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Der Israelit · 1870-05-11 · Heft 19 (11.5.1870) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 19 (11.5.1870)
Date
1870-05-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XI. Jahrgang. jw 1». i s lO. Der Israelit. Ern Gentrat-Hrgan für das orlhodore Sudenlhmn. Herausgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 11. Mai 5630 (1870). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 15 ft. rh. Man abomnrt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate l‘/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. - Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozusendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. -----:-- Inhattr Leitender Artikel: Die Consequenzen der Leipziger Synode- Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Main;. Dernau. Württemberg. Aus dem Hohenloh'schen. amburg- — Oesterr.-Ung. Monarchie: Pesth. Pesth. ovLgokörs. Mielec. — Amerika: Washington. Feuilleton: Bostanai. Anhatt der Meikage: Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Halberstadt. Hamburg. Hamburg. Hamburg. — O e st err.- Ung. Monarchie: Wien. Wien. Wien. Pesth. Pesth. Lemberg. Aus Tyrnau. — Donaufürstenthümer: Bukarest.Bukarest. — Holland: Amsterdam. — Frankreich: Paris. — Spanien: Madrid. — Amerika: Mw-Uork Eingesandt Aus der Provinz Posen. Feuilleton: Die Inden im Ghetto zu Rom. Inhalt der Krtra-Aeilage: Für die Nothleidenden im hl. Lande. - Zur Unterstützung der nothleidenden Glaubensgenoffen in West-Rußland- — Für den verunglückten Heimbach in Trebur- — Spenden Kr die Armen des hl. Landes. — Für die Wittwen und Waisen im hl Lande. — Für die Jeschibah ut Wolosin. Für das Hospital in Memel- — Bau jüdischer Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. — Alliance Jsr. Univ. — Für den leidenden Rabbiner Natoneck in Ungarn. Leitender Artikel. Die Konsequenzen der ^Leipziger Synode. Mainz, 3. Mai. Von Jahr zu Jahr versammeln sich die Feinde Gottes und Seiner heiligen Lehre, berathen und beschließen, wie sie den Baum des Lebens, die Thora fällen können, und die kleinen Füchse, die da den Weinberg des Herrn Zebaot verwüsten, erlangen durch solche Berathungen Muth, offen mit den gräßlichsten Frevelthaten her^skrutreten. Tie Gottesfürchtigen aber stehen abseits, j§WMn und klagen und lasten Alles geschehen. Die Consequenzen jener Versammlungen zeigen sich in Dingen, die geeignet sind, das Herz eines jeden wahrhaften Juden mit der tiefsten Bekümmerniß zu erfüllen. Nicht nur die Religion Israels, — die Reinheit seiner Geschlechter, die jüdische Familie ist in Gefahr. Blutschänderische Ehen werden von sogenannten Rabbinen eingesegnet, die sich dabei auf die Leipziger Synode berufen. Die Früchte solcher Ehen, Mamserim, müssen ausgeschlossen sein von jüdischer Gemeinschaft: So vollzieht sich eine Trennung, die unwiderruflich sein wird. Uns liegt die Copie eines von einem Rabbinen zur Beschönigung einer fluchwürdigen That geschriebenen Briefes vor, der sich auf die Verhandlungen der Leipziger Synode bezieht und der einen Strich zieht durch die ganze Thora, der die Sabbat-, Speise- und Ehegesetze der Thora nicht mehr für verbindlich erklärt! Erzählen wir kurz den Hergang der Ereignisse, welche diesen Brief hervorgerufen haben. Ein in Moskau wohnender Jude, NamenS Samson Lewi, wollte die Wittw e seines Bruders, der mit Hinterlassung von Kindern von dieser Frau gestorben war, heirathen. In? Rußland fand sich kein Rabbiner, der diese Trauung vollzogen hätte. Eine solche Verbindung ist nach III. B. M. c. 18, v. 16 bei Strafe der Ausrottung (rro) verboten; eine Ehe ist dabei gar nicht möglich, da pDSin ptcriTp da der Trauungsact bei derartigen mit Kareth belegten Verbindungen wirkungslos bleibt (Vergl. Jebamoth 20*, Eben Hasser c. 15 §. 1 u. 22.)

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