Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1869-06-23 · Heft 25 (23.6.1869) · page 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 25 (23.6.1869)
Date
1869-06-23
Page
– (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2446951-2447395-2447420--07346-2462942
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

501 „ Weil ich regelmäßig den Gottesdienst besuche und. „Was? Sind Sie Jude?" „Ich habe da« Vergnügen." „Mein Haus ist nicht da für die Ketzer." So geschehen den 15. Mai im Jahre 1669 in der Hauptstadt Paris. Colmar. Herr Simon See von hier wurde zum Richter am hiesigen Handelsgericht erwählt. (Univ. JSr.) England. London. Baron Lionel von Rothschild hat jüngst den Grundstein zu einer neuen Synagoge gelegt, zu deren Errichtung er 280,000 fl. gegeben. In seiner bei dieser Gelegenheit gehaltenen Rede hob er unter Anderm hervor, daß sich die Zahl der Israeliten in London immermehr vermehre, und daß die Israeliten einen hervorragenden Standpunkt in England in intellektueller, commerzialer und politischer Hinsicht einnehmen. (Univ. Jsr.) London. Der „Advertiser" der Insel Wight enthält folgende Anecdote: Ein amüsantes Beispiel, einen Andern beim Wort zu halten, ereignete sich kürzlich zu Ryde. Herr Greenberg, welcher mit aller Thatkraft für die Rothleidenden in Rußland collectirt, kam in den Laden des Juweliers Barnard, woselbst er einen Bekannten aus Birmingham antraf, von welchem er sich auch einen Beitrag erbat. Dieser, um der Sache ein Ende zu machen, sagte zu Herrn Greenberg, welcher ein dicker Mann ist: „Ich will Ihnen 5 L. (60 fl.) geben, wenn Sie die Unionstraße durchrennen. „„Hinterlegen Sie das Geld!"" war die Antwort, und 5 Sovereigns wurden Herrn Barnard übergeben. „„Für einen wohlthätigen Zweck thue ich Manches, was ich sonst nicht thun würde,"" sagte Herr Gr., ging weg und rannte zum Erstaunen seiner Freunde die lange Straße hin und zurück. Er erhielt das Geld und bedankte sich, indem er beim Weggehen bemerke: .„Für weitere 5 L. schwimme ich auch nach Portsmouth."" Rußland. Baltramanz. Wie dem „Hamagid" geschrieben wird, ist der von dem vor Kurzem stattgehabte» Brande noch übrig gebliebene Theil der Stadt Baltramanz nunmehr auch ein Raub der Flammen geworden und dadurch die letzte Zufluchtsstätte unserer dortigen unglücklichen Brüder weggenommen. Das Elend soll unbeschreiblich sein. Amerika. Die „Bazarzeitung" berichtet von Jamaica: Die Juden auf unserer Insel haben vor einiger Zeit einen Bazar zu Gunsten ihres Armenhauses veranstaltet, bei welchen die Summe von 6144 fl. eingegangen ist. Die hiesige jüdische Wohlthätigkeitsgesellschaft hat seit ihrem 18jährigen Bestehen 72108 fl. vertheitt. Rew-Nork Bei der Versteigerung der Plätze in der vor wenigen Wochen eingeweihten neuen Synagoge, in welcher der Redacteur des „Jew. Mess.", Herr Jsaacs, Rabbiner ist, wurde für einzelne derselben 1600—2500 Dollar, im Ganzen 130,000 Dollar erzielt. New-N^rk. Der „Jew. Mess." schreibt: Bei Beendigung des Gottesdienstes am ersten Tage des Schabuothfestes regnete es sehr stark. Da sah man Leute geduldig ausharren, die noch eine Woche zuvor sich darüber beklagten, das der Gottesdienst zu lange dauere, während viele Andere die Rabbiner und Vorsänger, die als conservatio bekannt sind, fragten, ob ste ihnen nicht erlauben wollten, in einer Droschke oder in der Eisenbahn nach Hause zu fahren. Hingegen waren bei den Reformtempeln so viel Wagen, als man sonst bei einer Gallaoper an der Front der Theater'sehen kann, stationirt. ANZEIGEN ittwe Bloch in der Gurtengasse in Bern (Schweiz) beehrt sich, den iSraelit. Reisenden ihre comfortabel eingerichtete Restauration in empfehlende Erinnerung zu bringen. Dieselbe befindet sich ganz in der Nähe des Bahnhofes und in der schönsten und angenehmsten Lage der Stadt. ür die am kommenden Neujahrs^ und Versvhnungsfefte in der Filialsynagoge dahier abzubaltenden Gottesdienste werden einige tüchtige Borsänger oder Choristen, welche neben den nvthigen liturgischen Kenntnissen zugleich genügende musikalische Bildung besitzen, gegen entsprechendes Honorar und Vergütung der Reisekosten zu engagiren gesucht. Reflectanten wollen ihre Anmeldungen bis 1. August l. I. unter Beilage von Zeugnissen bei dem Unterfertigten einreichen. München, im Juni 1869. Administration der isr. Cnltasgemeinde^

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.