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Der Israelit · 1869-03-24 · Heft 12-13 (24.3.1869) · page 25

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 12-13 (24.3.1869)
Date
1869-03-24
Page
– (sequence 25)
Language
German
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Dritte Beilage zu Nr. 12 & 13 des Zsreltt. Zeitungsnachrichten und Correfpoudenzen. Deutschland. München, 12. März. Mit inniger Genugthuung erfüllt es uns, berichten zu können, daß dem hiesigen israelitischen Frauen - Vereine — miy man nrn« — auch im abgelaufenen Jahre 1868 die regste Theilnahme entgegen gebracht wurde. Glänzendes Zeugniß hiefür gibt die Zahl seiner Mitglieder, die fich von 273 des Vorjahres auf ca. 300 erhöhte, und durch zahlreich erfolgte Anmeldungen Aussicht auf weiteren Zuwachs hat. Allen Armen und Bedrängten nach Kräften Hilfe zu bringen, ist in der That sein eifrigstes Bestreben, aber dazu bedarf er kräftiger Unterstützung, und Unrecht ist es von Seiten so mancher israelitischen Gattin auch nur einen Augenblick zu zögern, einem solchen mustergiltigen, echtjüdischen Vereine nach bestem Können beizutreten. Um ihn stets in den Stand zu setzen, der Noth und dem Mangel, wo sie sich zeigen, wirksam entgegen treten zu können, darf das Interesse an ihm nie erkalten, sondern eS möge jede isr. Schwester, die es noch nicht gethan, willig ihr Scherflein beitragen! rb jnj wee unba 't ro^aa." Wie ich schon im vörigen Jahre hervorheben mußte, mit welch' großem Erfolge und vieler Sorgfalt die HH. vvr. Drey und Herzfelder der Pflege der Kranken von Vereinswegen sich unterzogen, so kann ich dies auch heuer nicht anders, als mit größter Ehrerbietung vor solcher Opferwilligkeit thun. Aber auch der allverehrten Frau Vorsteherin, Mad. Ieannette Marx, die sich mit bewunderungswürdigem Talente einem an Mühen reichen und nicht selten undankbaren Amte unterzog , wird vom Ausschüsse herzlicher Dank ausgedrückt, der jedoch mit Recht an dem von ihm ausgesprochenen Lobe Theil nimmt. Was nun den Casfaabschluß betrifft, so ergeben I. Die Einnahmen: Einen Oassarest von 1867 mit . . fl. 336. 9 kr. Ein früherer Baarrest mit . . . . „ 18. 21 „ Die Beiträge der Mitglieder . . . „ 1267. 27 „ Die Spenden beim Aufrufe zur Thorah „ 216. 6 „ Schenkungen und Legate, (darunter eines in Venedig verstorb. Frhrn. v. Rast mit fl. 590. 31). . . ,. 753. 31 „ und endlich Zinsen aus dem DereinSvermögen . „ 459. 13 „ Summe . . . ff. 3050. 47 kr. II. Die Aufgaben: Baarunterstützung an Kranke . . fl. 1455. 4 kr. Unterstützungen nach 8- 6 der Statuten „ 202. 30 ,, Krankenpflege, Anschaffung v. Wäsche?c. „ 29. 29 „ Regie.„ 128. 48 „ Den Nothleidenden in Ostpreußen . „ 50. — „ fl. 1865. 51 kr. Mögen Alle, außer ihrem Hauptlohne jan nyiyj schon auf dieser Welt Belohnung finden in dem erhebenden Gefühle, welches das menschliche Herz in der Ausübung des göttlichen Gebotes O'icm riw'vi erfüllt? Rabbin.-Cand Skutsch. BreSlau, 14. März. Es wird für die Leser des „Israelit" hoffentlich von Interesse fejn, zu erfahren, daß der Zwang, der gegen jüdische Schüler in einigen hiesigen höheren Lehranstalten geübt wurde, nunmehr aufgehoben ist. Unter dem 5. Februar 1869 hat nämlich das königl. Provinzialschulcollegium auf Veranlassung des Herrn CultuSministers eine Verfügung an die Herren Direktoren der hiesigen höheren Lehranstalten.erlassen, wonach den jüdischen Schülern in den höheren öffentlichen Schulen die Dispensation vom Schreiben und Zeichnen. am Sonnabend nicht versagt werden darf, wenn die Eltern darum nachsuchen. Ferner hat das königl. Provinzialfchulcollegium den hiesigen Magistrat veranlaßt, den Passus in dem Statut der Realschule am Zwinger, welcher das Schreiben der jüdischen Schüler am Sonnabend fordert, in Wegfall zu bringen. Durch diese Verfügung des königl. Provinzialschulcollegium, die die Antwort war auf die Petition des Herrn Vr. B. Zuckermann, wird dem Director der Realschule am Zwinger, dem judeuseindlichen Or. Klette, hoffentlich das Handwerk gelegt werden. Nachstehende Adresse ist am 9. Februar d. I. mit einer großen Anzahl Unterschriften dem Vorstande der Synagogen-Gemeinde hier übergeben worden: WohNübliches Vorftands-Collegium! Eine unabweisliche Gewifsenspflicht zwingt uns, die Unterzeichneten Mitglieder der hiesigen Synagogen- Gemeinde, den löblichen Vorstands- und Repräsentanten - Collegien folgende Erwägungen vorzutragen und eine gitige Erklärung darüber zu erbitten: Wir sehen den Bau der neuen Synagoge rüstig fortschreiten, fast ist die veranschlagte Summe verausgabt, und es ist constatirt, daß zur Vollendung dieses Baues eine doppelt hohe Summe noch erforderlich sein wird, eine Summe, zu deren Ausgabe die refp. Gemeinde-Vorstände weder ermächtigt sind, «och von der Regierung die ^Genehmigung haben. Es drängt sich uns nun die Frage auf: Wird dieses Gebäude,

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