Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 9 (1868)
- Issue
- Heft 52 (23.12.1868)
- Date
- 1868-12-23
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2446951-2447343-2447393--06758-2462329- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
IX. Jahrgang. Wisstnschastliche Sellagr MArSLdesÄsraM. Letzte Erwiderung in Lrtress m2v bv rra» von I. Glück in Erfurt. (Schluß.) Kehren wir nun nach dieser Abschweifung zu unserer Controverse zurück. Daß die »"-n'pn nämlich ido' auch 'niD’K zulässig ist. ist von Hrn. R. D. nicht in Abrede gestellt. Denn obwohl sie nach ipdi' ^2 n"n 'om 2"y 2"yi D’nat deögl. nw2' 2"y aus i"y beschränkt sein soll, wird sie doch von fast allen 'rsnrwn '»jwtn auch bei andern ''UD'tr, und wie aus 'in p"D 2"vp n"' erweislich, sogar *63 3">ynj zu gelassen, welches letztere aber von Manchen verneint wird. Sehr gewichtige Autoritäten lassen sie sogar bei min niDW wie 2"2i nbiy zu, und ich nenne hier mit heiliger Ehrfurcht den Namen meines hochverehrten Jugendlehrers d"piy upn 82'py n''n:n jnon i*d a"s nbny y"-n 'Din. Allerdings nur bei bq» und in einer Weise, daß die Befürchtung '^222^ wegfällt. Anders verhält es sich mit der 'pn nry^ 'rn nämlich 'wn *vbr. Von dieser behauptet Hr. R. D., daß außer Raschbam und Rabad allePoßkim sie aus i"y u. bergt, beschränken. Nun, wir wollen sehen! Von vornherein könnte ich einwenden, daß Raschbam diese seine Meinung aus Jeruschalmi Orlah Cap. 3 zieht. Cf. ''Dbsn d2 d"d otd, wodurch also der ganzen Polemik des Hrn. R. D. schon der Boden entzogen wäre, denn inv'lvd 'Dtwrv. Ich könnte ferner einwenden, daß diejenigen, welche diese 'pn deshalb bei :"y zulassen, weil sie ''D~i DSin ist, sie in der That bei andern ''iiD'x, die auch i"n sind, wie n’y^Dtf u. dergl. zulasten wollen, so der bekannte v"-> zu Orlah, so der obencitirte Tosafot in Sebachim, so Ascheri u. A. Ich könnte endlich auch das entgegenstellen, daß der Grundgedanke beider nupn, nämlich die Annahme “O’Nb iidwh r, schon im Talmud vorkommt: Sebachim 74» nn# nbsjff nenn bv ni’3n .\b2 nmn D'v »no allerdings nur neona, nach Jeruschalmi sogar nb'2dr3. Dies adoptiren 'D«2 i-vs 'iDinn 'n, ebenso i"v pttnpio ’biDö 'n, so 212, so ''3 u. s. w. Dastelbe gilt von . . niDiui niyav. Wohl weiß ich, daß ein Unterschied ist zwischen und; doch ist die Kluft zwischen beiden nicht so weit, daß nicht Anknüpfungspunkte vorhanden wären. Ausführliches hierüber onmn 'abw über die 'iyb« 'in mpn Es würde uns hier zu weit abführen und gehört nicht hierher. Ich will zu meiner Rechtfertigung nur noch einige Namen nennen, die jedem Rabbiner wohl bekannt und achtunggebietend sind, namentlich die, welche Hr. R. D. in seiner Abhandlung selbst anzieht. Hr. R. D. gibt zu, daß pan nicht zu i"y gehört. Schlagen wir auf 'n '^yo 3"on 'd’D n"«D. Hier sagt pn 'py — von Hrn. R. D. selbst citirt — nach einer langen Decision.^iiv 'Dönai. Ferner das. '3 '’yD non in n"d wird 101:6 erwähnt, der auch hier diese ^n anwendet, und obwohl Andere nicht zustimmen, sagt doch nud zuletzt....;i'2 bpm 10' pw. Endlich das.'’yD r"cn bei 'ddd vby -oy^ pon ranyn sagt nbcn D'd naun na^irn «*jd 'dd 'ins : Siehe das. wieder '"n, der noch weiter geht und Facta anführt obq. Nun, ich sollte glauben, das wäre doch auch deutlich!-Aber, sagt Hr. R. D., hier sind blos pan niD’fc! Ganz recht! Aber das *pbi' wird überhaupt und auch bei i"y nur bei pa-n 'idw angewandt. Alphast 1. c. R. Nissim das. und die von demselben gebrachte Stelle des Rabenu Jonah. Wenn wir nun nach einem Resümee des hier Ausgeführten zu dem Resultat gelangen, daß 1. das n&un i'bi', wie hier evident nackgewiesen, nicht blos auf j"y beschränk! ist, mithin die Nothwendigkeit für i"yQ zu halten, ganz wegfällt, und daß es 2. selbst wenn man es für i"yv halten wollte, hier dennoch nicht in Anwendung kommen dürfte, weil die nothwendigen Vorbedingungen hier nicht zutreffen, das Geld vielmehr sammt und sonders in's Meer geworfen werden müßte und nicht blos die nwn: so müssen wir, um zu einem Verständnisse unserer fraglichen Stelle zu gelangen, durchaus einen andern Weg einschlagen. Ich habe in meinem vorigen Aufsatze gesagt, daß durch die Voraussetzung des Hrn. R. D. unsere Frage etwas auf den Kopf gestellt werde, indem er sie auf daS Gebiet der Cafuistik hinübergespielt, wobin sie nicht gehört, und ich bin nach wie vor der Ansicht, daß in unserer Stelle die eigentliche 'yb»r 'rn 'pn gar nicht gemeint ist, vielmehr das Wort nsun hier nicht diesen Sinn in sich faßt, sondern Gewinn, Vortheil bedeute, und es ist nicht extravagant, wenn ich »"d mit andern D’Enp auf gleiche Stufe stelle, bei welchen, wie ich in meinem vorigen Aufsatze an vielen Beispielen gezeigt, diese Procedur oft vorkommt. Der von Hrn. R. D. geltend gemachte Unterschied zwischen iad» D'> und nwn -yVi* wird ganz bedeutungslos, denn dort soll naturgemäß Alles, hier nur der gehabte Gewinn in's Meer geworfen werden. Ich halte darum nach wie vor d"d für solches Geld, das abgesetzt und nur mit Gefahr anzubringen ist. DaS entspricht auch ganz dem Zusammenhang mit dem unserer Stelle Vorangegangenen und Nachfolgenden, wo esich darum handelt, Münzen und