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Der Israelit · 1868-12-09 · Heft 50 (9.12.1868) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 50 (9.12.1868)
Date
1868-12-09
Page
– (sequence 18)
Language
German
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keinen genügenden Raum mehr darbieten, so wird diese Klage um so dringender, je mehr die Kultusgemeinde durch Zuflüsse aus Böhmen und Rumänien an Population gewinnt. Aus diesem Anlässe ist auch bereits Vorsorge für die Errichtung eines neuen Bethauses in der inneren Stadt getroffen, und gutem Vernehmen zufolge der ganz zweckmäßig gelegene Saal des Musikvereins dazu bestimmt worden, der jedoch seinem Zwecke erst dann übergeben werden kann, wenn das neue Gebäude des Musikoereins vollendet sein wird. Wien. Dem neuen Wehrgesetze entsprechend, wird ein neues Dienstreglement demnächst erscheinen. Erwähnenswerth ist das in dem Entwürfe den Soldaten der verschiedenen Glaubensbekenntnisse gemachte Zugeständniß, an den Kirchenparaden der „römisch-kath. Soldaten" sich nicht wie bisher betheiligen zu müssen. A Prag, im November. Die handschriftlichen Werke, die unser gelehrter Oberrabbiner Salomoh Jehudah Rapoport s. A. verfaßt und hinterlassen hat, werden von dessen einzigem Sohne in Krakau in einer gewissen Reihenfolge edirt. Vorerst erschien unter dem Namen „min' nbm" resp. „mm nw" eine Entgegnung aufGeiger's berüchtigte „Urschrift". In dem Werke, das als Entgegnung ziemlich stark (242 S.) ist, hat der Verfasser einen Ton angeschlagen, der deutlich zeugt, welche Empörung und Erbitterung Geiger's Hypothesen und nichtjüdische Ansichten in dessen Herzen hervorgerufen haben. Uebrigens dürfen, abgesehen von der rühmlichen Tendenz des Werkes, der classisch-hebräische Styl und die vielen gediegenen Erklärungen dunkler und angefochtencr Bibelverse, die in demselben Vorkommen, für jeden Freund unserer Heiligen Sprache und für jeden Fachmann von großem Interesse sein. Doch eine ausführliche Recension über dieses Werk folgt vielleicht späterhin, wenn ich mehr Muße haben sollte, und die löbl. Redaction des „Israelit" es gestatten würde.*) § Prag. Vor Kurzem berichtete der „Hon", „daß im Dorfe Bözöd-Ujfalu (Siebenbürgen) die ganze „den Sabbatianern angehörige Gemeinde, weil „dieselbe als nicht recipirte Confessio» von den Geistlichen verfolgt wurde, zum Judenthume überge- „treten ist". Wer nur im Entferntesten die Geschichte der Sabbatianer kennt, muß sofort die Ueberzeugung erlangen, daß hier ein sinnentstellender Fehler, entweder aus Mangel an Wissen oder aus Unvorsichtigkeit im Lesen der Correctur, sich eingeschlichen hat. Denn die „Sabbatianer" haben, wie sattsam bekannt, nie aufgehört Juden zu sein, und brauchen demnach nicht erst zum Judenthume überz»treten. Einen ganz andern und richtigen Sinn aber bekömmt der Bericht des „Hon", wenn wir anstatt Sabbatianer „Sabbatarier" lesen da doch letztere im 17. Jahrhundert eine kirchliche Seete bildeten , die neben der Feier des Sonntags' auch noch die des „Sabbats" verlangte. Die heute in genanntem Dorfe noch lebenden Mitglieder dieser Secte werden also Israeliten geworden sein. Dies nach meinem Dafürhalten zur Steuer der Wahrheit. ' . . Donaufüstenthümer. Aus Bukarest wird dem „Osten" gemeldet, daß das österreichische Konsulat die EntschädigungS- Summe für die bei den jüngsten Exceffen in Galacz zu Schaden gekommenen österreichischen Unterthanen bereits zusammengestellt und bei der fürstlichen Regierung anhängig gemacht habe. Die Summe beträgt im Ganzen 800 Dukaten (circa 4500 fl.) und die alsbaldige Ausbezahlung derselben ist bereits in sichere Aussicht gestellt. Die Juden Rumäniens haben sich in ihrer Bedrängniß auf's neue nach Berlin gewendet, und es sind von dort aus, wie man hört, direkte Schritte bei dem Ministerpräsidenten Grafen Brsmark geschehen; doch können diese, nach Lage der Sache, keinen rechten Erfolg haben, da der Fürst Karl selbst nicht im Stande zu sein scheint, den Beschwerden Abhilfe zu verschaffen. Dis Behörden leugnen die begangenen Gewaltthaten und treiben, wenn auch hier und da ein Exempel statuirt wird, die hergebrachte üble Wirthschaft weiter. Frankreich. Paris. Baron AlphonS v. Rothschild wurde an Stelle seines verstorbenen Vaters zum Direktor der Nord-Bahn ernannt. Paris. Der „Evenement" berechnet, daß die Erben von Baron James v. Rothschild für den Betrag der Vermächtnisse fast 20 Millonen Francs an den Staatsschatz zu zahlen haben. Paris. Am 20. Noo. war im Hotel Rothschild die Verfügung getroffen, daß jedem sich meldenden Armen ein Louisd'or gespendet werde; außerdem sind an 24000 Dürftige 300000 Francs sogleich vertheilt worden. Feuilleton. Die Kmancrpation der Juden in AranLreich. Aus den Quellen bearbeitet von Hmanuel Leser. (Fortsetzung.) Die Nationalversammlung führte die Principien, zu denen sie sich bekannt, und die Ausgaben, deren <§ öl g' SB ti 1 be G bi ba SBi no zu die Ar 17 un! auc der ein, ruh eine erfa Do, such und ihre Er slMg den sich zelne kürli Anw ergeb gen < schuss orts Jude, für b!?ch a twn; Edicts den Er . 2) UNd F, jeder n b en; sp emer ja Als de, schenkte dieser E Brancar *) Recht gern. Die Red.

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