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Der Israelit · 1870-06-22 · Heft 25 (22.6.1870) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 25 (22.6.1870)
Date
1870-06-22
Page
– (sequence 13)
Language
German
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473 ist gewöhnlich die Betheiligung bei einer Wahl! Wie viele lassen sich durch ihre Geschäfte abhalten, an einer solchen Wahl sich zu betheiligen? Und ist diese nicht für jede Gemeinde von höchster Bedeutung, damit nur solche Männer gewählt werden, die von der Religion unserer Väter beseelt, in Liebe ihr zugethan, die wahrhaft fromm, religiös und gerecht sind? Referent wurde durch folgende Erfahrung, die er auf einer Geschäftsreise gemacht, zu obiger Betrachtung veranlaßt. In dem Städtchen N. wurde vor Kurzem von dem Gemeindevorstand ein Lehrer engagirt. Da derselbe vorgab, Kanzelreden halten zu können, wurden ihm 50Thlr. als Zulage für einige zu haltende Reden versprochen. Der Herr Lehrer beznügte 'ich jedoch nach drei Monaten nicht mit seinem Titel, und wandte sich in einem schriftlichen Gesuch an den Vorstand, man möge ihm den Rabbinertitel verleihen, da die Nothwendigkeit eines Rabbiners in einem Umkreise von fünf Meilen fühlbar sei, hauptsächlich aber, weil seine Existenz hierdurch gebessert werde und er durch beigelegteS Documeitt seine Befähigung zum Rabbiner darthue. Zum Glücke wies der Vorstand dieS Ansuchen an die Herren Repräsentanten mit dem Bedeuten, daß die Sitzung hierüber unter Zuziehung zweier jüdischen Gelehrten abgehalten werde. — Die Herrn H. und O. als zugezogene jüdische Gelehrten widersprach»» diesem Gesuch, indem sie geltend machten, daß nicht allein die ganze religiöse Lebensweise des AntragSstellers ihn zu einem solch m Amte nicht geeignet erscheinen lasse, sondern auch daß insbesondere dabeiliegende Dokument bloS eine umo sei, die er als junger Mann von Herrn Rabbi N. aus N. erhielt und die weit entfernt sei, ihn zu autorisiren, den Namen Rabbiner zu führen. Oesterreichisch-Ungarische Monarchie. Lemberg. An der hiesigen isr. Schule ist ein christlicher Lehrer angeftellt, der sich sehr oft Schimpfereien gegen seine isr. Schüler erlaubt. Was besonders zum Erstaunen ist, daß weder von Seiten der Eltern noch vom Direktor der Schule, der ein Jude ist, dagegen Beschwerden erhoben werden. (Lemb. Isr.) Briefkasten der Expedition. Herrn D. Steindecker in W. - Der Israelit wird jeden Mittwoch regelmäßig expedirt. ANZEIGEN In Folge vielfacher Anfragen sehen wir uns veranlaßt, wiederholt zu erklären, daß wir für die Wahrheit des in den Anzeigen Behaupteten keinerlei Garantie übernehmen können; die Prüfung der dar-in gemachten Angaben, mögen sie „Kaschruß" oder andere Verhältnisse betreffen, bleibt dem überlassen, der davon Gebrauch zu machen gedenkt. Die Redaction des Israelit. in junger Mann, der viele Jahre in einem großen Galanterie-Geschäfte als Commis thätig war, lucht in einem frommen Hause eine Stelle als Reisender oder Commis in einem solchen oder derartigen Geschäfte. Franco - Offerten nimmt die Exp. des Bl. Lub Nr. 833 entgegen. C\n einem Manufactur-Waaren-Geschäft en gros et en detail, welches Samstags uno Feiertags gesctü ffen, ist eine Lehrlingsstelle für einen mit den nöthigen Vorkennlniss n versehenen jungen Mann vacant. Kost und Logis im Hause. Nähere Auskunft ertheilt die Evp. d. Bl. sud Nr. 830. ie dritte Lehrerstelle an der Unterrichtsanftalt der iSr. ReligionSgefellschaft zu M a i n z ist besetzt. — Gin Lehrling. mit den nöthigen Schulkenntnissen, wird für ein Porzellan-, Glas- und Eisenwaarenqeschäft, welches Samstag und Feiertage geschlossen ist. zum sofortigen Eintritt gesucht. Näheres bei _ H. W impfh^imer in Jchenhaukcn, Bayern. C\n einem gemischten Maaren - Geschäfte en detail «Yj einer Kreisstadt Westphalens, wird zum sofortigen Eintritt ein m t den nöth'gen Vorkenntnissen versehenen jungen Mann unter günstigen Bedingungen in die Lehre gesucht. Kost und Logiö im Hanse des Prinzipals. Selbstgeschriebene Offerten unter Nr. 8t4 bes. d. Exp, d. Bl._ 3n einem größeren Saaten- und Spiritus-Geschäft ist die Stelle eines Buchhalters vac mt. Bekanntschaft mit der Branche ist wünschendwerth. Sonnabend geschlossm. Reflectanten belieben Adresse nebst Referenzen der Erp. d. Bl. sud Nr. 818 zu übersenden.

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