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Der Israelit · 1869-12-29 · Heft 52 (29.12.1869) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 52 (29.12.1869)
Date
1869-12-29
Page
– (sequence 1)
Language
German
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X. Jahrgang. Öfe* Der Israelit. Ein Kenlral - Organ für das orthodoxe Iudenthum. Herausgegeben von Br. LeHmann in Mainz. Mittwoch, den 29. December 5630 (1869). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. E. oder fl. 6. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate l*/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours- Directe Francozusendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusmden. Da mit dem 1. Januar eiu neues Quartal beginnt, lo erlaßbeu wir uns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam z« machen, daß namentlich bei der Post ddS Aboaaement frühzeitig erneuert werde» m«ß, Hamit die Versendung keine Unterbrechung erleide.__ Inhalt. Leitender Artikel: Ein Theil der katholischen Presse und die Juden. 3eitungSnachrichten und «Korrespondenzen; Deutschland: Mainz. Mainz. Darmstadt. Fürth. Schwabach. Karlsruhe. Karlsruhe. Lübeck. — Oesterreichischer Kaiserstaat: Wien. Pchh. Oderberg. Aus Krems. — Holland: Amsterdam. — Palästina: Jerusalem. Feuilleton; Graf oder Jude? Anhalt der Beilage: Zeitungsnachrichten und Cvrrespvndenzen: Deutschland: Wiesbaden. Fürth. — Oesterreich. Kaiserstaat: Boskowitz. Unghvar. Feuilleton: Der Traum in seiner Deutung und Bedeutung. Gras oder Jude? Leitender Artikel. gin Weit der katholischen treffe mb bie Snbm. Mainz, ben 21. Der. ES ist uns der erste Theil der Nummer 42 des hier in Mainz erscheinenden „Katholischen Volksblattes" übersandt worden. Wir hatten bisher von der Existenz eines solchen Blattes nichts gewußt und glauben auch, daß dasselbe hier in Mainz wmig oder gar nicht gelesen wird; wie wir vernehmen, soll es sein Publikum unter der bäuerlichen Bevölkerung des Rheingau^s haben. Der Leitartikel dieses Blattes bespricht eine von dem unterdeß verstorbenen vr. Le* vin ger in Wien in einer dortigen Volksversammlung': gehaltenen Rede, in welcher derselbe sich über die Klosterfrage in nicht eben freundlicher Weise geäußert hatte. Wenn wir uns nun auch gedrungen fühlen, unsere Mißbilligung darüber auszusprechen, daß Juden sich in Fragen mischen, die zu entscheiden bester den eigenen Cvnfessionsangchörigen ansteht, ferner darüber, daß Juden sich über Schaden und Mängel der katholischen oder einer andern Kirche in einer Weise äußern, die dazu angethan ist, den leidenschaftlichen Haß der davon Betroffenen gegen alle Juden heraufzubeschwören, so müssen wir doch auch andererseits diejenigen katholischen Blätter auf das Energischste zurechtweisen, welche mit Freuden eine solche Gelegenheit ergreifen, um Lüge und Verleumdung gegen das Judenthum als solches zu schleudern. Der v rstorbene vr. Levinger hat über die Klöster „Gericht gehalten." Weil dieser vr. L. von Geburt ein Jude ist, fühlt sich das „K. V." dadurch veranlaßt, etwa den Dr. L. zu widerlegen? Nein, nichts davon, sondern — den Talmud zu verlästern und eine Reihe von Lügen über denselben auszustreuen, durch die seine bäuerlichen Leser dahin gebracht werden sollen, die Juden für Diebe, Betrüger und Ehebrecher zu

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