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Der Israelit · 1870-05-18 · Heft 20 (18.5.1870) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 20 (18.5.1870)
Date
1870-05-18
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XL Jahrgang. tz Gl M gQ. Der Israelit. Ein Kentrat - Hrgan für das orthodore Iudenthum. Herausgegeben von Vi». Lehmann in Mainz. 'Mittwoch, den 18. Mai 5630 (1870). —Jfc——————————■ ■ Diese Zeitung erscheint wöchenUich einmal, Mittwochs» in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. E. oder ßl. k. 16 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehme« Be« stellungm an. Inserate l‘/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francop»« sendung unter Streisband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Anhalt: Leitender Artikel: Der israel. Oberrath in Carlsruhe und die orthodoxen Israeliten daselbst. Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: D eutsch l an d: Mainz- — Oesterr^-Un g. Monarchie: Wichstadl. Feuilleton: Bostanar. Inhalt der Beilage r Zeitungsnachrichten und Correspondenzen; D eutsch land: Mainz. Fürth. Oberschlesien. - Oesterr.-Ung. Monarchie: Wien. Wien. Wien. — D'onaufürstenthümer: Bukarest. — Frankreich: Paris. Paris. Paris, Nizza- Bayonne. — Amerika: Baltimore. Feuilleton: wme nve. Nach Inhalt, Reim und Rhythmus. Leitender Artikel. Der israel. Höerralh in Karlsruhe und die orthodoxen Israeliten dafelöst. Mainz, 10. Mai. Der Oberrath der Israeliten zu Carlsrube hat unterm 24. März eine Ansprache an die badischen Israeliten erlassen, in welcher er harte Beschuldigungen gegen die aus dem staatlichen Verbände der Juden Badens ausgeschiedenen orthodoxen Israeliten zu CarlSruhe erhebt. Diese, die sich nach dem Beispiele, der orthodoxen Separatgemeinden zu Frankfurt a. M. und zu Mainz „Israelitische Religionsgesellschaft" nennen, oder vielmehr der Vorstand derselben hat sämmtliche auf den Austritt bezughabenden Actenstücke und auch die erwähnte Ansprache de- Oberraths Herrn Rabbiner Hirsch in Frankfurt a. M. zur Begutachtung vorgeleat. Das vortreffliche Gutachten des Herrn Rabbiners, liegt un» gedruckt vor, und wir geben hier einige Auszüge: „Gleich der erste Satz dieser Ansprache," schreibt Herr Rabbiner Hirsch, „weicht ab von der Wahrheit. Er behauptet, die Differenz, die Ihren Austritt veranlaßt habe, betreffe nur eine Meinungsverschiedenheit über einzelne gottesdienstliche Einrichtungen, welche jedoch nicht im Entferntesten einen Religionsgrundsatz berühren. „Ist es jedoch etwa nicht Religionsgrundsatz des Judenthums, welches von den, wie die Ansprache sie rühmend nennt, glaubensstarken und opfermuthigen Vätern überliefert worden, daß für das gottesdienstliche Leben der Synagoge, wie für das ganze häusliche und öffentliche religiöse Leben des Juden die Aussprüche der Bibel, die Ueberlieferungen und Satzungen des Talmuds und der Rabbinen, sowie der durch sanktionirten UsuS festgestellte Minhag, Quellen, deren Ergebniffe im Schulchan-Aruch codistcirt worden, die einzige, maßgebende Autorität sei und unverbrüchlich zu bleiben habe? Ja, ist dies nicht der allererste fundamentalste aller Grundsätze dieses JudmthumS?

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