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Der Israelit · 1870-01-26 · Heft 4 (26.1.1870) · page 20

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 4 (26.1.1870)
Date
1870-01-26
Page
– (sequence 20)
Language
German
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76 mitzutheilen, ob sie es für gut finden, daß jede Gemeinde nach der Seelenzahl betheiligt werde. Der Antwort hierauf sehen wir noch entgegen, erst nach dem Empfange derselben können wir den deutschen Rabbinen einen Antrag um eine neue Feststellung machen, auf daß ste nach ihrer Weisheit urtheilen. IX. Um dem Leser eine klare Einsicht im Betreff der Verkeilung zu verschaffen, müssen wir zum Schluffe noch die Ursache angeben, warum die deutschen Rabbinen der holl, deutschen Gemeinde verhältnißmäßig einen so bedeutenden Antheil zuerkennen, obschon die Seelenzahl derselben nur gering ist. Es ist bekanntlich überall Gebrauch, daß jede Landsmannschaft sowohl die Sephardim als die Deutschen, nur die Gemeinde ihrer Landsleute unterstützen, nur diese nennen sie ihre Landsleute; doch alle andere Gemeinden, auch die holl, deutsche, werden als Fremde betrachtet, und von den Einnahmen jener Landsmannschaften wird ihnen nicht das Mindeste verabreicht. Die ersten hiesigen Pekidim billigten jedoch dieses Verfahren nicht; sie machten keinoniHKiterschied zwischen Bruder und Bruder, zwischen 'Kindern eines Vaters, die doch alle gleiche Ansprüche auf die von den außerpalästinensischen Glaubensgenossen zur Erhaltung der Mischen Niederlassungen im Lande unserer Väter gespendete Gaben haben. Heil dem, der. dem Vorbilde jener Pekidim, unsrer Vorgänger folgt! Wir werden auch unsern Weg nicht verlassen, wie. dies auch unsere Brüder in Holland und Deutschland rhun, wir werden darauf beharren, unser Augenmerk aus die holl, deutsche Gemeinde zu haben, ohne unsere Hand von den andern Gemeinden in den vier heiligen Städten abzuziehen. Jedenfalls kommt aber der holl, deutschen Gemeinde ein reicherer Theil der Gaben zu, die aus ihren resp. Geburtsländern kommen; denn ohne jene Gaben würde ihrer bei den andern Gemeinden kaum gedacht werden. Möchte Ihr Wunsch erfüllt werden, und in allen Landen Gehör finden, daß man überall thäte wie wir! Möchte eine gemeinsame Kasse für alle Israeliten des heiligen Landes bestehen! Dann würden Friede und Ruhe erreicht, und Streit und'Hader fliehen, alle Gemeinden würden in Ruhe verharren, bis dep Verkünder des Heiles erscheint, Hilfsbedürftige aus dem Lande schwinden und Zion sich ihrer Männer rühmen! Empfangen Sie die Grüße Ihrer Sie hochachtenden Pekidim und Amarcalim der israelitischen Gemeinden im heiligen Lande, residirend zu Amsterdam, (w. g.) Aklba Lehren, Präsident. (w. g.) J. A. Boos, Sekretär. *L-/ ttsiS Verantwortliche Redaction: Dr. Lehmann. — Verlag der Le R oux'schen Hosbuchhandlung. — Dampf»Schnellprrfsendruck von I. Gottsleben in Mainz.

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