Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 11 (1870)
- Issue
- Heft 23 (8.6.1870)
- Date
- 1870-06-08
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2446951-2447447-2447470--08371-2464015- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
4$8 Spitze dir großen Gemeinde von Paris. Vor ^^^W)ahren hat ihn die von Ihrer Regierung Le- Wahl zum Oberhaupt des Bekenntnisses er- Seine Erhebung zur Würde eines Senators ^Wlre gleichzeitig die Verkündigung eines großen Prin- Mps und die Belehnung einer langen, edel und erfolg- «eich zurückgelcgten Laufbahn. Wir legen Ew. Maj. Wbie Huldigung unserer tiefen Ehrfurcht zu Füßen und Mxr bleiben Dero ergebenste u. s. w." r England. London. Herr Georg Worms, Generalkonsul für Hessen in Großbritanien, hat vom Großherzog Don Hessen den Ludwigsorden I. Elaste erhalten. London. Am 12^2 wurden 200 Schüler und 100 Schülerinnen der jüdischen Freischule auf Kosten des Herrn Lionel Louis Cohen aus Anlaß der rnrrv -a Feier seines ältesten Sohnes mit einem Mahle bewirthet. (Iew. Ehr.) London. Der Tochter des Herrn Heinrich Daeunha wurden jüngst mehrere MissfonStractätlein mit einem Briefe zugeschickt, in welchem sie von einer in Diensten der Mission stehenden Dame ersucht wird, die miteingesendeten Büchelchen mit Aufmerksamkeit zu lesen. Sie hoffe, heißt es weiter, Fräulein D. werde die darin enthaltenen Lehren beherzigen und demgemäß ihre Entschlüsse fassen. Man muß es der engl. Mission lassen, daß sie ln der Verfolgung ihre Ziele thätig und erfinderisch ist, um die armen Judenseelen zu reiten; doch das Mesch äst will trotz alldem nicht blühen. (Iew. Rec.) Amerika. Akew-Uork. Unsere Brüder in Europa haben uns eine Ueberraschung bereitet, indem sie uns Schiffsladungen mit russischen Juden herüberschicken, welche dem mildthätigen Theile unserer Judenschaft — und zu diesen gehört bei weitem der größte Theil — viele Sorgen bereiten. Was soll man mit ihnen thun? Der größere und einflußreichere Theil der jüdischen Presse, der die hiesigen Verhältnisse kennt, hat auf'^ Eifrigste gegen solche Masseneinwanderung protestirt, während gerade diejenigen, welche am wenigstens thun können und thun wollen, die Sendungen ermunterten. Jetzt haben wir die Bescheerung, und es sind jene, welche am meisten protestirten, welche mit Rath und That den Eingewanderten zur Seite stehen, und da die Reformrabbiner sich um diese Liebeshandlungen wenig kümmern, müssen wir es uw. so mehr lobend hervorheben, daß Mitglieder der Reformgemeinde mit denen der orthodoxen Schule Hand in Hand gehen, um das Elend zu lindern. Der Staat hat auf einer Insel — MardS Island — Gebäude errichtet, um mittellosen Emigranten einstweiligen Aufenthalt und Unterstützung zu geben, bis deren Freunde sie mit dem nöthigen Reisegeld versehen, um sie in das Innere zu schaffen oder dieselben anderseilig versorgt werden. Nun hat das Comito für die Unterstützung der russischen Juden von den Staats'Commiffären für Emigration einen Theil dieser Gebäude großmüthig zugewiesen bekommen, um besondere Küchen schon für die zu erwartenden Gäste einzurichten und diese unterzubringen, bis sie weitem geschasst werden können. Obwohl diese Unterstützung von Seilen des Staates etwas hilft, so ist doch noch viel zu thun, und das Comite hat einen dringenden Austuf an alle Gemeinden in den Ver.-Staaten erlassen, um Hilfe zu erlangen. Man braucht Geld, viel Geld um von hier nach dem Westen zu reisen, und dahin kann man die Armen nicht schicken, ohne Mittel, sich zu ernähren. Doch Gott wird Helsen, und Mancher dieser armen Einwanderer, den die Barbarei, welche noch eine Stätte auf europäischem Boden stndet, von seiner Heimath vertrieben, dürfte in wenigen Jahren unter dem Segen socialer Freiheit es zu einer hervorragenden Stellung bringen. (Ggt.) Baltimore. Der jüngst in Berlin verstorbene Dr. Frick aus Baltimore, hat der hebräischen Gesellschaft zu B. 1000 Dollar vermacht. Es ist so selten, daß ein Christ einer jüdischen Gesellschaft ein Legat hinterläßt; um so mehr freut es unö, von diesem Mittheilung machen zu können. (Iew. Mess.) ANZEIGEN. in seit sieben Jahren in Diensten sich befindender, examinirter, unverheiratheter Religions- und Elementarlehrer, wünscht sich gegen Spätherbst in einer streng religiösen Gemeinde am Rheinstrome oder der Nachbarländer plaeirt zu sehen. Derselbe besitzt die Fähigkeit, den vollständigen wissenschaftlichen Religionsunterricht ertheilen zu können, ist auch im Stande, religiöse Vorträge zu halten, so wie in der französischen Sprache Unterricht zu ertheilen. Sollte es verlangt werden, so kann derselbe auch als ernp Pyu fungiren. Die Herren Rabbiner Dr. Schwarz in Cöln und Dr. Wolssohn in Aachen werden die Güte haben, darüber Auskunft zu ertheilen. Näheres besagt die Exp. d. Bl. suir. Nr. 684.