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Der Israelit · 1870-02-02 · Heft 5 (2.2.1870) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 5 (2.2.1870)
Date
1870-02-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XI. Jahrgang. jw «. )- Der Israelit. Ein Kenlrat-Grgan für das orthodore IudentHum. Herausgegeben von V». Lehmann in Mainz. . Mittwoch, den 2. Februar 5630 (1870). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens S Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. E. »der.fi. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Be, iellungen an. Inserate l4/2 Sgr. die Petitzetle oder derm Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francoznsendung um>er Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt: Leitende Artikel: Offener Brief an Herrn vr. Rülf in Memel. Die von der Neologie beabsichtigte Gründung einer jüdischen Facultät zu Berlin. Zeitungsnachrichten und 0 orrespondenzenrDeutschland: Württemberg Berlin. Posen. Hamburg. — Oesterr.- Ung. Monarchie: Prag. — Frankreich: Paris. Feuilleton: Bostanai. Anhalt der ersten Aeilage: Leitender Artikel: Die Unzulässigkeit und Gefährlichkeit einer israel. Ober-Kirchenbehöroe. Zeitungsnachrichten undCorrelpvndenzenrDeutschland. Frankfurt a. M. Berlin. Berlin. Anhalt der z«ekten Neikage r Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: - Stuttgart. — Oefterr.-Ung.-Monarchie: Eisen-' 7 stadt — Donaufürftenthümer: Bukarest. Leitende Artikel. Offener Aries an Kerrn vr. Aülf in Memel. Berlin, 18. Januar. Nach Ihren mit mir geführten Korrespondenzen würde ich üb«nsowohl darüber erstaunen, daß Sie zur Veröffentlichung Ihres neuesten „Eingesandt", (Z. d. I. Nr. L) Freundschaft mit Herrn Philippson*) geder Red : Wir müssen hier zur Bertheidigung, des Herrn Dr. Rülf mittheilen, daß er seinen „Gegenprotest auch uns zur Veröffentlichung im „Israelit" einschlossen, als auch, daß Sie für das ganze Königsberger Comit«, „die besten Männer, die Delegirten von vielen Tausenden Glaubensgenossen", eine Lanze brechen, wenn ich nicht wüßte: tsmxora rnutantur et nv8. Ein fulminantes „Eingesandt" an den Mann, und nun gar vor die Oeffentlichkett z« bringen, ist man oft etwas weniger wählerisch über Ort und Gegenstand; und wie süß ist's, wie selbstbewußt und großartig „Schmach" aus Männer zu werfen, wie: Bamberger, Eltling^r, Schreiber Liber, rc. Thut aber nichts, mein lieber Herr Rülf, das »«son ton V"25>v.-n gilt auch 'relativ. Man weiß doch nach wie vor, wer Bamberger ist, der zu tausend andern verdienstlichen Werken sich im letzten Jahre so ausdauernd, wie Keiner, nur Sie ausgenommen, der Verzweiflung unsrer Brüder in Westrußland angenommen, ein ganze« Jahr lang für di» selben gebettelt und gesammelt hat; man weiß doch, wer Ettlinger ist, der seit fast einem halben Jahrhundert als einer der hervorrag ndsthn Leuchten des Judenthums dasteht; man weiß auch, wer Schreiber, der personificirte Mittelpunkt der jüdischen Orthodoxie in Ungarn ist; und wer poi '"j ist, weiß man ebenso gut, wie man alle übrigen „Cvnsorten" kennt. Sie sagen: „diese- und Konsorten laden eine Verantwortung gegen Gott und Welt aus sich, die sie nicbt bestehen können." Nun, diese Rabbinen wiffen ebenso gut, wie ihr gestrenger Schulmeister, was sie gegen Gott und Welt verantworten können, und was nicht. „Niemand gibt ihnen das Recht, gegen Werke und Personen zu protestiren, gesandt hat. Wir hätten denselben auch zum Abdruck gerächt, wenn er rein sachlich gehalten wäre und wenn Herr Dr-. Rsich der Schmähungen enthalten hätte.

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