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Der Israelit · 1868-12-23 · Heft 52 (23.12.1868) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 52 (23.12.1868)
Date
1868-12-23
Page
– (sequence 14)
Language
German
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974 ANZEIGEN. „Laß die Weinenden nicht ohne Trost." Vater und Mutter von fünf hilflosen jüdischen Kindern in Strzelno, Provinz Po'sen, von denen das älteste 10 Jahre, das jüngste aber erst 3 Monate zählt, sind kurz nach einander durch plötzlichen Tod in des Lebens Blütbe weggerafft worden, ihre zarten fünf Kleinen zurücklassend im tiefsten Elende, in der bittersten Armuth, wie Bedrängte ohne Zuflucht, wie Trauernde ohne Tröster. Diese Frühverwaisten, deren Anblick das härteste Mannesberz tief erschüttert, erheben ihre unschuldigen Händchen zum Bater der Waisen, flehend, Er, der Barmherzige, möge die Herzen edler Menschen wecken, zu trocknen ihre Thränen, zu heilen ihre Wunden, ihnen ein Asyl zu gewähren in ihrem Hause. Möchten diese Thränen dringen in die Herzen edler Menschen! — Manchem Ehepaare hat die Vorsehung Reichthum geschenkt, aber die Kinder versagt, damit solche verlassene Waisen in ihnen Vater und Mutter finden. Mögen sie sich dieser armen Waisen annehmen in Liebe und Barmherzigkeit, die Weinenden nicht lassen ohne Trost und Hilfe, sondern sie aufnehmen in ihr Haus und so ihre Schätze legen in die Himmelsbank beim Vater der Waisen, der sie ihnen dereinst reichlich verzinst wiedergeben wird. Und Solche, denen Gott Reichthnm und Kinder gegeben, können auch Etwas thun für solche Unglückliche, damit am Tage des Unglücks der Herr sie behüte und bewahre und sie ihren Kindern und ihre Kinder ihnen erhalten möge. Gefällige Anerbietungen zur Annahme eines dieser Waisen an Kindesstatt oder Spenden zur Linderung der großen Roth nehmen entgegen: Hanptlehrer Kuttner in Wreschen oder Rabbiner Stern in Strzelow. Auch der Redacteur dieser Zeitung, Herr Rabbiner vr. Lehmann in Mainz, wchd die Güte haben: Anerbietungen und Gaben anzunehmen und zu befördern. Die Herren Vorsteher, Rabbiner und Lehrer werden dringend gebeten, in ihren Gemeinden für diese Frühverwaisten gütigst thätig sein zu wollen, f&ottn D’cm m«n ü’Oin,i? jrv Dt?rn Dm1 nmon toi •□mty crrb iDn ’wjk rnd mm — ojn? mm inan# "pdp ,D’Dim ,n’cmn 28 my Hauptlehrer Kuttner in Wreschen, Pr. Pos. OA'wy nwn -lynsn'n njn N-in ^3 Ny Mein Mann bat mich im Jahre 1862 verlassen. Ich ersuche alle Menschenfreunde, mir über denselben Nachricht zu geben, und das traurige Loos einer ruuy berücksichtigend, die Mühe nicht zu scheuen. Signalement. Namen: 2pyp mcm, genannt hier Nehemtschy Baumwoll, geboren zu Rawaruoka in Galizien. Statur: mittel. Alter: 27 Jahre. Haare: schwarz. Augen: dunkel. Nase: lang und spitzig. Besondere Kennzeichen: eine längliche Narbe zur linken Seite der Stirne nabezu dem Auge. Denjenigen, welcher ihn per Zufall irgendwo finden wird, ersuche höflichst, br eflich es dem Herrn Kreis- und Oberrabbiner hier, I. S. Natvanson, berichten zu wollen. ID’CBM ri8D b'SD HW ->2M Lemberg, den 4. December 1868. Chaie Baumwoll, geborene Zion. Offene Lehrerstelle. An der öffentlichen Elementarschule der Unterzeichneten Gemeinde soll die zweite Lehrerstelle vom 1. Februar 1869 ab neu besetzt werden. Mit dieser Stelle ist ein jährliches Einkommen von 325 Thlr. verbunden. Für die Ertheilung des Gesang-Unterrichts wird, wenn Bewerber solchen übernimmt, ein besonderer Zuschuß von 25 Thlr. gewährt. Außerdem bietet sich Gelegenheit zu Privat-Unterricht, und wird auch die Gemeinde bei guten Leistungen sich zu einer successiven Gehaltserhöhung verstehen. Candidaten, welche neben der erforderlichen Fachbildung auch eine gründliche hebräische Bildungsstufe erreicht haben, sollen vorzugsweise berücksichtigt werden. Qualisicirte Bewerber wollen ihre Meldungen nebst Zeugnissen schleunigst bei uns einreichen. D.-Crone in Westpreußen, 13. December 1868. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde ie Stelle des Lehrers und Cultusbeamten in hiesiger Synagogen - Gemeinde ist vom 1. Januar k. I. alt vacant. Das Einkommen beträgt 400 Thlr. xro anno, und werden Bewerber, welche examinirt und zum Predigen befähigt sein müssen, ersucht, ihre Zeugnisse schleunigst an Unterzeichneten Vorstand einzufenden. Mehlsack, O.-Pr., im December 1868. Vorstand b*r Syrrasivaen - Gemeinde. S. Mendelsohn. in gut, gehaltenes 26 Zoll großes min ied, welches erst vor kurzer Zeit von streng orthodoxen Rabbinen revidirt und gut befunden worden ist, ist zu sehr billigem Preise zu erlangen, bei der Vorstands- Commifston der jüd Gemeinde zu Lüben in Schlesien.

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