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Der Israelit · 1869-11-24 · Heft 47 (24.11.1869) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 47 (24.11.1869)
Date
1869-11-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
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X. Jahrgang. JM 4». Al1 Der Israelis E i n Eentral-Hrgan für das orlhodore Audenthum. Herausgegebm von vr. Leb wann in Mainz. Mittwoch, den 24. November 5630 (4 86 9). J-ÜUg ..! -lg.-»» ' — — .L.ULL-JSJL Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder st. 6. iS fr. rh. Man abovnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandttmgm und PostänUer nehmen fl» stellungm an. Inserate l*/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Fram»z»> sendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. E. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusmde». Anhalt. > Leitender Artikel: Kämpfe. (Zum Chanukahfeste)! Zeitungsnachrichten und Corrcspondenzen: Deutschland:! Berlin.— Holland: Stcenwigk. — Palästina: Jerusalem.! — Australien: Melbourne. Feuilleton: Graf oder Jude? Anhalt der erste« Freitage: Leitender Artikel: Ueder das Schlachten der Thiere. Zeitungsnachrichten und Corrrspondcnzen: Deutschland- München. München. Stuttgart. Heilbroun. Berlin. Berlin. Rumänien: Bukarest. Bukarest. Bukarest. — Amerika: New-Ilork. Auhalt der zweiten Freitage: Zeitungsnachrichten «nd Correspondenzen: Oesterreich. Kaiserst.: Pesth. — Schweden: Stockholm. Feuilleton: Ein noch ungedruckier Brief A. von Humboldts an einen Juden. — Hannay und ihre Söhne. Inhalt der wissenschaftlichen Freitage: Zur Schristcrklärung. — Die neue von Fischer besorgte Ausgabe des Vuxtorf'schen Lcxicon Chaldaieum tal. et rabb (Leipzig 1867.) Leitender Artikel. Kämpfe. (Zum Chanukahfeste.) Die größte Lehrerin des Menschengeschlechts ist! die Geschichte, und unter allen Zweigen der Universalgeschichte ist die Geschichte unseres Volkes die lehrreichste. Dieses Volk, das Gott zur Erziehung der Menschheit geschaffen, getragen, herangebildet hat, dieses Volk, das Hot kämpfen müssen gegen alle bedeuten- > den Nationen der Welt, dasTkeil genommen an all«! Entwicklungen des MenschengeifteS, dem Gott als Wohni sitz ein Land angewiesen, da wo die drei Erdtheile der alt« I Welt sich berühren und wo die Brücke der Völkerwanderungen. der Züge der Eroberer hat überschritt« werden müssen — dieses Volk ist das Herz der Menschheit und seine Gesäickte ist gleichsam die Quintessenz der Weltgeschichte. Aber nur dann ist die Geschacht? lehrreich, wenn sie wirklich lebendig im Bewußtst des Volkes lebt, und auch dafür ist gesorgt. Die Denkmäler der jüdischen Geschichte, welche die Erinnerung stets frisch und lebendig erhalten, sind die Feste. Das jüdische Kind, welches die Chanukah-Lichtlein anzündet am Vorabend des 25. KiSlew, steht damit inmitten der Erinnerung an die Mackabäerzeit. Der gefahrdrohendste Zusammenstoß für das jüdische Volk war der mit dem Griechenthume. Als Abraham die Götzenbilder des gewaltigen Jägers Nimrod zertrümmerte, hatte er nur die rohe Kraft des rein sinnlichen HeiventhumS zu bekämpfen; sie mußte weichen vor der göttlichen Idee. Als die Familie Jacobs in Mizrajim weilt«, hatte ne sich nur fern zu halten von einem sittenlosen Thi er dien sie; rein an Sitten zog Israel aus, da Gott es befreite. In der babylonischen Gefangenschaft i war es der Dienst der Gestirne, der Israel nicht I abwenden konnte von seinem einzigen Gotte. Nun aber zog das Griechenthum nach Asten über den Hellefpont. Der siegreiche Alexander stürzte die persisch-babylonische Herrschaft; mit ihm zoein Götterthum ein, das feiner und vollendeter war als die Religion« der allen astattfchen Völker.

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