Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1870-07-13 · Heft 28 (13.7.1870) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 28 (13.7.1870)
Date
1870-07-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2446951-2447447-2447475--08465-2464114
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Ern Kenlrat - Grgan für das orthodore IudenLHum. Herausgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 13. Juli 5630 (187 0). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 8 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. S. oder fl. S. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Sk» stellungen an. Inserate I Vr Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichifche Banknoten laut Cours. Directe Franoozu» sendung unter Etreisland pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. E. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt: Leitende Artikel: Die Talmud-Thora-Schule in Hamburg. — Die Adaß Zisroel in Berlin. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. München Hamburg Hamburg Altona. Dresden. — Oesterr.-Ung. Monarchie: Wien. Wien. — Frankreich: Paris Paris. — England: Londvn. London. London. — Schweden: Stockholm. — Feuilleton: Säen und Ernten. InhaN der erste« Aeiläge; Zeitungsnachrichten und ^orrefpondenzen: Deutschland: Berlrn. — Oesterr.-Ung Monarchie: Prag Fünfkirchen StaniSlm». - Donaufürstenth.: Bottuschan. — Asien: Jaffa. Jaffa- — Amerika: Havana.Memphis. — Inhatt der -wetten Aeikage: Zeitungsnachrichten und Correfpondenzen: Deutschland: Berlin. — Frankreich:Paris. - Donaufürstenth.: Bukarest. — Dänemark: Copenhagen. — Leitende Artikel. Me Ialmud-Hhsra-Schute in Kamöurg. Unser geehrter Berliner Eorrespondent hat in Nr. 6 d. Bl. eine die isr. Gemeinde in Hamburg betreffende Reisefkizze veröffentlicht, welche einen einzelnen Punkt hervorhebt, wodurch dem Fernstehenden eine einseitige Anschauung beigebracht werden könnte. Unterd ß führte den Herausgeber dieser Blätter ein Familienfest nach Hamburg. Zwar haben wir uns in den wenigen Tagen unseres dortigen Aufenthaltes kein eigentliches Bild der jüdischen Zustände in Hamburg eviwersen können; doch wollen wir das, was wir gesehen und empfunden baben, in kurzen Umrissen unfern geehrien Lesern verführen. Die isr. Gemeinde zu Hamburg besteht seit ungefähr dreihundert Jahren. Spanische und Porlugiesuche Emigranten waren die Gründer derselben. Schon bald nach ihrem Erlstehen wurde die Gemeinde so groß und bedeutend, daß sie im Volksmunde „Klein- Jerusalem" hieß. Gegenwärtig wohnen in Hamburg circa 13,000 jüdische Seelen, die zum bei weitem größten Theile auf orthodoxem Standpunkte stehen. In Hamburg herrscht G. s. D. «och echt jüdisches Leben. Dort gibt es eine große Anzahl Jehudim, die ganz und voll nach dem jüdischen RelipicnSge etze leben; die meisten Läden und Geschäfte sind am Sabbat gesch'offen; die Synagogen, deren es circa 50 gibt, sind gefüllt; in allen Synagogen versammeln sich auch außer der GrbetSzeit die Andächtigen , um religiöse Vorträge zu hören. Wenn man am Cabbat - Nachmittage durch die Straßen geht, in welchen vorzugsweise Juden wohnen, so kann man dort die Urtypen der berühmstn Oppenheimerschen Bilder erblicken. Sabbatrube, Sabbatfreude, Sabbatstille herrschen in dem sonst so gesckästigen, lärmenden Ctadtlheile. Aber nicht bloß die Armen, nicht nur der Mittelstand, auch viele reiche Hamburger leben streng nach dem jüdischen Religionsgesetze. Von ihren herrlicken Villen vor den Thoren eilen sie omEatbat in die Synagoge, selbst bei strömend,m Regen deS Regenschirms entbehrend, weil man dort nicht „tragen" darf. Die Sch'chitah, die Mikwah und alle Gemeindeinstitunonen sind, Dank dem ehrwürdigen, wie eine eiserne Säule aus dem Gebiete deS Religionsgesetzes

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.