Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 40 (6.10.1869)
- Date
- 1869-10-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Ern Hentrat - Hrgan für das orthodore Audenthum. Herausgegeben von Dr. SZebmattn in Mainz. Mittwoch, den 6. Oktober 5630 (1869). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. L. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man adorrnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Beflellungen an. Inserate l‘/2 Sgr. die Petitzetle oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Eours. Directe Francazu» sendr ng unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Kußaft. Leitende Artikel: Zur radikalen Abhilfe des Nothstandes der Israeliten in Westrußland. — Gegenwärtiger Zustand unserer nothleidenden Glaubensbrüder in Westrußland. Zeitungsnachrichten «nd Correfpondenzen: Oesterreich. Kais erst.: Wien. Wien. Wien. Prag. Prag. Prag. Karlsbad. Prosnitz. Gebitsch. Pesth. Preßburg. — Italien: Florenz. — Rußlandu.Polen: Odessa. — Holland: Amsterdam. Amsterdam Amsterdam Amsterdam. — Frankreich: Paris. Paris.Paris.Paris. Straßburg.Metz — Großbritannien: London. Ramsgate. Oxford. Dublin. — Türkei: Canada. Amerika. New-Uork. Feuilleton: Graf oder 5ude? Inhalt der Metlager Leitender Artikel: Die jüdische Ehe. Zeitungsnachrichten und Correfpondenzen: Deutschland: Hamburg. Hamburg. Würzburg. — Oesterreich. Kaiser st: Miskolc). Galantha. — Rußland. — Amerika: Philadelphias Salt Lake City. —Palästina: Jerusalem. — Australien: Melbourne. Inhalt der ^rtra-HSeilage r Zur Unterstützung der nothl. Glaubensgen in West-Rußl. — Spenden für die Armen d. hl. Landes. — Bau jüdischer Armenu. Pilgerwohnungen in Jerusalem. — Für die Jeschibah in Wolosin. — Für die Waisen in Strzelno. — Für den leidenden Rabbiner Natoneck. — Für die Wittwen u. Waisen im hl. L. - Für die Abgebrannten in Schwinschotz bei Wilna. Leitende Artikel. Zur radikalen Zöhilfe des Mothstandes der Israeliten in Mestrußtand. Mainz, den 29. Sept. Wir haben heute an Herrn Albert Cohn in Paris daö untenstehende Schreiben gerichtet: Geehrtester Herr! In Ihrer freundlichen Anschrift vom 26. d. M. haben Sie die Güte, mir mnzutheilen, daß in Folge der Aufrufe, welche Herr Cr «mieux im Namen der All. ISr. univ. und die Herren Oberrabiner Llidor und Cohn zum Besten unserer nothleidenden Glaubensgenossen in Rußland erlassen, mehr als 50,000 frS. eingegangen sind, die Sie zur Schaffung von etwa» Dauerndem verwenden möchten; Sie wünschen zu diesem Zwecke meine geringe Meinung, der Ihre freundliche Gesinnung für mich Werth beilegt, zu wissen. Die Frage, wie dem entsetzlichen Elend jener Unglücklichen zu steuern und die Wiederkehr der grauenhaften Zustände der jüngsten zwei Jahre zn verhindert! sei, beschäftigt mich und mit mir so viele Andere, seit langer Zeit. ES sind denn auch gar mancherlei Projekte zu Tage getreten, die ich hier einzeln aufzuführen mir erlaube: 1) Das Auswanderungsproject nach Amerika. ES machen stch jedoch gegen daffelbe viele Gründe geltend. Das Pr öject würde sehr kostspielig sein und würde zu keinem günstigen Resultate führen. Leute, die arbeiten können, werden, nachdem die eigentliche Hungersnotb vorüber, sich auch in der Heimath ernähren, und die nicht arbeiten, würden m Amerika Hungers sterben. Ueberdies sind unsere amerikanischen Glaubensgenossen dem Prostete durchaus abhold, und dürsten wir aus deren Unterstützung nicht zählen. 2) Das Project der Einwanderung nach dem 1 Innern Rußlands. Dasselbe erscheint auf den ersten | Moment sehr empfehlenswerth, wird aber durch die gegenwärtige Gesetzgebung in Rußland ganz illusorisch. Es ist zwar den jüdischen Handwerkern gestatter, inS June e Rußlands überzusiedeln; aber nur gegen einen Paß , welcher von Jahr zu Jahr erneut werden muß. Dadurch sind die Einwanderer der Willkür und der Erpressung der russischen Subalternbeamten in ihrer ursprünglichen Heimath preiögegeben. Um dieses Prostet erfolgreich und iw wohUhätiger Weise zur Au»- I führung zu bringen, wäre es daher ver allen Dingen I norhwendig, dahin zu wirken, daß die russische Regie-