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Der Israelit · 1869-03-03 · Heft 9 (3.3.1869) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 9 (3.3.1869)
Date
1869-03-03
Page
– (sequence 1)
Language
German
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X. Jahrgang. ÜSggSg 'J\ä N Der Israelit. Ein Kmlrat-Hrgan für das orlhodore Iudenthum. Herausgegebm von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 3. M§rz 5629 (1869). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. E. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen^und Postämter nehmenH^ flellungen an. Inserate P/2 Sgr. die Petitzetle oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Coürs. " Direkte^ Franwpusendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. I»yatt. Kettender Artikel: Die israel. Gemeinde zu Berlin. — Aettungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Stuttgart. Aus Württemberg. Aus Westphalen. Nus Westphalen Hamburg. Altona. Altona. — Oesterr. Kaiserst.: Wien. Wien.— Holland: Amsterdam. — Belgien: Brüssel. — Frankreich: Bordeaux. Brsan?on. — Portugal: Lissabon. — England: London. — Palästina: Jerusalem. — Amerika: St. Francisco. — Asien: Teheran. — LMalich. - Leitender Artikel: Der. israel. Congreß zu Pesth. Zeitunadnachrichlen und Corrspeondeuzen: Deutschland: München Hamburg. — Oesterr. Kaiserst.: Wien. — SpMnien: Madrid. — England: London — Inyatt der zweite« Aeitage: Zeitm»W>iHrichten und Correspondenzen: Deutschland: BüMnhausen. Altona.,Altona. — Oesterr. Kaiserst.: Galatz. — Amerika: Chicago. Inyatt der Hrtra-Neikager Drittes Gadm »Verzeichniß vWMemel. — Zur Unterstützung der nothl. GlaubenSgen. in WH-Rußland. — Spendm für die Armm des Hl. L. — Bau jüdischer Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. — Für die Waisen in Strzelno. —leidenden Rabbiner Ratonek. Mxtitch ' ■! i; . . Ost strarl, Ermeinde n Serlin. In Berlin scheint man endlich Ernst machen zu wollen; wir erhalten von dort eine große Menae Correspond enzen, von denen wir die am ruhigst gehaltenen hier wiedergeben: Berlin, 11. Aber. Die jüngste Nummer des »/Israelit" WchA dir Eingabe der orthodoxen Mnorität derhiDgen^ Gemein deglieder an den Vorstand und dieRepräsentüntett, ein Schreiben, das ganz durchdrungen ist von dem Geiste echter Religiösität und! bictirt vom hl. Eifer für die wahre Ausgabe des Zu- | derthums. Läßt naä> dieser Seite die Petition kaum i* (£t»Gö zu wünschen übrig, so müssen wir jedoch sehr bedauern, daß die Wünsche so unbestimmt hingestellt wurden. Nach unserer Ansicht hätten nothwevdig Vorschläge gemacht, Männer namhaft gemacht werden müssen, die alle die in der Petition gestellten Erfordernisse besitzen. Es war dieses ein um so größeres Versehen, als hier ja allenthalben geltend gemacht wd»^. es wäre der Mann nschitW DMW ein Mann, der mit streng religiöser Gesinnung iÄmudisches Wiffen, wissenschaftliche Bildung und Rednertalent besitze. — Haben wir denn wirklich keine Männer mehr, ist Israel so arm geworden, sollte da» ph» «v nur Reminiscenz aus der Bibel sein? Dock, Gott sei Dank, nein. Bieten denn Männer, wie die Rabbiner Hirsch (Frankfurt a.M.), Auerbach (Halberstadt), Hildesheimer (Eisenstadt), A l t m a n n (großh. OberraH m CarlSruhe), Lehmann (Mainz), Guggenheimer (Kollin), Feuchtwanger (Nikolsburg), Cohn (Schwerin), Feilchenfeld (Düsseldorf) u. s. w., Männer von so bewährter Tüchtigkeit und Thalkraft, keine Garanüe, Berlinwieder zu einer Stätte jüdischen Denkens und Handeln» zu machen? Aber man muß doch, um nachhalttg für da»Iudenthum zu wirken, einen etwas ernsteren Begriff von Orthodoxie, als die Meisten der Berliner Orthodoxen habm, die um des lieben Fri den» willen ihre noch so gerechten Forderungen auf das Kleinste herabstimmen. Wohl ist der Friede ein köstlich Kleinod; aber er darf nicht erkauft werden durch das Aufgeben der heiligsten Interessen, darf nicht auf Kosten des biy nma erworben werden; und in der That, wenn eS noch lange so dauert, so werden die hiesigen Zustände den dama-

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