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Der Israelit · 1870-03-02 · Heft 9 (2.3.1870) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 9 (2.3.1870)
Date
1870-03-02
Page
– (sequence 14)
Language
German
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166 ANZE Havelberg, 14. Febr. Leider habe ich zu berichten, daß bei dem am 6. Und 7. d. M. hier stattgehabten großen Brandedie Synagoge und 4 jüdische Familien vom Feuer derartige Verluste hatten, daßErstere, so wie die Häuser der letzteren ein Raub der Flammen geworden. Meine Bitte geht deßhalb dahin: Eine wohllöbliche Redaction wolle in den Spalten Ihrer Zeitung, zum Zweck des Wiederaufbaus, der durch Feuer zerstörten Synagoge in Havelberg die Bitte veröffentlichen, daßedle Glaubensgenossen ihre milden Spenden gütigst zu Händen des Unterzeichneten Vorstehers gelangen lassen wolle. Der Vorstand der Synago gen-Gemeinde J. Pintus. mm Zu Rinneck (Unterfanken), woselbst nur wenige, nicht sehr bemittelte Israeliten wohnen', widerfuhr am 11. Januar d. I. einer israelitischen Familie ein gräßliches Unglück: Ein braver, strebsamer Glaubensgenosse: Samuel Strauß jun. begab stch inGeschäftsangelegvnheiten. in das benachbarte Städtchen Gemünddn, und wurde dort von einer Holzfuhr derartig umtztzworfen. und beschädigt, daß er nach wenigen Stunden den Geist aufgab! Strauß war nicht nur der treue Ernährer seiner Familie — er hintttläßt eine Frau mit drei unmündigen Kindern, daö älteste zählt erst 6 Jahre, denen bald ein viertes folgt — sondern auch die einzige Stütze seines noch lebenden 71 jährigen Vaters. Die Lage der Familje ist eine schreckliche! Ohne Vermögen', ist dieselbe geradezu auf die Arildthätigkeit unserer Glaubensgenossen angewiesen, und diese zu erwecken ist der Zweck dieser Aufforderung. Wohl dürfte es mehr als überflüssig sein, hier noch Worte der Ermunterung beizufügen. Der Hilferuf der Wittwe und der Waisen wird sicherlich nicht verfehlen!, den schon so oft und vielfach erprobten Wohlthätigkeitsstnn unsere Glaubensbrüder und Schwestern anzuregen-, damit durch -zahlreiche Unterstützung wenigstens die pecuttiäre Lage dieser Hartgeprüften Familie etwas gebessert werde. — Die wohlthätigen Spenden in Emfang zu nehmen sind bereit die Herren: Distr.-Rabb Bamberger in Kissingen, M. Sichel in Gemimden, (Unterfranken), Samuel Strangs in Itittnech, Isac Nengass in Wtirzburg. I GEN. s wird für einige Knaben, welche ein Progymnasium und Schule besuchen, zur Nachhilfe und Private unterricht ein Kandidat gesucht. Hauptsache ist strengreligiös jüdisch-wissenschaftlich gebildet und tüchtig in allen profanen Wissenschaften. Derselbe muß auch namentlich in Englisch, Französisch und Latein unterrichten können. Franco - Offerten nimmt die Expedition d. Bl- «uh. Nr. 247 entgegen. Gfefit. einen mit den nöthigen Schulkenntniffen v.er- O sehenen jungen Mann ans achtbarer Familie ist in dem Manufacturgeschäft des H. Stern in Langest^ schwalbach auf nächste Ostern ein Lehrlingsstelle offer^ wo an Sabbat und Festtagen geschlossen ist. ^kür eine streng religiöse. Familie wird ein junges ü Mädchen aus guter Familie gesucht, welches in Weißzeug-Nähen und andern w/äblichen Arbeiten erfahren ist, und zugleich größeren Kindern zum Ankleiden behilflich sein kann. Franco-Offerten sab. Nr. 25& besorgt die Exp. d. Bl. in in Gymnastalwissenschaften gebildeter junger Mann, dem gute Zeugnisse zur Seite ftchm, sucht zu Ostern in Süddeutschland oder in Österreich am liebsten in der Nähe Italiens unter bescheidenen Ansprüchen in einer religiösen. Familie bei Kindern von 6—14 Jahren eine Hauslehrerftelle. Ilusr.ag.en erbitte unter P. E. M. 272 in der Expedition dieser Zeitung. ^ür ein Manufacturpaaren-Geschäft wird per 1. o April d. I. ein Lehrling gesucht. Kost.'und LpgrS im Hause. Samstag geschlossen. — Offerten besorgt die Expedition d. Bl. aub Nr. 24ß. . ie israelitische Gemeinde Hagepheim im Elsaß (bei Basel) verlangt noch einen Lehrer, her, der hebräischen Grammatik kundig, die hebräische mch deutsche Sprache zu lehren hat. Kandidaten, die das Examen gemacht und mit guten Zeugnissen versehen sind, haben fick zu melden bei DavidLevy (von Hägenheim) in Basel. Jahresgehalt Fxcs. 1200. Cy« meinem Ltzeißwaaren- und Buntstickerei-GesHstft suche ich ein jüdisches Lehrmädchen zum soforttgen Eintritt. Sabbat und jüdische Feiertags geschlossen. Sophie j^ierhadi» Trier, Nagelstrasse.

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