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Der Israelit · 1869-11-24 · Heft 47 (24.11.1869) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 47 (24.11.1869)
Date
1869-11-24
Page
– (sequence 13)
Language
German
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905 bei ähnlichen, damals besprochenen Gelegenheiten seinem Helden eine .öffentliche Anerkennung" zu Theil werden zu lassen? Aber nein! auch dies ist „Unwahrheit"; diesmal heißt es: „Erwiderung", durch welche der Br. G. reingewaschen werden sollte. Allein, die Farbe, welche an ihm haftet, ist echt, und ist Niemand im Stande dieselbe zu entfernen. felfcft „beschlußmäßige" unverschämte Lügen nicht, und ist es heute meine Aufgabe, meine gemachte Mittheilung durch Beweise zu bekräftigen und insbesondere das Inserat des hiesigen Vorstandes in Nr. 40 d. Bl. zu widerlegen. Wenn der Vorstand es eine „grenzenlose Unwahrheit" nennt, daß hier zwei Parteien existiren, so nenne ich diese Behaupt» g eine nichtswürdige Unwahrheit, denn ron der hiesigen, — nicht 200 — wie behauptet — sondern nur 130 Familien zählenden Gemeinde, haben sich nicht zwei Friedensstörer, sonde n 10, jage Vierzig Familien die in jeder Beziehung den Kern der Gemeinde bilden, nur wegen des Br. Grünseld loSgerissen und bilden eine vollständig isolirte Gemeinde, die ihr eigenes B tlocal, sowie ihre eig nen Cultusbeamtcn unterhält. Dieses ist aus einigen hier beigefügten B iefen ersichtlich. Der Behauptung gegenüber, daß man sich an die betreffenden Rabbiner gewendet hat, um dieselben zu dem erwähnten Widerruf zu bewegen, und daß dieselben m „zweideutiger" Weise den Verläumdern Gehör gegeben haben, ließe sich sehr Vieles sagen, doch mögen wenige Worte genügen. Leute, die zu den Q’Otp wv gehören, glauben, daß der sel. Rosenstein, daß Herr Rab irrer Lichtenffein rc. rc. sich in diesem Falle, wo es sich um den Frieden einer Gemeinde gehandelt hat, zweideutig erklärt hätten! Tollte es der Vorstand den alten ehrwürdigen Rabbinerr nicht mtraucu daß, wenn sie dem Br. G. RabbinatS-Zeugn'sse ertheilt, sie dies auch ohne Zögern gesagt hätten? Es wird ohne Weiteres als „Unwahrheit" erklärt, daß der sel. Rosenstein von Seiten des Vorstandes wegen der Wichtigkeit des detr. Zeugnisses angesragt wurde. Die damaligen Vorstandsmitglieder, welche leider noch jetzt in Funktion sind, se inen ein schwaches GedäLtniß zu haben; denn als das im Original hier beigesügt? Schreiben des sei. Roscnstein *) von dem damaligen ersten Vor- *) Auszug aus dem Briefe des f l. Rosenstein, An einen Wohll. Vorstand der jüdischen Gemeinde zu Tuchel. rc. rc. Die Hauptsache aber ist die Erwähnung in Bezug auf die pw, welche ich dem 0r. G. gegeben haben sollte. Habe ich es schon geschrieben und erklärt, erkläre es Ihnen hiermit nochmals, daß ich niemals einem meiner Lchüler, selbst einem tüchtigen Talmudistm, je eine r>f»iw pw gegeben habe. Berlin, den 15. April 1868. rc. rc. ergebenst gez. E. Rosenstein, Rabbinats-Assessor. steher der Versammlung vorgelegt wurde, da schrieen die weisen Männer des Rachs: „Wir wollen nichts sehen!" Auö diesem Briefe geht hervor, daß Rosenstein dem Br. G. keine n*nin mnn ertheilt hat. Aus einem anderen, ebenfalls im Original hier beigefügten Briefe des H. Rabbiners Suther in LobfenS geht hervor, daß der Br. G. die anliegende Abschrift einer nenin mnn wie solche auf einen mn bni lautet. welche er vom sel. Rosenstein erhalten zu haben erklärte, (dieses ist eben das verhänrnißvolle Zeugniß au* Grund dessen Br. G. hier ausgenommen wurde) an den Erfteren mir dem Ersuchen gesandt hatte, ihm im Anschluß an dasselbe, auch ein Zeugniß zu geben. So h it Br. G. eö auch bei dem ehrwürdigen H Rabbiner Feilchenfe d in Ragasen gemacht. Vom Herrn Rabbiner A. Lichtenstein aus Hamburg hat der Br. G. ein RabbinatSdip'om vorgelegt, welches er nach der anliegenden Erklärung des Erstern gar nicht bekomme» hat. Bei der „Acquisition" des Br G. wurde aber aus die gedachten Atteste kein Gewicht gelegt, w.il derselbe „im Besitze rabbinischer Zeugnisse von 'bni ist. Welche Dreistigkeit, solche Behauptung öffentlich in die Welt zu jchleu ern! Wenn er Zeugnisse von besitzt, wozu hätte er diejenigen gebraucht, durch welche er seinen ganzen Wert 7 verloren hat? Der Vorstand bezeichnet alle im Artikel Nr. 35 angeführten Thatsachen durchweg als Unwahrheit, so auch daß der Erstere den Br. G. zu einer nochmaligen Prüfung, die er in Jnowraclaw bestanden haben will, veranlaßt habe, während es nicht bestritten werden kann, daß dem Br. die Kosten dieser Reise mit 15 Thlr. aus der Gemeindekasse ge ahlt wurden. Es ist vielmehr eine Lüge, daß in der Gegend von Jnowraclaw eine Stelle für den Br. G. vakant gewesen und drß er zu diesem Zwecke, neben feinen Zeugnissen von ^*02?' noch ein Schreiben vom pn H. Salinger aus Jnowraclaw gebraucht hat. Als der Br. G. auS Jnowraclaw mit diesem Schreiben retournirt war, trat der Gemeinde-Vorstand mit dem Vorstände der Gegenpartei des Br. G. wie in jenem Artikel in Nr. 35 gesagt war, unter Vorzeigung einer Abschrift des Zeugnisses von rc. Salinger in FriedenSunterhandlung; also ein Bew-is, daß dasselbe nur zur Herstellung des Friedens hier bestimmt war. Zu diesem Bchufe wurde auch das Zeugniß im Original in einer gemeinschaftlichen Sitzung deö Vorstandes und der Repräsentanten der zur Gegenpartei des Br.'S gehörigen Mitgliedern der Versammlung vorgelegt, und dabei die beschriebene Radur bemerkt, sonst wäre eS von diesem Zeugnisse ganz stille geblieben. Namentlich wird aber bestritten, daß rc. Salinger dem Br. G. das in Nr. 40 d. Bl. veröffentlichte Zeugniß ertheilt habe und die zwei beifolgenden Originalbriefe vom

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