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Der Israelit · 1869-11-03 · Heft 44 (3.11.1869) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 44 (3.11.1869)
Date
1869-11-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
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838 so oft gethan, indem er den Abrahamssegen lediglich dem Jakob ertheilt hat; auch Iizchak hatte, da er den Betrug erfuhr, den Segen zmücknehmen und dem Betrüger fluchen müssen: allein Iizchak spricht sofort rvn' -jro 01 „er mag auch gesegnet bleiben" und wiederholt und verstärkt diesen Gegen noch, da Jakob das Vaterhaus verläßt. Um jene Vorwürfe als nichtig zu erkennen, müssen wir das ganze Verhältniß Jakobs und Esaws zu einander und zu ihrem Vater Iizchak ins Auge fassen, ja, wir müssen noch weiter zurückgehen und die Erziehung des ganzen Menschengeschlechts in Betrachtung ziehen. Schon die ersten Menschen erfüllten ihren Beruf nicht, Beherrscher der Erde und Diener Gottes zu sein. Adam und Eva mußten aus dem Paradiese verstoßen werden, Kajin erschlug den Hebel, zu den Zeiten des Enosch fing man an, Götzen zu dienen. Je mehr sich die Menschen vermehrten auf der Erde, desto verderbter wurden sie, bis der allmächtige Gott sie durch Wasser hinwegraffte — nur Noah fand Gunst in den Augen des Ewigen. Aber auch die Nachkommen Noahs verfielen bald dem Götzendienste, bis ein einziger Mann auftrat, Abraham, der die Götzen zer.rümmerte und die reine. Gotteserkenntniß lehrte auf Erden, nicht mit Gewalt, mit Feuer und Schwert, sondern mit Liebe; sein Haus war weit geöffnet den Hungernden und Dürstenden, den ermüdeten Wandrern und die, so bei ihm einkehrten und sich labten und erquickten, die belehrte er und führte sie unter die Fittige der göttlichen Majestät. Daher ist Abraham iDn, das Prinzip der Liebe. Abraham's Erbe war Iizchak. Im Gegensätze zu dem Prinzips der Liebe idh, vertritt Iizchak das Prinzip der Gerechtigkeit jh. Die Liebe allein würde die Welt zu Grunde richten; sie, die sich den Schlechten zuwendet wie den Guten, würde den Ersteren d«S Uebergewicht geben, wie wir es ja täglich sehen und erleben, daß die übergroße Liebe der Eltern die Kinder verdirbt und sie zu schlechten Menschen werden läßt. Zu der Liebe muß sich die Gerechtigkeit gesellen, wie Gott seinem Namen der Liebe dem?rm op den der Gerechtigkeit beigesellt. Diesen, die göttliche Gerechtigkeit bezeichnenden Namen O'ni^r-r finden wir fast immer, wo von Iizchak die Rede ist. Bei der Verheißung seiner Geburt (c. 17 v. 15, 18, 19, 22), bei seiner Geburt (c. 21, v. 6), bei der Verheißung, daß Iizchak und nicht Jischmael der Abrahamserbe sein soll (c. 21. v. 12) -ei der Opferung (c. 22, v. 1., v. 6). — Allein, auch die Gerechtigkeit, das strenge Recht, darf nicht lediglich walten auf Erden, sonst würde die Welt nicht bestehen können, und das Menschengeschlecht würde nur zu bald die Vernichtung verdienen; daher müssen sich Liebe und Gerechtigkeit zu einem höheren Begriffe einen, und dieser höhere Begriff ist die Wahrheit, narr, deren Vertreter Jakob ist jnn nox. Und gerade Jakob will man der Lüge und des Betruges beschuldigen? Wir haben vor einigen Jahren den Begriff Wahrheit DON in einer Reihe von Aufsätzen der näheren Betrachtung unterzogen. Es gibt verschiedene Arten von Wahrheiten, und daher sprechen die Weisen von einem inoxV nox von einem Urtheile wahrhafter Wahrheit. Diese wahrhafte Wahrheit ist eine solche, welche das Urtheil nicht nach dem nackten Thatbeftande ermißt, sondern welche den Verhältnissen Rechnung trägt. Z. B.: Rüben hat den Simon getödtet; die That steht fest, ist durch Zeugen erwiesen; die Richter verurtheilen den Rüben zum Tode. Ist das Urtheil so ohne Weiteres der Wahrheit entsprechend? Nicht doch; die Richter müssen auch die Umstände und Verhältnisse erwägen; Rüben kann sich im Zustande der Nothwehr befunden haben u. dgl. mehr. Erst durch die Erwägung aller Verhältnisse wird die Wahrheit, die volle Wahrheit, die wahrhafte Wahrheit eruirt, und der Repräsentant dieser wahrhaften Wahrheit, welche die Liebe und die Gerechtigkeit in sich eint, ist unser Vater Jacob. Aus diesem Gesichtspunkte müssen wir die Jugendgeschichte Jakobs betrachten. Die beiden Söhne des Iizchak und der Ribkah, die beiden Zwillingsbrüder Jakob und Esaw bildeten die größten Gegensätze. O'bnm 3PV ün P'X Ipp' Jakob war ein vollkommener, frommer Mann, der sein Leben dem Studium göttlicher Weisheit widmete; Esaw war ein mp P'r>r Tä jhp p’fs, ein Mann,^ der sich aus Hinterlist verstand, der sich demriip dem unbe-' grenzten Felde gleich, durch kein göttliches oder menschliches Gesetz beschränken ließ, ein Räuber, Mörder, Ehebrecher. Im Midrasch Bereschith Rabbah, Paraschah 63 sagen die Weisen: mion bi wS2 jrop 2 pp' nen no 128 ,nmD3D rmayn nrvn ppon opin xdp ip wjm mraan by ip&j ]ru •p’S'? anpm idjj; ru ytn 'tp. Nicht Sucht nach größerem Mb« «»der nach der Herrschaft war eS, die Jakob veranlaßte, die Erstgeburt zu erstreben, sondern der Gottesdienst, welcher dem Erstgeborenen vorzugsweise oblag. Der Gottesdienst, der seinen Lohn erst im künftigen Leben erhofft, war es, den Esaw verschmähte, weil er das künftige Leben leugnete, w* ron, stehe, ich gehe dem Tode entgegen, dem ewigen Tode, was soll mir da die Erstgeburt? Jakob aber wußte, daß nur er und nicht sein Bruder tauglich und fähig war, dir Abrahamssegnungen zu erlangen mb zu verwirklichen , daS Heil Strf das ihm zu entstammend« Volk fortzupflanzen und dadurch das ewige Heil der ganzen Welt zu erwerben. Doch der nächste Erbe AbrahamS war Iizchak, und Dieser vertrat das Prinzip der si' ge ge D '\1 tco Fo err Ja lar er hai feil erl< @d trc Wc ert< Bej reu Erst lano Got erstc Vol Tho Geb der lassliebt« Mui Esar Jako befik

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