Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 11 (1870)
- Issue
- Heft 29 (20.7.1870)
- Date
- 1870-07-20
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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560 rmd Gegner finden und sich schaffen. Eine Mittelmahpheit,gibtrs in wissknschasifichen Dinge» gqx. nickt, wotm-auch-m praetisiben «nMittelweg sichsinden ILHK Daß hier die Anstalt nuykine gewiffe U««r ZVWlpgfest halten, gewissermaßen eine feste Gesinnung rinen Character sich erwerben muß, gerade so, wie d«r einzelne Mensch, ist unouS bl üblich. Die FestigM gewinnt sie aber nur durch festes wiffenschaftliches Streben und Forschen der Lehrer, durch Einmnihrgteit bexs^beu in der Durchführung allgemeiner Unterrichtsziele und durch konsequent energisches Beibehalten der gemeinsam angenommenen Lehrgrundsätze; die Harleguug d'eseS soll der Lehrplan geben, der nach seinen rinzelney Lheilen von den betreffenden Lehrern abgöfaffl ist. — ----$taä)):m noch bf* wiffkn- Wkrr Werke für die verschiedenen Lehrfächer und sonstiger zur Fortbildung der Lehrer und Schüler bis jetzt'angeschafften Lehrmittel, fo wie der Zeitschriften, die Don der Stiftung gehalten werden, Erwähnung gethan, schießt das Vorwort also: Die Stiftung besitzt aber schon von früher eine bedeutende Bibliothek, die mit aus einzelnen Ausnahmen aus hebräischen Werken! oder aus solchen, die sich mit. jüdischen Angelegenheiten besoffen, besteht. Diese Bibliothek zählt IOöO Werke und hat unter ihnen viele sehr kostbare. Be« sonders ist die kabbalistische Literatur zahlreich vertreten. Ein alphabetarisch geordneter Catalyg ist in Arbeit,' und wird mit dem nächsten Berichte veröffentlicht werden, so wie über die Geschickte dieser Bibliothek bas Nähere witgetheilt werden soll. — Dem eigentlichen Lehrpläne entnehmen wir nachstehende Daten. Der Religionsunterricht in der mit dem Seminare verbundenen Elementarschule wird in 44 wöchentlichen MtUvdev für sämmtliche 3 A Weisungen «rtheilt. Zn j ber Seminar - Abtheilung haben die beiden unteren Eourse combmirt: V'j wöchentl. 1 Stunde ,Dy rnm 1 Stunde ,rrnn -'eo Lesen mit .i^vLn-Uehersktzung 1. Stunde Lp 2 Stunden ,D’m 1 Sfmide; der obere Cursus allein: xu2. 1 Stunde« atmü und Predigten 1 Stunde, Religionsphilosophie 4 Stunde, v'vns und SynagogenZesgnge 1 Stunde. Eymhinirt haben drei Curse: nachexilische Geschichte 1 Stunde, NiDJ 2 Stunden und pois 1 Stunde. Als Wiederh luug der «noa mit U'WS und m£Din Mfnt nwiQ VN'2 des Dw3ffcn und ipsn 'pos, *) an welche sich daM der spccielle p.Ow avschließt.! nnh pm sind die Tractate, die durchgearbe'tet werden svllev. Zm po'L. wird der n"' zum Theil durch genommen und jeder p mitBerücksichtiguug der gegenwärtigen LebenSverhältuiffe besprochen. Die wvi'S M«dey theilS vprtzhrrsetzt, thestS von dm Schihlerw übertragen. Außerdem erhalten die Seminaristen Unterricht in allen Disciplinen eineck gut eingerichteten Seminars, Musik, Zeichnen und Turnm nicht ausgenommen, nur mit dem ynterschiede, daß hier auch noch der Unterrichk.W'sWitzvlil^ifächW: Französisch, Englisch und Lateinisch, wenn auch NUH, einigen wöcherstlichen Stunden,^ hinKsommt. „Schließlich wollen wix noch bemerken, daß. täglich früh, für die Elementarschüler ein. von ihnen selbsiverrichteter (?)Gottesdrenst stattsindet, und, daß die; Seminaristen, fcc$ 1. Curses, combimrt mit dem 2. wöchentlich aus der rrw *t£o die kt® vorlesen müffen, um sobald als möglich in der Srrumar-Shnago^e, so oft die Reihe au Sie kommt, dievorzulesen und an. Wochentage» vorzubeten,, so wie endlich noch,, daß» dse ^eynnyristcn auch, Unterricht in der hebräischen Grammatik nach. Leesers Uebungsbuch erhalten. M. Rosenwald, Lehrer. Zur Rptizk Die Redacticn der „Blätter für Schule undn HauS" benachrichtigt hiermit die werthen Leser/ daß. dieselbe in der folgenden Nummer dieser BlZtter einen „Fragekasten" für Alle eröffnen wird. Die Redaction ist bereit, Fragen, dem pädagogischen Gebiete angehörend, welche an dieselbe gestellt werden , in diesem „Fragekasten" zu beantworten. Auskunft üher Lehrbücher, Schulgesetze, Cchuseinrichtung, Biographisches, Didaktisches, praktische Erziehung u. s. w. u. s. w. soll den Fragenden gegeben werden, und würden wir uns ganr besonders freuen, wenn auch das Interesse der Nichtfachmänner durch diese offene Correspondenz mit Men für All? für das hohe und heilige Werk der Jugenderziehung gewonnen würde. Briefkasten der Skedactio». Herr R- - C Sin F: Wir bedbuern sehr, Ihren wohlgemeinten Artikel, welcher den Lehrern Winke für die Erziehuug geben will, nicht verwenden zu können- Herr Bin G: Was die Untersuchung der pädagogisches Lehren, die uns der Talmud gibt, hetrifft, so liegt, wie Sie aus der heutigen Nummer ersehen können, bereits ernL größere diesbezügliche Arbeit vor. Ihre „Prolegymena" können daher, so sehr wir «s bedauern, in vorliegender Form keine Verwendung finden. Es wäre uns aber lieb , wem» Sie manchen trefflichen Gedanken, den Sie nur skizzenhaft hingeworfen haben , zu einep selbstständigen Abhandlung auSarbeiteu würden. *) Wir wären fast versucht, die letzten 7 Worte für einen Druckfehler im Progr. zu halten: denn eine solcheWiederholung ist doch gar zu wunderlich. D. Red. MM Wir sehen uns veranlaßt zu bemerken, daß wir nicht verwendbare'. Mauuscripte nur auf ausgesprochenen Wunsck den betreffenden Herren Autoreu zurücksenden. Verantwortliche Redaction: vr. Lehman». — Verlag der Le Rdnx'schen HoMchhandLMg. von 3» KvttSleben in Mainz. Dampf-SchnellprHMruS