Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 24 (16.6.1869)
- Date
- 1869-06-16
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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X. Jahrgang. JW 241. Der Zsraelit. Ein Gentrat - Hrgan für das orthodore Kudenthum. Herausgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 16. Juni 5629 (186 9). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. E. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate l‘/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direete Franeozu« sendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Da mit dem 1. Juli ei» nene» Quartal beginnt, ko erlauben wir uns, die geehrten «bannente« darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Berfendnng keine Unterbrechung erleide. Anhalt. Leitende Artikel: Hirsch's Pentateuch. — Zur Abwendung der Roth unserer Glaubensgenoffen in Rußland. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Berlin. Merlin.^ Gräz. Aus Schwerin. — Oesterr. Kaiserst.: Wien. Pefth. — England: London. — Algerien. — Feuilleton: Das Licht der Diaspora. Anhalt der Beilage: Leitender Artikel: Die jüdische Ehe. Zeitungsnachrichten und Correspondenzenr Deutschland: Mainz. Worms. München. Berlin. — Feuilleton: Diesseits und jenseits. Anhalt der Grtra-Aeilage r Achter Rechenschaftsbericht vom Comitä zu Lyct. — Zur Unterst, der nothl. Glaubensgen. in West-Rußland. — Spenden f. d. Armen des hl. L. — Für die Jeschibah in Wolosm. — Anhalt der «vissenfchaftlichen Beilage: Eine Controverse über Baron v. Frank. — Der Mittelpunkt der Erde. — tmp vw'-2b Gegenerwiderung. — Leitende Artikel. Hirsch's Pentateuch. Mainz, den 4. Juni. Der erste Theil von Hirsches Pentateuch ist in diesen Blättern bereits häufig rühmend hervorgehoben und es ist wiederholt darauf aufmerksam gemacht worden, daß Herr Rabbiner Hirsch in Frankfurt a. M. bei seiner Bibelexegese, einen ganz neuen, bisher wenig betretenen Weg einschlägt. Herr Rabbiner H. sucht nämlich die Sprache aus sich zu erklären und durch die Vergleichung verwandter Stämme die Bedeutung eines Wortes zu eruiren. Vor einiger Zeit ist das zweite Buch MoseS mit H.'S Uebertragung und Erklärung erschienen, und auch dieses bietet des Guten und Schönen gar viel. Was auf uns vor Allem in dem Hrrsch'schen Werke erfreuend und erquickend wirkt, das ist die Großartigkeit der H.'schen Anschauung, des Durchdrungensein von der erhabenen, geistigen Welt, die sich uns im Worte Gottes offenbart. Erläutern wir' dieses an einigen Beispielen: Zum II. B. M. C. 2 V. 11 und 12 bemerkt der Versaffer: V. 11. und 12 „Der Mensch, der als Prophet in Israel aufstehen soll, muß, nach jüdischer Lehre, schon vor seiner Berufung als cop und i'ro ausgezeichnet dastehen. Nicht die Schwäche, nicht die Einfalt, nicht die sociale Abhängigkeit wählt sich Gott zu Boten seines Wortes und seiner That. „Stark, weise und unabhängig' muß der Mann dastehen, den Gott als seinen Boten senden soll. Mit diesem einzigen Satze scheidet sich scharf das Mische Prophetenthum von Allem, was man gedankenlos mit diesem zusammenzuwerfen manchen Ortes so gerne geneigt ist. Unter diesen Kriterien der zum Propheten sich eignenden Persönlichkeit steht gesunde Körperkraft, wohl nicht unverdient in erster Linie. Wie sehr sucht man nicht der Lhätsache der Mischen Prophetie ihre Welt und Menschen bqhende Kraft zu rauben, indem'man sie Zuerst ihrer Hellen Göttlichkeit