Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 52 (29.12.1869)
- Date
- 1869-12-29
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Jetzt wohnt Joseph mit seiner Familie wieder in London. Als der Erzähler dieser Geschichte im vorigen Sommer in London war und die Synagoge in Baiswater besuchte, da fiel ihm ein Herr aus, der in besonderer Andacht die Worte sprach: Gelobt sei unser Gott, der uns zu Seiner Ehre erschaffen, und gesondert von den Irrenden, uns gegeben eine Lehre der Wahrheit und ewiges Leben gepflanzt hat ra un$. Es war Joseph del Monte, dessen Geschichte wir im Vorstehenden mitgetheilt haben. — AN ZE Arrfruf Mr Mildthsrigkeit. Trebur. (Grh. Hessen), im Dec. Ein furchtbares Unglück hat sich in unserm Orte ereignet. Am 5. d. M. wollte ein braver, fleißiger Mann von hier, Joseph Heimbach mit seinem 19jährigen Sohne seinen Geschäften nachgehen, als er auf der zugefrornen Schwarzbach eine seiner Enten erblickte, die in Gefahr war, einzuftieren. Um diese zu retten, wngte er sich noch aus die dünne Eiskruste, brach ein und versank. Der Sohn eilte seinem Vater zu Hilfe und versank ebenfalls. Hilfe kam zu spät. Der Sohn wurde als Leiche hervorgezogen, der Vater lebte noch einige Minuten und starb dann, sich als die Veranlassung zum Tode seines Sohnes anklagend.' Der verunglückte Joseph Heimbach hinterläßt eine Wittwe und einen 84jährigen Vater in den ärmlichsten Umständen. Ihrer Ernährer leraubt sind Beide dem Mangel preisgegeben, wenn sich nicht edle Glaubensgenossen ihrer annehmen. Herr Vorsteher Jonas Mayer in Trebur sowie Herr Rabb.vr. Lehmann in Mainz haben sich bereit erklärt, Spenden entgegenzunehmen. ie israelitische Cultusgemeinde Nastätten, Provinz Nassau, sucht einen Religionslehrer und Vorbeter, bis zum 12. April 1870, wo möglich ledig. Gehalt 260—300 fl. Nebenverdienste extra. Hierauf Reflectirende belieben sich an den Unterzeichneten zu melden. Nastätten, 20. December 1869. Der Vorsteher Aronthal. /Lin junger Mann, der in einem Liqueur- und Brannt- Vp wein - Geschäfte gearbeitet hat, sucht eine Stelle ln einem ähnlichen oder am liebsten.in einem Weingeschäst als Volentaire, wo Sabbath und Feiertage geschlossen ist. Franco-Offerten beliebe man an die Expedition d. Bl. suir Nr. 1555 zu richten. Ein Lehrling mit guten Vorkenntnissen und von respectabeler Familie für mein Mode- und Kurzwaarengeschäst zu baldigem I Gr E No Eintritt gesucht; row und v"' streng geschlossen. Gegen entsprechende Vergütung Kost und LogiS im Haufe. A. H. Wertheim in Fulda. Im Verlage der Schletter'schen Buchhandlung (H. Skutsch) in Breslau erscheint vom Januar 1870 ab: Israelitische Wochenschrift für religiöse und sociale Interessen des Judenthums. unter Redaction des durch eine langjährige, praktische und literarische Wirksamkeit auch in' weiteren Kreisen bekannten Rabbiners Di». A- Treuenfels in Stettin. Jeden Mittwoch eine Nummer von 8—12 zweispaltigen Quart-Seiten im Format der Gartenlaube. Preis vierteljährlich 20 Sgr. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postanstalten, durch welche auch Probe-Nummern vom 1. Januar ab unentgeltlich ausgegeben werden. Die israelitische Wochenschrift wird sich von jedem Extrem fern zu halten suchen. Sie wird durch populär gehaltene Aufsätze über Lehre des Judenthums und über religiöse, die Gegenwart bewegende Fragen, durch Mittheilung von Tagesbegebenheiten und Gemeinde- Angelegenheiten, welche das jüdische Publikum interessiren, durch Besprechung wissenschaftlicher Schriften insofern sie für einen größeren Leserkreis angemesser. erscheinen, durch Feuilleton und Journalrevue für religiöses Thun und religiöse Erkenntniß nach Kräften zu wirren bemüht sein. DM- Inseraten jeder Art (die dreispaltige Petitzeile oder deren Raum IV2 Sgr.) ist, durch die sehr öedeutende Auflage, die weiteste Verbreitung und günstiger Erfolg geficherl. Annonce. Für ein Kurz- und Merceriewaarengeschäft en gros in Frankfurt a. M., welches an Samstag und Feiertage geschlossen hat, wird ein junger Mann in die Lehre gesucht. Franco-Offerten beliebe man unter E. & F. Nr. 100 poste restante Frankfurt a. M. zu richten.