Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 31 (4.8.1869)
- Date
- 1869-08-04
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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610 das schönste und bündigste gezeichnet habe. Simm «üique sei in Creseld stets der Wahlsprüch gewesen. Seiner Hochhaltung gelte sein Toast. Herr Pastor Schmidt freute sich der schönen Worte, möge man diese Worte verklingen lassen, und danach trachten, daß sie immer mehr zur Wahrheit werden u. s. w. Auch an sonstigen Toasten fehlte es nicht, bis die Fefitheilnehmer gegen 11 Uhr Abends die Tafel verließen, um noch dem Ständchen beizuwohnen, welches die Liedertafel dem Gefeierten an seiner Wohnung brachte. Fügen wir noch hinzu, daß sogar Samstags, als ^der Herr Oberrabbiner von seiner Wohnung sich zur Synagoge verfügte, sämmtliche Straßen, durch die er seinen Weg nehmen mußte, noch im Flaggenschmucke erschienen,' so glauben wir, den vollen Beweis für die am Eingänge dieser Zeilen ausgestellte Behauptung, erbracht zu haben. Serbien. Belgrad. Die Kammer (Skuptchina) hat die Emancipanon der Juden und die Gleichheit aller Einwohner des Landes vor dem Gesetze ausgesprochen. Amerika. Philadelphia. In Philadelphia gibt es sechs orthodoxe Gemeinden und eine Reformgemeinde. Unter jenen ist die Mikweh Israel-Gemeinde die älteste, sie besteht schon feit 1750. Die orthodoxe Rvdef-Scholem- Gemeinde (Deutsch) ist die reichste. (I. M.) Nachschrift. Mainz, den 1. August. Seit unserer jüngsten Veröstentlichung, die Absendung der gesammelten Gelder für die Nothleidenden in Westrußland betreffend, haben wir wiederum zwölfhundert Thaler, und zwar 500 Thaler an das Comi« in Memel, 500 Thaler an das Comitä in L y ck und 200 Thaler an das Comite in Tilsit gesandt. Die Summe der von uns in diesem Jahre für den obigen Zweck gesammelten und übermittelten Gelder beträgt nunmehr elftausend Thaler. In Folge des erneuten Nothruss zeigt sich überall eine rege Theilnahme. Die Sammelcomits'n nehmen sämmtlich ihre Thätigkeit wieder auf und zwar mit dem gesegnetsten und erfreulichsten Erfolge. Möge der allgütige Gott bald jener erschrecklichen Noth ein Ende machen und den Unglücklichen ausreichende Hilfe zu Theil werden lassen.' — 1IZE An einige unserer geehrten Mitarbeiter und Correspondenten. Es ist natürlich, daß die Leipziger Synode den Unwillen und den Zorn eines jeden wahrhaften Israeliten erregt hat; wir haben in Folge dessen eine große Menge von Artikeln und Correspondenzen erhalten, die sich nicht innerhalb des literarischen Anstandes bewegen; wir haben dieselben deßhalb bei Seite gelegt. Es ist wahr, daß unsere Gegner uns in maßloser Weise schimpfen und schmähen, daß der „Allgemeinen Zeitung des Iudenthums", der „Neuzeit" rc. kein Schimpfwort zu schlecht und unanständig ist, als daß sie es nicht gegen uns und gegen unsere Gesinnungsgenossen schleuderten; allein das soll uns nicht veranlassen, auch unsererseits in denselben Ton zu verfallen. Wir kämpfen mit den Waffen des Geistes für die heiligsten Güter der Menschheit lediglich in der Weise, die diesen hohen Zwecken angemessen ist. Mainz, den 20. Menachem 5629. ,_Die Redaktion des Israelit. in gut empfohlener Cantor und Schächter, zugleich Religionslehrer, sucht unter bescheidenen Ansprüchen eine Stelle. Gefällige Offerten nimmt die Exped. d. Bl. unter H. M. 1023 entgegen. I 6r E I. in junger Mann, der schon in mehreren größeren Gemeinden als Vorbeter fungirt hat, wünscht auf die kommenden Herbstfeiertage mr^n ttrcn und -nso nv einen ähnlichen Dienst als Cantor zu übernehmen. Herr Rabbiner vr. Wormser in Weilburg wird die Güte haben, nähere Auskunft über mich zu ertheilen. Ümanuel Jaeger in Wehrheim bei Usingen. Viehmärkte in Darmstadt. Am ersten Dienstag jeden Monats von März bis November finden Märkte für Milch- und Zuchtvieh, Schafe, Arbeitsochsen u. Pferde auf dem seitherigen Viehmarktplatz, nahe den Bahnhöfen und von diesen aus zugänglich, statt. (Fällt auf einen der ersten Dienstage des Monats ein israelitischer Feiertag, so wird der Markt um 8 Tage verschoben.) Die Fettviehmärkte finden auch in diesem Jahre unverändert jeden Mittwoch statt. Comit£ für die Viehmärkte in Darmstadt. Der Präftdent FnchS, Großherzoglicher Bürgermeister.