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Der Israelit · 1869-09-16 · Heft 37-38 (16.9.1869) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 37-38 (16.9.1869)
Date
1869-09-16
Page
– (sequence 14)
Language
German
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780 „So thuen Sie mir einm Gefallen!" „„Mt Vergnügen.- „Kennen Sie einen Herrn Alfred Cerf? er stammt «v» Bischheim. „„Wohl, wohl, er hat eine Fahrt? in Neuillh."" benachrichtigen Sie ihn, daß ich hier hin, daß es mit mir zu Ende geht und daß ich ihn noch einmal zu sprechen wünsche." „„Das soll geschehen."" „Gott segne Sie!" Noch an demselben Abend erhielt Alfred eine Depesche, auf die hin er am andern Morgen nach der rn« Picpus fuhr. Ja, eS ging mit Wolf Petit zu Ende. Der Mann, welcher so oft Millionär gewesen war, mußte im Hospitale sterben. „Alfred", sagte er, „ich habe ein wechfelvolleS Leben gehabt, war oft sehr reich und oft sehr arm gewest»; ich habe mir aber nicht« vorzuwerfm al« da« Eine, daß ich einst dein Vermögen mir aneignete und e« gefährdete. O, mich schreckt heute der Gedanke: wenn ich eS verloren und so dich darum betrogen hätte, wie schrecklich wäre da jetzt mein LooS, da ich k»m Tode entgegenschaue! Nun, Gott hat eS gnädig abgewendet; aber ich kann nicht ruhig sterben, wenn ich -Icht auch deine volle Verzeihung erlangt habe." „„Ich verzeihe Ihnen vollkommen"" cntgegnete Alfred; „„möge Ihnen Gott die Pforten d.'S Paradieses öffnen, wie ich Ihnen verzeihe."" „Habe Dank, habe Dank!" flüsterte Wolj. Sein Gesicht schien auf einmal wie verklärt, die Fallen glätteten sich und während Alfred die jüdischen Bekenntnißformel rief: Höre Israel, der Ewige unstr Gott, der Ewige ist einzig! regten sich noch die Lippen des. Sterbenden; dann stieg die unsterbliche Seele empor zu Gott, der sie gegeben. — ANZEIGEN Eine Erzieherin, mosaischer Religion, wird zur Erziehung von 4 bi» & Mädchen im Alter von 5 bi» 10 Jahren, mit einem Jahr^gehalte von fl. 400 ö. W., vom 15. October an, aufzunehmen gesucht. Beansprucht wird gründlicher Unterricht in deutschen Gegenständen, französischer Sprache, weiblichen Handarbeiten und Clavier. Reflectirenbe, die sich mit guten Zeugnissen über ihre Befähigung auSweisen können, wollen sich an III. Strassmann in M. Ostrau, Mähren, wenden.___ Offene Lehrerftelle Die Synagogen-Gemeinde Andernach beabsichtigt für die Special-Gemeinden Zirkenich und Kruft einen israelitischen Religionslehrer gegen ein noch näher zu vereinbarendes gutes G.halt anzustellen. Qualisicirte Bewerber wollen ihre Bemerkungen Li» zum 25. l. M1S. unter Anschluß ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorstand einreichen. Andernach, den 10. September 1869. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde zu Zirkenich, _Jacob Kaufmann._ Qtt mein Tuchu. Modewaaren-Gesckäft en detail ^)kann ein, die nöthigen Vorkmntnisse besitzender, junger Mann alsbald unter günstigen Bedingungen als Lehrling eintreten. L. A. levy in Eschwege. Uünzm. Eine kleine, aber werthvolle Münzensammlung von ca. 75 St. ist zu verkaufen, (30 silb. 45 kupferne). Es befinden sich dabei unter Andern: ein echter Vespasian (A. Yespas rc. B. JUDiEA CAPTA sc. ferner eine fein-filb. Denkmünze auf den westfälischen Frieden mit dem 'wk n um sowie eine kupferne Judensteuer-Münze des Dorfes Matzelsdorf in Ungarn und mehre andere dergl. Gefällige Angebote auf diese Sammlung, die sich varzüglich als niso ob. nsjns ob. ll'^v-Geschenk empfehlen würde, beliebe man der löbl. Exdedition d. Bl. sub. Nr. 237 einzusenden. Oehrling mit guten Vorkenntniffen, von respectabler A. Familie für mein Knrzwaarengeschäft sn gras (Schuh-Artikel) gesucht und £ *> streng geschloffen. Auf besonderen Wunsch Kost gegen Vergütung im Hause 8. Mannsbach in Cöln Marsilstein Nr. 64. Cln einem Modrwaarengeichäst en gros, welche» aOSonn- und Feiertage streng geschloffen kält, ist für einen mil tärfreien jungen Mann (Israelit) welcher in ähnlicher Branche schon gereist und dem gute Referenzen zur Seite stehen, eine Reisestelle offen. Frauco-Offerten können unter 0. 2. Nr. 1840, Post-Restante Constanz eingereicht werden.

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