Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 9 (1868)
- Issue
- Heft 44 (28.10.1868)
- Date
- 1868-10-28
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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814 iD3 *^o '3 "jisop' x'p nnnjsi ,ux pox 0'03 myn '3 *p ijoo xp ronPi non xb px, „Wenn du Gewässer durchschreitest, ich bin bei dir, und wenn Ströme, sie fluthen dich nicht weg, wenn du durch Feuer gehst, wirst du nicht versengt, und wenn Flamme, sie brennt dich nicht," denn eS lebte in ihm die von Gott verbürgte Gewißheit: (Das. 51, 8) nno 'npiai onn mp 'oyp'i, „Denn mein Heil wird ewig bestehen und meine Hilfe für alle Geschlechter". WaS aber das Judenthum Großes an Geist und Herz, Erhabenes an göttlichen Ideen und sittlichen Lehren, Ueberirdisches in der Feuerprobe der Jahrtausende der Verfolgungen und Göttliches in den Jahren der fortschreitenden Bildung hervorgebracht, Alles, Alles haben wir dem Unterricht in der Thora zu verdanken, mit dem wir das Herz unserer Kinder von frühester Jugend an erfüllten. In ihm, in diesem frommen Thora-Unterrichte, liegt das große Geheimniß der innigsten Hingebung an Gott und an Seine Lehre; in ihm ruht die große Ueberwindung alles Irdischen, die Aufopferung für den Einzigen und für Sein verkündetes Wort, in ihm ist die unüberwindliche Macht der fortdauernden Existenz Israels und seiner Thora enthalten. Und weil diese segensreichen Folgen des Thora- Unterrichtes so groß, so unabsehbar sind, darum wird uns zur Pflicht gemacht oou d o’j.n (Josua 18), „unaufhörlich uns mit dem Gotteswort zu beschäftigen" und (Jore Deah 246, 1 und Maim. Hilchoth Talmud Thora 1, 8) p3 , *jy p3 o"o"3 3"N Pxip’O p'x d3 ]pT 1'3 ,11113 s'3 , pllD' P3 13U3 übiü J’3 , 1'Pp opx '"V- IP'SX , D’nosn by unon uy iP’sx , Piu oum :'x:p ip'poi 010 n"n"b;oi ip yopp 3"i ouoi .iP'Pi ooi' 13 „Ein Jeder aus Israel ist verpflichtet, dem Thora-Studium sich zu widmen, er sei arm oder reich, gesund oder leidend, jung oder hochbetagt, selbst der gesunkenste Arme und der durch eine zahlreiche Familie hart belastete Familienvater ist verpflichtet, täglich einige Zeit dem Thora-Studium zu widmen, gestützt auf das Wort der Schrift: „Du sollst darin forschen Tag und Nacht". Und von unfern Kindern heißt es: ~U3P doupi „Du sollst sie (die Gotteslehre) einschärfen deinen Kindern und zwar “p3p3 'ii *pia unter allen Verhältnissen und Umständen, unter allen Läuterungen und Prüfungen deines Lebens". Und unsere Weisen lehren (Kidduschin 30 a.): P3P ppi ioPi 1p 110> ii*o 3"n y"o rrrn ua ox -toPon 01111.1 ^3 p)io iy U3 „Jeder, der seinen Sohn in der Thora unterrichtet, erwirbt sich hierdurch ein solches Verdienst, als hätte er alle s^ne Nachkommen bis in das späteste Zeitalter unterriä.et." Und den Müttern, die ihre Kinder zum Gotteswort leiten, verheißt Gott einen noch größeren Lohn, als den Vätern (Brachoth 17, 1): d'pjp .i"3"p".i jrimip nno3n n^nx D'twxn p ioi' 3"o"y"o nun m p nx noPon v3. Und von den Enkelkindern lesen wir (Kidduschin 30».): '3'D i.io inPap id«3." Jeder, der seinen Enkelsohn in der Thora unterrichtet, erwirbt sich ein solches Verdienst, als hätte er selbst die Thora am Sinai empfangen. Und vom Unterrichte des Sobnes des Nächsten in der Thora heißt es (Sanhedrin 99, 6): ioPon 33 ipy ipx pdxi ri8i 'xjp ixpy 1^x3 mm nsn p ox pro. „Wer den Sohn des Nächsten in der Thora unterrichtet, wird das ihm von Gott so angerechnet, als hätte er ihn geschaffen, wie eS von Abraham heißt: Und die Personen, die er (Abraham) in Charan erworben , d. h. nach Onkelos: noypi xnP£u ni pro xn"iixp, „Und die Personen, die er (Abraham) zum Gesetz geleitet in Charan". Ja, das Bestehen der Welt wird bedingt vom Unterrichte der Kinder in der Thora (Sabbat 19 b) io.i bopa xbx D"pno o^iyn px pi 00 bw oipuo, daher ein strenges Gebot, selbst zum Bau des heiligen Tempels die Kinder vom Unterricht in der Thora nicht zu stören oipuo p^030 px pipo.i oo pjap ih'Dx pi 0'3 pp (Sabbat das.). Kann es demnach etwas Herrlicheres für unsere Kinder und Beglückenderes in Zeit und Ewigkeit für uns geben, als unsere von Gott uns anvertrauten köstlichen Kleinodien zu diesem höchsten Lebensquell zu führen? Bei dem herrlichsten der Feste, das unsere Väter einstens in Jerusalem feierten, sangen unsere Frommen (D'TDn) und Männer der That (.ipyo ’pjx) unter Anderem unup* ox 'p'o xpp uonP’ npx, „Heil unserer Jugend, so sie unser Alter nicht beschämt." O, so lasset uns dafür Sorge tragen, die theuersten Güter unseres Lebens, unsere Kinder, mit dem höchsten Gute aller Güter, mit der Thora, bekannt zu machen; dann werden auch unsere Söhne mit den frommen Vätern sagen können 'ai 'IPX, denn ihr Leben ist auch das unserige, ihre Ehre auch unsere Krone, und wir sichern unfern Söhnen und mit ihnen auch uns eine Stütze, die nie abhanden kommt, einen Beistand, der nie zu helfen aufhört, einen Leiter und Führer, dessen Vaterauge sich nie wegwendet, und wenn selbst die Wege Gottes, uns Allen noch so dunkel und räthselhaft erscheinen, wir haben gemeinsam einen nie versiegenden Trost in dem Gottesworte (Jef. 51, 92): DDorttO xi.i ’3JX OJx, „Ich, Ich bin euer Tröster". Doppelt steht hier das Wort oax, Dnip 3X Po* 1311 njonjn lox ipx P'X3 nruP ox bw .13111 ,U3 by 3X Es ist die Weise des Vaters, sich seines Sohnes zu erbarmen und die Weise der Mutter, ihren Sohn zu trösten, xoxii xaxi miay ojx. Ich (Gott) will Vater- und Mutter-Stelle bei Euch vertreten (Jalkut 366 ».). '3JX Ich will mich Eurer als Vater erbarmen ’3JX D3omo xin und Ich will Euch wie eine zärtliche, sanfte Mutter trösten, daß weder Leid noch Kummer, sondern Freude und Wonne ihre Wohnstätte bei uns sichern, und befördert wird dann das Reich, von dem