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Der Israelit · 1869-08-11 · Heft 32 (11.8.1869) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 32 (11.8.1869)
Date
1869-08-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
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JM 32 X. Jahrgang Der Israelit E i n Gentrat - Hrgan für das orthodore Audenthum. Herausgegeben von Dr. Lehmann in Main z. Mittwoch, den 11. August 5)628 (1869). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs '6 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate ls/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. L irecte Francozusendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco eürzusendm. Zinhakl. Leitende Artikel: Der jüdisch-theologische Verein zu Breslau. — Ein Verein israel. Lehrer. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. München. Fürth. Aus Württeuiberg. Oberdorf im Ries. — Oesterreich. Kais erst.: Wien. Münchengrätz. — Dona ufür st enth.: Bukarest. — Feuilleton: Das Licht der Diaspora. Inhalt der Ueitage: Leitender Artikel: Die jüdische Ehe. Zeitungsnachrichten und Correspondepzen: Deutschland: Ulm a. d. D. Äonktzsberg. — Ita l i en Ankona. — £ onaU‘ fürstenth.: Bukarest. — s ' Inhalt der Hrtra-Zreilage r Zur Aufklärung und Veitheidigung unseres erneuten Rothruss. — Zur Unterstützung der nothlcid. Glaubensgenossen in West- ,. Rußl. — Spenden f. d. Armen des hl. L. — Bau jüd. Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. — Für die Jefchibah in Wolozin. — Leitende Artikel. Der jüdisch-theologische Verein zu Breslau. Mainz, den 4. August. Es ist uns von vielen Seiten der Vorwurf gemacht worden, daß wir die Leipziger Synode keiner ausführlicheren Besprechung gewürdigt haben, daß wir nicht näher auf die Einzelheiten jener tbörichten Verhandlungen emgegangen sind. Abgesehen davon, daß das noch immer geschehen kann, haben wir nnö gehütet, der Leipziger Synode eine Wichtigkeit beizulegkn die sie durchaus nicht bat. Jene Berathungen und Beschlüsse schaden dem Iudenlhume nicht; es sind Charlktanerien, an die mir uns längst gewöhnt haben. Seit fast drei Jahrzehnten wiederholen sich jene Verhandlungen und Beschlüsse bis zum Ekel, ohne daß irgendwie ein Erfolg sichtbar geworden. Man beschließt z. B. in Cassel, den dreijährigen Cyclus bei j den Tl vravorlesungen einzufübren und Niemand küm- ■ mert sich darum; die ihn haben, behalten ihn, die ihn nicht haben, führen ihn nicht ein; dem entgegen beschließt man in Leipzig einen einjährigen Cyclus —» die Hälfte vor dem Essen, die Hälfte nach dem Essen — und sofort legen zwanzig Herren dagegen im Namen ihrer Gemeinden Protest ein, da sie von dem schon mit lange von ihnen eingerichteten dreijährigen Cyclus nicht lassen mögen. Narreuspikl und nichts als Norrenfpiel! Herr Philippson und Herr Hochstädter von Ems und Herr Cahn von Trier und Herr Hirschfeld von Augsburg und Herr Emil Lehmann von Dresden — große Reformatoren das! Leute, gut genug, um Synode zu spielen und sich lächerlich zu machen. Aber in aller Stille wurde weiter östlich, in Breslau, und zwar zur selben Zeit, ebenfalls Synode gespielt; zwar bat dieses Synodchen gar kein Resultat gehabt; dem Grundcharacrer ihres Meisters gemäß, haben die Jünger nichts als zweideutige Redensarten zum Beschluß erhoben — und dennoch halten wir den jüdisch-theologischen Verein zu Breslau für weit gefährlicher als die Leipziger Lynche. Man mißverstehe uns nicht: nicht gefährlich halten wir ihn für das Judenthum, denn diesem kann die Zweideutigkeit, die Hohlheit, die Halbheit, das Wanten und Schwanken, i

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