Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 11 (1870)
- Issue
- Heft 24 (15.6.1870)
- Date
- 1870-06-15
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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459 hiesigen Schule und der Lernvereine der Erwachsenen in gewohnter Weise thätig zu sein. Wohl weiß ich, daß Männer wie Sie hierzu keiner Aufmunterung von Außen bedürfen. Was könnte Ihnen größerer Antrieb sein, als oer sichtbare Erfolg ihrer bisherigen Thätigkekt im Weinberge des Herrn, und was könnte Ihnen Erfreulicheres und Lohnenderes in Aussicht stehen, als daß Ihre fernere Bemühung um die Förderung des geistigen Heils unsrer Gemeinde mit demselben Erfolg wie die früheren gekrönt sein werde. Aber gewiß die heutige öffentliche herzliche Anerkennung Ihrer bisherigen Thätigkeit wird Ihnen zum Ersätze und Tröste gereichen für manche fruchtlose Bemühung in Ihrem Wirkungskreise. Ich weiß, daß Sie während Ihres 50jährigen Dienstes Ihren redlichen Eifer für das Heil der Schule nicht immer und überall mit dem erwünschten Gedeihen, oder wohl gar mit Verkennung und Undank gelohnt sahen, weiß ferner — und welchen Seelsorger sollte dies nicht betrüben —, daß selbst manchem wackeren Iugendlehrer durch Undank und Nichtachtung die Kraft gebrochen und sein früherer Eifer für den Fortschritt der Schule gelähmt worden ist, weiß endlich, daß hier und dort das Ansehen deö jüdischen Lehrers in den Augen der Kinder dadurch geschmälert und herabgesetzt worden, weil sich die Ellern in Gegenwart der Kinder allzufrei, ich will nicht sagen gehässig, über den Lehrer äußerten, oder weil sie unter allerlei Vorwänden die Kinder Stunden, Tage und Wochen von dem Besuche der Schule zurückhielten, oder überhaupt ihre Kinder in einem Alter der Schule entzogm, wo sie noch lange nicht das Pensum der Schule zu erreichen befähigt waren und das Verbleiben bis nach zurückgeleztem vierzehnten Jahre weit ersprießlicher für sie gewesen wäre, als der Eintritt in eine andere Schule. Derartige Uebel haben selbst manchem wackern Lehrer — ich spreche aus einer langjährigen Erfahrung — die Lust benommen, seine frühere aufopfernde unermüdliche Thätigkeit in der Folge der Schule zuzuwenden. — Anders dachten Sie. Unbeirrt von Schwierigkeit und Hindernissen, welche auch Ihren Worten für da- Gedeihen der Schule entgegentraten, unbekümmert um Dank oder Undank der Betheiligten, hielt Sie auftecht das erhebende Bewußtsein: gethan zu haben, was ein treuer Diener der Pflicht zu thun verbunden ist. Dieser Gedanke möge Sie auch in der Folge nicht verlassen, wenn der ausgestreute Same des Guten nicht immer wurzeln und gedeihen will. Sie thun das Ihrige und überlassen es dem unsichtbaren und mächtigsten Pfleger des Guten das Werk zu vollenden. So dachten und wirkten bis zum letzten Athemzuge die vorzüglichsten Jugendbilvner Israels. Sie säeten oft mit Thränen nnd erndteten nicht immer mit Freuden; daaber hielt sie nicht ab, ferner zu säen; sie leuchteten, wo mm das Auge ihrem Lichte nicht verschloß, sie leuchteten so lange noch ein Lichtfunken in ihnen glomm und nunmehr glänzen sie dort im Reiche der S.-ligen wie Sterne am Firmamente ewiglich und immer! Metrische Uebersetzung des hebräischen Zsesttiedes zum fünfzigjährigen Dienstjubiläum des Herrn Oberlehrers Gerson Lasch dahier am 22. Mai 1870. 3öelch* hohes Fest begeht Ihr heute? Ist Sabbat oder Feiertag? Auf jedem Antlitz glänzet Freude; Umsonst forsch* ich dem Grunde nach. Nicht in der heiligen Tage Reihe Steht unser Fest und dennoch, wißt, Hat'S eine hohe heil'ge Weihe, Ein Ehrentag des Lehrers ist. Des Lehrers, der seit fünfzig Jahren Im heiligen Dienste unbeirrt, Dann üiNDanyabNi unnp ibd rraa omon p&rfc J1ETÜ nBD ♦tsnpn mowD imoBrob ruv own riNbv ora ♦p"sb -jnbyöb v' i"N N"a p"ffo (.J5U1J3I> J*> 1»e)? D*D\1-b3D .1171 D1M ninw-no?cron ora Stab s>rr Stbi vavn ioy '3.1? imb anviip or in ‘D'DPtpm Danton 'jrn 'ist p Nb ,D*D’yja ib ibsa i'bai ,«i.i iaav.11 vr ll'VPS O'VOn ib 11 3W1 NN' NL1;D’on ibi.i iaa pab rr iNbO Di'o .o»qy bip miob 'v ib'ar Inh bar ,1'V'N niotPDa D’ibn iiaa pttfljj “jop; l'i'av iifinp imj vva m