Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 46 (17.11.1869)
- Date
- 1869-11-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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X. Jahrgang. , J\j 46. Der Israelit. Ein Kentrat - Hrgan für das orthodore Iudenthum. Herausgegeben von vr. Lehmann in Mainz. Mittwo , den 17. November 5630 (186 9). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Be» fiellungen an. Inserate P/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozu» sendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. InHakt. Leitender Artikel: Die Thätigkeit des Herrn Rabbiner vr. Hildesheimer in Berlin. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. — Oesterreich. Kaiserst.: Proßnitz Neschow. — Rußland u. Polen: Odessa. — Holland: Amsterdam.— Frankreich: Paris. — England: London. — Türkei: Aus dem Orient. Candia. FeuillÄon: Grastoder Jude? Iuhatt der ISeilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Aus Bayern. Aus Westphalen. Berlin. Berlin. Lyck. Memel. — Amerika: Washington. Feuilleton: Jüdische Kaufleut« im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert. Leitender Artikel. Die Hhäligkeit des Kerrn Waööirrer Dir. Kildesheimer in Berlin. ^clittg, den 9. November. Bei der großen Wichtigkeit, welche die Neugestaltung des religiösen Lebens in Berlin, der Hauptstadt des norddeutschen'Bundes, der Metropole Deutschlands, der Hauptstadt der Intelligenz, für ganz Israel hat, werden es unsere geehrten Leser sicherlich angemessen finden, daß (wir der Besprechung dieser für! viele andere Gemeinden hoffentlich musterglltigen und beispielgebenden Entwickelung einen hervorragenden Platz in diesen Blättern anweisen. Herr Rabbiner Dr. Hildesheimer, der es verstanden, aus dem kleinen, unbedeutenden Eisenstadt einen Mittelpunkt des religiöse.: Strebens zu schaffen, weilt jetzt in Berlin. Der Herausgeber dieser Blätter darf sich sagen, zur Verwirklichung dieser Uebersiedelung das Seinige beigetragen zu haben, wenn auch mit Zagen und Bangen, so doch von unexschütterlichem Gottvertrauen "beseelt. Wir haben uns über die jüdisch-religiösen Zustände Berlins niemals Illusionen gemacht; wir haben die entsetzliche Verwahrlosung und Zerfahrenheit derselben stets richtig beurtheilt. Nichtsdestoweniger haben wir in diesen Blättern sowohl als in zahlreichen Privatcorrespondenzen uns stets energisch dahin ausgesprochen, „vr. H. muß und soll nack Berlin gehen!" Alle Zweifel, alle Bedenken, alle Rücksichten mußten schwinden der Ueberzeugung gegenüber, daß durch diese Uebersiedelung Großes für das Judenthum werde geleistet werden. Nun, Gott sei Dank, wir dürfen jetzt mit großer Befriedigung das große Wort aussprechen: „Es ist der rechte Mann am rechten Platze." Die Correspondenzen, die wir hier folgen lasten, werden unsere geehrten Leser von der Wahrheit des Gesagten überzeugen: I. Die Nkeligionsschule. Berlin, 5. November. Wir sind hoch erfreut, Ihnen von einer Schöpfung unseres verehrten Herrn Rabb. Or. Hildesheimer berichten zu können, von einer That, die bei einiger Kenntniß der Berliner Verhältnisse wirklich die vollste! \