Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 11 (1870)
- Issue
- Heft 11 (16.3.1870)
- Date
- 1870-03-16
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XL Jahrgang. M 1L Der Israelit. Ein Gentrat - Grgan für das orltiodore Iudenthum. Herausgegeben von »I». Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 16. März 5630 (1870). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder fl. S. 15 kr. rh. Man abornirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Be» stellungen an. Inserate \lk Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Frcmcozusendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Da mit dem 1. April ein neues Quartal beginnt. Io erlauben wir »ns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam,« machen, daß namentlich bei der Post da» Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. Inhalt: Leitender Artikel: Der Occident und die Judenverfolgung in Rumänien. Zeitungsnachrichten «nd Correspvndenzen: D eutsch l an d: Frankfurt. Laupheun- Berlin. Berlin. — Oesterr - Ung. Monarchie. Wien. Waag-Neustadtl.—Krankreich. Paris. Paris. Nizza. . Feuilleton: Bostanai. i Inhalt der ersten Beilage:' Zeitungsnachrichten und C orrespvndenzen '.Deutschland: Berlin. Berlin. — Oefterr-Ung. Monarchie: Prag. — Donaufürstenthümer: Bukarest. BukarestBacau. — Palästina: Jerusalem- Safet. — Amerika: New- York. New-Bork. New-Bork. Feuilleton: Bilder aus Arabien. Inhalt der zweite« Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Oesterr. - Ung. Monarchie: Aus Mähren. —Italien:Florenz. — Belgien: Brüssel. — England: London. London. — Amerika: Havana. Leitender Artikel. Aer Hccident und die Judenverfolgung in Rumänien. *) Mainz, 8. März. Noch vor wenigen Jahren waren die Donau- *) Unter diesem Titel ist in' werthe Broschüre in französischer^ hier im Auszuge wiedergeben. . Zariö eine sehr beachtens- Sprache erschienen, dre wir fürstenthümer, die Moldau und die Walachai, von einander getrennte Provinzen des türkischen Reich«; eine jede derselben stand unter einem Hospodaren, der wieder von Bojaren umringt war, welche danach trachteten, ihn zu stürzen und seine Stelle einzunehmen. Bald besetzten türkische, bald russische, bald österreichische Armeen diese beiden Provinzen, und ihre Verzweisiungsschreie ob der Unsicherheit im Innern und der Unbilden von Außen erfüllten Europa Damals hieß eS, wenn die Moldau und die Walachai als ein selbstständiges Fürstenthum unter die Hand eines über den Parteien stehenden, ausländischen Prinzen kommen möchten, so würde hier ein Reich der Freiheit, der Ordnung und der Civilisation ohne Gleichen begründet werden. Nachdem nun bic Großmächte die h ißen Wünsche der Rumänen erhört und ein solches Reich gegründet haben, nachdem die Donaufürstenthümer die Fahne brr Freiheit und des Fortschrittes entfaltet, verleugnen sie den ersten Grundsatz derselben, den nämlich: daß die Menschenrechte weder von dem Glauben, noch von der Geburt noch von der Familie oder Race abhängen, und geben der Welt das Schauspiel einer seit Jahrhunderten unerhörten Judenverfolgung. Anfangs leugnete man dieselbe; jetzt aber will man sie sogar rechtfertigen und als eine politische, ökonomische und sociale Notwendigkeit, die im Interesse der Civilisation und des Fortschrittegeboten sei, darstellen!!! So lange noch die Wünsche Rumänien's unerkr»1r w