksam zu machen, so dringend scheint es auch, die Behandlung der man^D in Anregung zu bringen, denn oft ist die Lehre, die den jungen D^rnttr in dieser Beziehung zu Theil wird, so ungenügend und mangelhaft, wie die Kenntniß der sie Unterrichtenden selbst. Manche O’Dnup suchen sogar Ruhm darin, alle mavD „reiben" zu können; in Wirklichkeit aber sind solche Leute nichts anderes als a"-i 'vnvrb nisnv Und daß eben oft Unkenntniß die Quelle dieser traurigen Erscheinung, berechtigt und verpflichtet uns um so mehr, die D'orot? auf das Richtige in dieser Beziehung aufmerksam zu machen, was hiermit geschehen soll. Eine nun, an welcher sich eine pnoa 8)0 ndtd (siehe O’rmb mio 'd Cap. 15, §. 3) befindet, ist nsnü. Nur muß entschieden werden, ob man es mit einer wirklichen (in Folge eines apj entstandenen) Wtd , oder mit einer vermeintlichen (in Folge vertrockneter Feuchtigkeit entstandenen) «a-PD zu thun habe, und darüber verschafft man sich Gewißheit durch das sogen. Reiben, oder wie eS in D’pDisn nsD mpnai niü’wi genannt: tenofföi “pyo, welches aber in folgender Weise zu geschehen hat: der p-nai onw legt die nstd auf seinen rechten oder linken Zeigefinger, drückt dann mit dem Daumen in der Art darauf, als wie wenn man Speichel von einem Kleide herabziehen will, und dieses Abmachen der *01*0 heißt iura Ist die ion’D aber zu zähe, und läßt sich nicht so leicht entfernen, so wird dieselbe zwischen Zeigefinger und Daumen leicht hin - und herbewegt, wie wenn man eine gestandene Flüssigkeit durch Reiben auflösen will, und dieses heißt Bna&a Daß nun hier nicht abgerissen oder mit Gewalt abgedrückt werden darf, erhellt aus dem Umstande, weil jede frOTD, welche in Wirklichkeit eine wi'D ist, unbedingt nsno ist, das sogenannte Reiben hingegen nur dazu dienen kann und darf, um zur Ueberzeugung zu gelangen, daß daö Vorgefundene keine wa-pd, sondern ein verhärteter Schleim ist; würde daher daS Reiben nicht in dieser bezeichneten sanften Weise vorgenommen, so könnte auch eine wirkliche ton’D abgerieben werden, wenn sie auch nicht . ein bloßer Schleim wäre, und wäre selbstverständlich ein solche- Reiben nicht das geringste Beweismittel für den -wan, und wer sich darauf verläßt, wäre nisnD ^a«o. In diesem Sinne, und nur in diesem, sind die Worte MI2V21 -pyna gemeint und aufzufassen, welche Worte nämlich ein leichtes oder stärkeres Betasten auSdrücken, und muß sich dieses leichte Ablösen auf die ganze *ütd erstrecken, siehe DTDift mio (Cap. 15, §. 8), woselbst überhaupt alles Nähere und noch sonst dabei Erforderliche klar angegeben. — Sowie aber im Allgemeinen npnai ntrn» pjya strenge dw ntn* daö erste Erforderniß, so ist es namentlich auch beim manv-Reiben der Fall, und laßt sich schon aus dem Umstande beweisen, welche Vor- und Umsicht in dieser Beziehung ncthwendig, indem in manchen mS"ip, wie in Hamburg, Londonrc. gar nicht gerieben, sondern jede fcOTD für nsnö erklärt wird. — Allerdings haben unsere D’ünitf, namentlich auf dem Lande, den Metzgern gegenüber einen schwierigen Standpunkt, wenn sie &OTD uuya nach ro^ni;n verfahren wollen. Allein das «ntt uso nun «d muß auch den Metzgern gegenüber zur Geltung gelangen. Und Sache der Rabbiner ist es, den D’ünnp tatsächlich zur Seite zu stehen, und auch auf die Metzger belehrend einzuwirken. Schließlich noch eine Bemerkung: Alles in diesem wie in dem Eingangs erwähnten Eingesandt Aufgeführte ist in allen correcten mpnai roovw nso, und namentlich in dem mit großartiger Sachkenntniß, Umsicht und Deutlichkeit verfaßten Werke DTPift mio, vollständigst enthalten, und müßte es in der That als ein höchst trauriges Zeichen der Zeit erscheinen, wenn D’pmai O’üniff die tpnpn jw^a verfaßten 2uw nso nicht gründlich verstehen sollten: Allein dessenungeachtet hat die Erfahrung gelehrt, daß manche D-oro» crpan? gerade bezüglich der erörterten Punkte Dielesich zu Schulden kommen laffen. Und wenn man