Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 8 (24.2.1869)
- Date
- 1869-02-24
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2446951-2447395-2447404--06939-2462519- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
143 AIZE Aufruf! In Folge der bei uns täglich eingehenden haarsträubenden Berichte über den gegenwärtig in Rußland und einem Theile Polens unter unfern Glaubensgenossen herrschenden Nothstand, wozu noch der Hungertyphus hinzugetreten und sehr Viele dieser fürchterlichen Krankheit erliegen, sehen wir uns veranlaßt, um weitere Spenden für jene Unglücklichen zu bitten. Durch die im vergangenen Jahre in so reichem Maße uns zugeflossenen Unterstützungen ist es uns gelungen, die Noth, die dort geherrscht hat, zu lindern, sehr Viele vom Hungertode zu retten und Einzelnen Mittel zur Auswanderung nach Amerika zu gewähren. Gegenwärtig ist durch die vorjährige Mißernte, in Folge der Dürre, die Noth bedeutend größer als im verflossenen Jahre. Die vielen eingehenden Unterstützungsgesuche lesen wir mit Schauder durch und müssen solche, ohne Hilfe leisten zu können, fortlegen. Der stets hervorgetretene Wohlthätigkeitssinn unserer Glaubensgenossen läßt uns hoffen, daß dieser sich auch ferner bethätigen wird, um so mehr da hier Menschen vom Hungertode zu retten sind. Wer wollte da die Hilfe versagen! Israel ermüdet nicht im Wohlthun. Wir bitten um schnelle Hilfe, auch die kleinste Gabe wird willkommen sein. Die Tausende Hungernder fordern ja nur Brod, um ihr Leben zu fristen. Der Unterzeichnete W. M. Wolffheim nimmt die Spenden so nach wie vor entgegen. Lyck in Ostpreußen, den 21. Januar 1869. Das Comite zur Unterstützung der notlileidenden Israeliten in Russland und Polen. Silbermann. Alexander. Wolffheim. Gordon. ie hiesige Lehrer- und Cantor- Stelle, verbunden mit einem festen Gehalte von 260 Thalern, welche bis zum 1. April d. I. vacant wird, ist sofort wieder zu besetzen. Qualificirte Bewerber wollen sich unter portofreier Einreichung ihrer Zeugnisse baldigst bei dem Unterzeichneten Vorstande melden. Limburg a. d. Lenne, den 1. Februar 1869. Der Vorstand der Synagoge» - Gemeinde: _Löser Stern._ Offert. Ein mit gründlichem talmudischem Wissen und akademischer Bildung ausgerüsteter Mann, Doctor der Philosophie, wünscht eine Anstellung als Rabbiner und Prediger. Die besten Zeugnisse stehen zu Gebote. Referenzen aus besonderer Gefälligkeit bei Herrn Rabbiner Dr. Lehmann, Redacteur dieser Zeitung. I Gr E N. erledigte Stelle eines Elementar- und Religionslehrers und Vorbeters mit einem fassionsmäßigen Gehalte von fl. 994. 31 kr., einschließlich Schulheizung, soll demnächst wieder besetzt werden. Einem befähigten Lehrer, welcher außer demMementarfache auch in französischer oder englischer Sprache Privatunterricht ertheilen könnte, wäre Gelegenheit zu Erwerb geboten, dessen Ertrag der Höhe deö Gehaltes gleichkommen wird. Bewerber wollen sich mit Beifügung ihrer Zeugnisse und Angabe bisherigen Wirkens bis zum 15. d. M. au den Unterzeichneten wenden. ' Kleinheubach a. M., 1. Februar 1869. Der Vorstand der isr. Cultusgemeinde: Emanuel Sichel. <^ie hiesige Religionslehrerstelle, verbunden mit einem jährlichen Fixum von 300 Thlr., wird zum 1. April c. vacant. Geeignete Persönlichkeiten, mit den nöthigen Qualificationsattesten versehen, wollen dieselben schleunigst dem Unterzeichneten Vorstand zur weiteren Veranlassung einsenden. Neustettin, im Februar 1869. Der Torstand. W. Löwe. Musikalischgebildete, mit einer gutenStimme begabte Reflectanten wollen sich an einen der Unter- CVn hiesiger Synagogen - Gemeinde wird in nächster >\y Zeit die Stelle eines Vorsängers vacant. — zeichneten wenden. Hannover, den 3. Februar 1869. Die Vorsteher der Synagogen - Gemeinde. Daniel Heinemann. M. A. Behrens. Ein tüchtiger Talmudist (aus Ungarn), dem die besten Zeugnisse zur Seite stehen, und der Familienzwistigkeiten halber gezwungen ist, sein Studium zu unterbrechen, wünscht als Erzieher, am liebsten in Deutschland, angestellt zu werden. Derselbe kann außer dem Unterrichte in allen nur gewünschten hebräischen Lehrfächern erforderlichen Falles auch in Gymnasial-Gegenständen, und für Anfänger auch im Französischen Unterricht ertheilen. Gefällige Anträge 8ut> M. Breuer, Werpelet in Ungarn, Post Kapolnd. Lehrer gesucht. In der iSrael. Gemeinde zu Gen sin gen bei Bingen ist die Stelle eines Religionslehrers, Vorsängers und onw, am liebsten sofort, zu besetzen. Einkommen 350 fl. nebst freier Kost und freier Wohnung. Bewerber wollen sich wenden an den Vorsteher Marcus Simon.