Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 11 (1870)
- Issue
- Heft 1 (5.1.1870)
- Date
- 1870-01-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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XI. Jahrgang jw i. Der Israelit. Ein Aentrat - Grgan für das orltjodore Iudenthum. Herausgegebm von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 5. Januar 5630 (1870). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 8 Thlr. pr. E. »der fl. 6. 15 kr. rh. Man abovnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nchmen Bs» - stellungen an. Inserate Vfo Sgr. die Petitzetle oder deren Raum. Oesterreichische Banknotm laut Cours. Directe Franaqw» sendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt: Leiterde Artikel: Rückblick. Die Verhandlungen der israel. Delig.rtencon,miision zu Stuttgart. Zeitungsnachrichten und borrespondenzen: Deutschland: Mainz. Mainz. Frankfurt a. M. München. Fürth. Borken. Berlin. Asien: Calcutta. Feuilleton: Bostanai. Inhalt der Neilage: Leitender Artikel; Literarischer Bericht. Aeitengsnachrlchten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Königsberg. Kiel. Aus Schleswig - Holstein. Oesterreichisch-Ungarische Monarchie: Wien. Ofen. Oderberg. EperieS. Holleschau. Frankreich: Paris. Paris. " Feuilleton: Ein „Schadchen" vor Gericht. Leitend« Artikel. Hl ü ck v l i ck. Das verflossene Jahr war reich an mannigfaltigen Ereignissen. In der jüdischen Welt nahm wiederum die Noth und das Elend unserer westrussischen Glaubensgenossen die volle Aufmerksamkeit in Anspruch. Der allgütige Gott hat uns die Gelegenheit geboten, zu zeigen, daß wir Juden, wenn auch in Sprache, Sitten, Gewohnheiten, Anschauungen verschiedm, UNS allüberall als Brüder sühlen. Gott sei Dank, die drückendste Noth ist überwunden, und der Allweise wird unS den rechten Weg führen, damit es uns gelinge, für die Hebung der Zustände unserer Brüder in Rußland in der rechten Weise Sorge zu tragen. In religiöser Beziehung hat die Leipziger Sy-. - node die Kasseler Rabbinerversammlung fortgesetzt./- Unsere Leser wissen bereits, daß diese Synode gang'^ resultatlos verlausen und daß sie, durch die Rabbiner- . ** conferenz in Philadelphia carriquirt, erst in daS rechte. " Licht ist gestellt worden. Zugleich mit der Synode hielt in Leipzig ein jüdischer Gemeindetag seine Sitzungen. Der Plan, die jüdischen Gemeinden unter sich in gewissen allgemeinen, namentlich die Verwaltung und die Wühbthätigkeit betreffenden Beziehungen zu vereinen, ist 4M sich ein gewiß ganz löblicher; allein, da die Begründung des Gemeindetages.mit der Synode in Bezug auf Ort und Zeit zusammenfiel, so wurde auch , crsterer nur mit gerechtem Mißtrauen betrachtet. Vor einigen Tagen erhielten wir von dem Vorsitzenden des Gemeindetages, Herrn Moritz Kohner zu Leipzig ein Schreiben mit dem Ersuchen, ihm mitzutheilen, wie wir die Aufgabe des Gemeinde-TageS oder -Bundes auffaffen, um diese unsere Anichauungen in be£' Ausschußsitzung am 1. und 2. Januar vorzubringeü. Herr K. spricht schließlich die Hoffnung auS, daß vom Gemeindetage alle uns trennenden Ohjecte wegfallen und schließlich nur die einigenden übrig bleiben. Wir haben hierauf Herrn K. geantwortet, daß wenn der Gemeindetag sich so constituiren wird, daß seine Beschlüsse dem wahren und unverfälschten Judenthume entsprechen, wir diese freudig begrüßen und nach Kräften fördern werden. — Wir wollen nur Einig-