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Der Israelit · 1869-04-07 · Heft 14 (7.4.1869) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 14 (7.4.1869)
Date
1869-04-07
Page
– (sequence 1)
Language
German
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X. Aahrgang. M lH* Der Israelit. Ern Kentmt- Hrgan für das orlhodore Iudenthum. HeranSgegeben von Br. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 7. April 5629 (1869> Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens % Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. g. oder fl. 5. 16 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate l*/2 Sgr. die Petitzeile »der deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Franeozusendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. öfierr. an die Expedition franco einzusenden. Anhalt. Leitende Artikel: Die Pflege des Hebräischen in der Religionsschule. — Die jüdische Ehe. — FemmgSnachrichlen und Eorrespondenze»: Deutschland: Mainz. Oflenbach. — Oesterr. Kai ferst.: Wien. Brünn. Straßnitz. Holleschau. — Schweden: Stockholm. — Griechenland/. Lorsu. — Feuilleton: Unmöglich. Anoakt der ersten Aeilaae: Lettrnder Artikel: Die erste Synode oder der babylonische gi^ngsnÄDEchten und Eorrefpvndenze«: Deutschland: .Württemberg. -7- Oesterr. Kaiserst.: Prag. Pesth. —Italien: Morenz. Padua. Rom. — Frankreich: Gebneiler. — England: London. London. London. — Rumänien: Cratzva. — Palästina: Jerusalem.— Asien: Damascus. — Amerika: Rew-Iork. Philadelphia. Chicago. Cincinnati. Feuilleton: Wohlthätigkeit erlöst vom Tode. — Inhalt der zweiten Freitage. llettuna-nachrichten und Eorresyondenzen: Deutschland: München. Hamburg. — Oesterr. Raiserst.: Prag. — Holland: Amsterdam. Amsterdam. — Inhalt der Krtra-Aeilage; Zur Unterstützung der nothleivenden Glaubensgenossen in West- Rußland. — Sammlung in Wim. — Bau jüd. Armen» und Pllgerwohnungm in Jerusalem. — Spmdm für die Armm des hl. L. — Für die Wittwen 'und Warsm im hl. L. — Leitend« Artikel. Dir Wege -er Hebräischen in der Nrtigionsschule. *) Don Rabbiner Vr. Rahmer in Magdeburg. Das Judenthum hat seit den ältesten Zeiten sich über Verkennung zu beklagen gehabt. Wer die Berichte und Urtheile per griechischen und römischen *) Aus dem JahreÄericht über die Magdeburger RettgionSsthule. j Schriftsteller des Alterthums über dasselbe liest, mutz über die hierbei zu Tage tretende crasse Unwissenheit derselben staunen; sie nrtheilen in wegwerfender Weise über eine Religion, derm Lehr- und GlaubenSinhakt sie nicht aus den Quellen, sondern nur vom Hörensagen kannten. Allein wenn die heidnischen Völker Äese Rer. ligion verkannten, so war das natürlich; sie hatten kein Derständniß für den hohen fitttichenGehalt der monotheistischen Lehren des JudentbumS. Auch daß die späteren, aus dem Schooße des Judenthums hervorgegangenen Religionen es verkannten, darf nicht Wunder nehmen; man verschloß sich in diesen Kreisen absichtlich einer richtigeren Erkenntniß uns Würdigung desselben, weil man nur durch absprechendeS Urtheil über das Judenthum die Berechtigung zur eigenen Epistenz motiviren konnte. Daß fich aber das Judenthum von den eigenen Bekennern verkannt steht, daß diese es nicht mehr quellenmäßig kennen — dmn jedes Verkenne« hat seinen Grund in einem mangelhaften Erkennen — daS ist eine betrübende, ja die betrübendste Erscheinung unserer jüdischen Gegenwart. Die Irüigiöse! Unwissenheit ist der ärgste und gefährlichste Feind des Judenthums, dessen Lebensbedingung im „Lernen, Erforschen und Erkennen" liegt; die Wlbekanntschast mit dem heiligen Schristthum ist der KrebsschatW, der i» erschreckendem Maße in den Gemeinden um sich greift, sie ist die Quelle des JndisserentiSmu«, die Ursache der religiösen Wirren innerhalb des heutigm JudenthumS, die Mutter all* der kopflosen, wie Pilze hervorschießenden Reformvorschläge. Oder ist damit vielleicht zu viel gesagt? Hören wir einmal die gewöhnlich angeführten Motive für die CultuSreformen: „Weil die Gemeinden den Vorlesungen au« der Thora nicht

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