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Der Israelit · 1869-05-05 · Heft 18 (5.5.1869) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 18 (5.5.1869)
Date
1869-05-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
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X. Jahrgang. JM 18 Der Israelit. Ein Kenlrat - Hrgan für das orttiodore IudenIHum. Herausgegedm von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 6. Mai 5629 (186 9). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate. IV2 Sgr. die Petjtzetle oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozusendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Berliner Zustände. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Heilbronn. Aus Westphalen. Neuwied am Rh. — Oesterr. Kaiserst.: Wien. Pesth. Pesth. — Holland: Amsterdam. — England: London. — Asien: Bombay.— Amerika: Svracus. — Feuilleton: Das Licht der Diaspora. Anhalt der Meilage: Leitender Artikel: Die erste Synode oder der babylonische Thurmbau. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. München. — Spanien: Madrid. — Asien: Jokohama, — Feuilleto«: Sinngedichte. Inhalt der Grtra-ZSeilage r Sechstes Gaben-Verzeichniß vom Unterstützungs - Comits zu Memel. — Memel. — Rechenschafts - Bericht des Unterstützungs- Comitö zu Lyck. — Leitender Artikel. Äerliner Zustände. n. Herr Dr. L. Sternheim hat an den Vorstand der israel. jüdischen Gemeinde zu Berlin das nachfolgende Schreiben gerichtet: Geehrte Herren! Betrachten Sie es nicht als Anmaßung, sondern nur als den Ausfluß meines religiösen Pflichtgefühls, wenn ich als jüdischer Einwohner Berlins, im Namen unseres heiligen ReligionSgesetzeS entschieden gegen ' den Mißbrauch protestire, den Sie mit der neuen Synagoge durch Veranstaltung eines ConcerteS in selben zu treiben im Begriff sind. Ich erkläre hiermit, daß Sie dadurch die gerechte Entrüstung ekmtz^ großen Theilo der Mitglieder Ihrer Gemeinde hervorgerufen und die Kluft noch erweitert haben, die sich seit einigen Jahren zwischen den gksetzestreuen und den neologen Mitgliedern der Gemeinde zum großen Theil durch Ihre ungerechten Maßnahmen gebildet hat. Sie können diesen neuen Akt der Willkür und des Uebermuths, den Sie gegen unsere heilige Religion begeben, weder damit rechtfertigen vier beschönigen. daß der Zweck der Wohlthätigkeit das Mittel heilige, noch damit, daß Ihrer Handlungsweise von Seiten unseres aller gnädigsten Königs und Herrn kein Hinderniß in den Weg gelegt ist, und daß dieselbe die Unterstützung der ehrenwertheften nichtjüdischen Mitbürger findet. Gewiß wird ein jeder, der nicht durch die Geburt als Jude zur strengen Wahrung unserer Religionsgesetze verpflichtet ist, dem diese auch in Einzelnen völlig unbekannt sind, ein solches Werk in der reinsten Absicht und mit dem Bewußtsein, eine edle That auSzuüben, unterstützen. Sie aber, meine Herren, hätten durch die Wahl eines andern Lvcals auch auf die Mitglieder Ihrer Gemeinde Rücksicht nehmen müssen, deren heiligste Gefühle dadurch verletzt werden, daß Sie ein Gebäude, das den Namen Synaaoge trägt, zu,profanen Zwecken benutzen, wenn Sie dasselbe auch schon längst durch Verstümmelung und Corrumpierung des jüdischen Gottesdienstes den gesetzestreuen Gemeindemitgliedern unzugänglich gemacht haben, die sich schon gern mit

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